Verhaltensmuster erkennen und einschätzen

Immer wieder stoße ich auf Muster von mir, die ich im ersten Moment nicht so klasse finde und am liebsten elemenieren möchte.

 

Die Frage die sich allerdings stellt:

  • Was ändert sich, wenn ich das Muster lösche?
  • Kann ich es überhaupt löschen oder falle ich immer wieder in den alten Habit zurück?
  • Ist es so wichtig, das Muster zu löschen oder muss ich es einfach nur etwas ändern?

 

 

Konkret geht es bei mir zum Beispiel um das Abends "noch etwas essen wollen". Ich habe das versucht zu ändern. Also mit dem Abendessen sollte auch das Essen am Abend beendet werden. Das habe ich auch wochenlang geschafft, war aber jeden Abend auf´s Neue ein kleiner Kampf für mich.

 

Aber! Muss ich das überhaupt aufhören, als nach dem Abendessen noch eine Kleinigkeit naschen? Geht das nicht auf einfacher?

 

Ich merke nur, auf Dauer macht mich das "nicht essen können" zur späten Abendstunde nicht sonderlich glücklich. Wenn ich dagegen um 22:00 Uhr noch was essen kann, bin ich auch innerlich zufrieden. Und dafür braucht es bei mir keine Schokolade oder eine Käsebrot. Ich bin auch glücklich, wenn ich mit einer Handvoll Trauben oder Paprikaschnitzen auf dem Sofa sitze. Und das finde ich nun wirklich nicht schlimm.

 

Und so habe ich beschlossen: Nein, es muss das Muster nicht löschen!!! Das wäre mir der ewige Krampf darum zu anstrengend. Ich passe das jetzt einfach an. Ich habe immer was Gesundes für die Abendstunden im Haus. Sei es Obst, Gemüse oder mein selbst gemacht Beef Jerky.

 

Dann sind meine Gelüste auf gute Weise befriedigt, das macht mich nicht dick und meine liebe Seele hat auch ihren Frieden.

 

Manchmal muss man sich die Muster schon genau ansehen. Nicht jede Verhaltensweise ist so Schlecht, das sie per se gelöscht werden muss. Manchmal reicht auch eine kleine Änderung, um aus einen dickmachenden Muster ein neutrales Essmuster zu machen. Mir persönlich fällt es schwerer auf das nächtliche Naschen zu verzichten. Es ist mir jedoch egal, was ich da quasi nasche. Es müssen keine Chips, Flips oder andere hochkalorische Sachen sein. Und das find ich gut.

 

Ich finde es gut, das ich inzwischen so weit bin, nicht alles auf Teufel komm raus ändern zu wollen. Sondern die Dinge genau zu hinterfragen und sie an meine persönlichen Vorlieben so nahe wie möglich anzupassen. So kommt das "Gönnen können" nicht zu kurz und ich habe keinen täglichen Kampf, den ich innerlich mit mir ausfechten muss.

 

Hach, was können Abende doch entspannt sein, wenn man mal dahinter gestiegen ist.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Bettina ( die von meiga :-) (Sonntag, 18 September 2016 16:46)

    Genau so sehe ich das auch. Es gibt keine starren Regeln. Die bedeuten immer ein sich selbst verbiegen und führen langfristig nie zum Erfolg.
    Der eine frühstückt gern, der soll es tun, der nächste mag morgens nix essen, der sollte das dann auch lassen. Usw.
    Wenn du abends gern was auf dem Sofa schnabulierst, dann tue das. Das bist du, es ist dein Weg.
    Es ist pupsegal wann man isst, solange es in die Energiebilanz passt, man darf also dann essen, wie man sich selbst am wohlsten fühlt. 1x täglich oder 10x täglich, egal.
    Für mich selbst ist abends Sofa essen nix, ich würde nach der Paprika die Schoki wollen :-))

    Lieben Gruß Bettina

  • #2

    Fräulein M. ;-) (Sonntag, 18 September 2016 20:58)

    Grüß dich Bettina,

    zum Glück bin ich von den Schoki-Süss-Trip irgendwie runter. Weiß der Geier wie - aber egal.

    Ja, diese Erkenntnis hat einen Weile gedauert, bis sie wirklich ganz zu mir durch ist. Aber jetzt wo ich es begriffen habe, macht sie das Leben unendlich viel leichter. ;-)