Neue berufliches Zeitalter

Gestern hat also mal wieder mein neues berufliches Zeitalter gestartet. Und es hat sich gestern nicht so angefühlt, als wäre ich das, die da drin sitzt. Das hat es sich schon seit Samstag nicht mehr.

Kein Stück aufgeregt, nie unterwegs dran gedacht, das ich ab Montag wieder zu arbeiten anfange.

Es ist, also ob ich auf Autopilot laufe und mir alles von oben, aus einer anderen Perspektive ansehe. Es fühlt sich nicht so an, als wäre ich das. Einfach ganz anders, als die anderen Male.

 

Meine Schlafstörung ist mit voller Wucht zurück. Gestern nur 6 Stunden durchgeschlafen, heute konnte ich ab kurz nach 4 Uhr nicht mehr richtig schlafen. Aber keine Gedankenkreise, die sich um die Arbeit drehen.

 

Die neuen Kollegen scheinen nett zu sein. Die Dame, die sich um mich kümmert und mich größtenteils einarbeiten soll ist sehr sympathisch.

 

Es gibt halt die üblichen Verdächtigen. Eine Gruppe, die einen nett aufnimmt. Ein Grüppchen, das dich beim Betreten schon von oben bis unten mustert, aber nicht auf die Idee kommt dich zu begrüßen oder sich vorzustellen.

 

Eine, die dir schon mit ihren Blicken zu verstehen gibt: komm mir ja nicht in mein Fahrwasser. Und eine, die besonders (vor)laut und lustig sein will. Das ist, wie so meist im Leben, komischerweise die gewichtigste im Team. Diese Kollegin hat mich dann gestern auch während der kompletten Mittagspause beäugt und auch einen ersten Kommentar wegen meiner Portionsgröße abgesetzt.

 

Da ich keine große Lust habe, hier auch nur irgendetwas in irgendeine Richtung zu sagen, habe ich einfach so getan, als hätte ich es nicht gehört. Die anderen Kollegen war mein Mittagessen natürlich vollkommen schnurz, so wie es sein sollte.

 

Die Arbeit ist machbar und sollte überhaupt kein Problem sein. Ich denke, vom beruflichen Stresslevel wird das für mich entspannt. Alles ist sehr gut durchstrukturiert, Arbeitsplätze und Ablagen sind für alle identisch - eine Wohltat. Und sie arbeiten alles ziemlich entspannt. Auf den ersten Blick würde ich sagen, die arbeiten relaxed und die ein oder andere Überstunde wird wohl durch eigenes Trödeln verursacht. Öhm, das hört sich jetzt wieder mal so richtig überheblich von mir an.

 

ABER, ich werde mich genau in das gleiche Fahrwasser jetzt begeben. Den meine Depris und das BurnOut sind auch dadurch gekommen, das ich ständig unter Volldampf gearbeitet habe. Die neuen Kollegen gehen es einfach ein paar Takte langsamer an und das ist gut so! Und ich hoffe, ich werde das von ihnen übernehmen und es in Zukunft auch ein paar Takte langsamer angehen lassen.

 

Essenstechnisch muss ich lernen mich gut aufzustellen, während der Einarbeitungsphase. Noch so ein paar Tage wie gestern und ich wiege definitv unter 50 Kilos. Ich kann nicht gut frühstücken und wenn, dann auch nur ganz leichte Sachen um frühen Morgen. Morgens gibt es jetzt immer Rohkost. Also eine frische Paprika oder Obst.

 

Mittags hatte ich gestern etwas Warmes dabei. Heute auch ;-). Ich habe mir meinen indischen Gemüsewok von Sonntag eingepackt, als wir Essen gehen waren. Für zwischendurch habe ich Weintrauben und Cherry-Tomaten dabei. Abends gibts belegtes Brot und ich werde ab jetzt noch Eiweißriegel und Pistaziennüsse für den TV Abend mit einplanen.

 

Essen am Schreibtisch wird logischer Weise nicht gerne gesehen. Und ich bekomme so meine kleinen aber auf mehrere Etappen verteilten Mahlzeiten nicht mehr unter. Mehr essen auf einmal geht einfach nicht. Habe ich gestern Mittag probiert. Die Trauben am Mittagstisch blieben unangetastet.

 

Ich lasse jetzt mal ein paar Tage ins Land gehen und beobachte die ganzen Kollegen, wie die das so handhaben. Ich will sehen, das ich dann an meinem eigenen Platz immer ein Schüsselchen voll mit Obst oder Rohkost stehen habe, bei dem ich unterwegs beherzt zugreifen kann. Ebenso werde ich mir ein paar Eiweißriegel in meine zukünftige Schublade platzieren.

 

Am Freitag kommen neue Büromöbel. Aus 4 Arbeitsplätzen werden 8 gemacht und dann habe ich auch meinen eigenen Arbeitsbereich, wo ich mich ausleben kann.

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Kommentare: 2
  • #1

    Jutta (Mittwoch, 19 Oktober 2016 21:17)

    Liebe Margarita, Du und Dein Blog sind sehr sympathisch! Ich lese ihn, auch als nicht Operierte, sehr gern. Wünsche Dir für Deine neue Arbeit alles Gute. Gerade heute läuft im dritten Programm "Ernährungsdocs" und es war endlich mal ganz informativ. Es wurde eine Patientin vorgestellt, der man aufgrund ihres ausgeprägten Sodbrennens zu vielen (6) kleinen eiweißreichen Mahlzeiten riet. Sag doch, wenn irgendein Kollege fragt, ganz einfach, Du hättest so ein Sodbrennen, und müsstest Dich eben so ernähren. Eiweißreich und viele kleine Portionen.... ☺️ Alles Gute !

  • #2

    Fräulein M. (Donnerstag, 20 Oktober 2016 06:52)

    Danke Jutta, das freut mich sehr.
    Muss dieser Tage gleich mal im Internet nachsehen, ob ich den Beitrag noch irgenwo ansehen kann.
    Das mit den 6 Mahlzeiten trifft es ehrlich gesagt ganz gut. Oft sind es bei mir sogar 7 oder 8 Mini-Portionen. Puh, das liest sich ganz schön viel.
    Aber ja, so halte ich mein Gewicht dann ganz gut und meine Blutwerte bleiben im guten Bereich.
    Lieben Dank für deinen Kommentar!