Ausruhen - Aussortieren - Organisieren nur für mich

Die Nacht über habe ich kaum geschlafen und die Schlaftropfen konnten dank Adrenalinüberproduktion nicht wirken. Aber heute Vormittag haben sie dann endlich zugeschlagen und ich war über 2 Stunden tief und fest im Traumland.

Es heißt also Ausruhen - Aussortieren - Organisieren, und zwar nur für mich!

Ausgeruht habe ich die ersten Etappen jetzt.

Ausortiert habe ich meine alte Psychologin und schon im November einen Termin bei einem Psychologen, der mir von einer sehr guten Bekannten empfohlen wurde. Deren Schwager hatte das gleiche Problem wie ich, und der Psychologe ist den ganzen langen Weg mit IHM gegangen. War also PRO-Patient und nicht PRO-Krankenkasse. Für mich gerade ein sehr wichtige Kriterium. Ich will nicht auch noch an der Front einen unnötigen Kampf kämpfen müssen.

 

Organisiert sind der HNO Termin diese Woche und der Notfalltermin mit der Verhaltenstherapeutin. Meine Krankenkasse weiß seit eben auch Bescheid über meinen erneuten Rückfall. Die Dame am Telefon war erschüttert. Krankmeldung geht noch Heute per Post an sie raus.

 

Meine schlimmste Angst ist bisher nicht eingtreten - meine Firma hat sich nicht telefonisch bei mir gemeldet. Das ist gut, den das hat mich ganz schon bedrückt und mir Angst gemacht.

 

Dieses schlechte Gewissen, weil ein komplett neuer Arbeitsplatz mit Möbeln, PC ect extra für mich organisiert wurde. Das wußte ich nicht, das die zu wenig Arbeitsplätze haben. Das hat den Druck auf mich wahrscheinlich unbewusst erhöht. Egal, es muss mir leider wirklich egal sein, was diese neuen Kollegen von mir denken. Den es bringt weder mir noch denen etwas, wenn ich in ein paar Monaten dann evlt. mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schiess mich Tod um die Ecke komme. Es geht jetzt schon wieder einzig und alleine um mich.

 

Puh, das hört sich egoistisch an, aber das muss ich wohl gerade sein.

 

Mein Problem: ich kann BurnOut selbst nicht aktzeptieren. Es ist nicht greifbar. Ich habe das Gefühl, wenn ich dann zu Hause bin, das es mir gut geht und ich einfach nur arbeitsscheu bin. Also, es mir auf Kosten anderer gut gehen lasse. Aber die letzten 6 Tage sollten es mir gezeigt haben: ich mache nicht absichtlich krank, weil ich Kohle fürs Nichtstun will. Ich bin Krank - das ist Fakt.

 

Und da schert es das BurnOut wenig, das ich es nicht greifen kann. Es nimmt sich von mir, was es will und ich muss das jetzt erst mal zulassen und aktzeptieren.

 

Also, schon wieder mehr Zeit um den Blog hier zu pflegen, der meiner Seele gut tut. Ich liebe schreiben! Ich kann mir vieles von der Seele schreiben und fühle mich danach um sovieles Leichter.

 

Scheiße, habe dieses Wochenende das ganze Zeugs für Kuchenbacken eingekauft. Wollte meine Kollegen am Donnerstag mit einem Einstands-Kuchen beglücken ;-). Na gut, dann werde ich halt jemanden anders mit meinem Kuchen beglücken, in den nächsten Wochen. Zum Glück war ein trockener Gugelhupf geplant. Schokolade-Macadamia-Gugelhupf. Habe also nichts in den Schränken, was kaputt gehen könnte.

 

Was ist das an meiner jetztigen Situation?

Ich habe eine Menge unnützes Geld für meine neuen Arbeitsklamotten ausgeben, die ich jetzt nicht brauche. Die ich aber trotzdem totschick finde und supergerne anziehe. ;-) Also werde ich das Tragen der Arbeitsklamotten im Alltag zelebrieren und mit einem Lächeln durch den Edeka staksen, beim nächsten Einkauf.

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Jutta (Mittwoch, 26 Oktober 2016)

    Liebe Margarita, oh ja, das kenne ich dieses " was soll die Firma denken, dass ich wieder ( bei mir: immer noch) krank bin. Pfeif drauf, keiner sucht sich das aus. Punkt. Halt die Öhrchen steif!

  • #2

    Fräulein M. (Mittwoch, 26 Oktober 2016 08:32)

    Oh, das tut mir leid liebe Jutta. Ich hoffe, dir geht es auch bald wieder besser.
    Ja, ich versuche da jetzt drauf zu pfeiffen. Mein Schatzi war ganz von den Socken, als er gesehen hat, was 6 Tage Arbeit dann ausgemacht haben. Wir dachten ja beide, da es mir die letzten Wochen zu Hause wieder so gut ging, das ich bereit bin. Aber gut, man lernt nie aus ;-)

    Liebe Grüße

  • #3

    Jutta (Mittwoch, 26 Oktober 2016 19:03)

    ...ist aber jetzt schon länger her. Es kann auch wieder besser werden... :-)

  • #4

    Kathrin (Sonntag, 30 Oktober 2016 13:30)

    Genau die Gedanken hatte ich auch, als ich mit dem Knie zu Hause blieb... es ging mir gut, habe auch Krafttraining gemacht, indem ich auf Krücken ins Studio bin... Und immer gedacht: Du bist doch "gesund"... war es nicht, denn ich konnte ja keine Treppe vernünftig steigen oder mehr als 500m weit ohne Schmerzen gehen... Du machst alles Richtig!!!

  • #5

    Fräulein M. (Montag, 31 Oktober 2016 06:29)

    Wie gehts deinem Knie inzwischen? Dauert wahrscheinlich länger, bis man nicht mehr auf das Mimimi in sich hört.

    Das AntiDepressiva fängt an zu wirken, das ist eine Wohltat. Und ich bleibe auf alle Fälle noch zu Hause. Ich will mit dem neuen Psychiater eroieren, welche Klinik für mich in Frage kommt und dann gehts zur Therapie. Anschließend kümmere ich mich bei der Rentenversicherung um eine Wiedereingliederung oder einer teilweisen Erwerbsminderungs-Rente. Das wird die Zeit zeigen.

    Liebe Grüße