Abnehmen ist leichter ....

als zunehmen.

 

Der Satz stammt nicht von mir, sondern ist der Titel eines Buches, das ich vor Jahren mal gelesen habe. Damals habe ich mir von Herzen gewünscht, der Autor hätte Recht mit seiner These, hatte er aber nicht.

Heute bin ich geneigt, dem Autor zumindest ein Ohr zu leihen.

Wie kommts?

 

Eine liebe Freundin hat mich gestern an da Buch errinnert und mir gesagt: ich wäre wohl das lebende Beispiel.

 

Bis ca. 18:00 Uhr habe ich ein sehr normales Essverhalten. Frühstück, Mittagessen und noch eine Kleinigkeit zwischendurch. Ab ca. 18:00 Uhr werde ich zum sprichwörtlichen Krümmelmonster und schiebe mir alles in den Mund, das ich auf meinem Beutezug ergattere.

 

Knäckebrot pur, Zuckerbonbons, Obst, Brot pur, Brot mit Aufstrich, Nüsse, Nüsse, Eiweißriegel, Traubenzucker. Was immer das Herz begehrt. Und das natürlich alles schön neben dem normalen Abendessen.

 

Sobald mein Magen Platz bietet, bekommt er Nahrungsnachschub in reinster Fett- Zucker- und KH-Form.

Weil - ich nehme ja momentan nicht zu, obwohl ich gerne ein klein wenig mehr wiegen möchte. Und ich rede mir das jeden Tag, den ganzen Tag ein. Verteidige mein teilweise ungesundes Essen damit: ich nehme einfach nicht zu!

 

Die Krux an der Sache ist: ich nehme Momentan wirklich nicht zu!

 

Seit zwei Wochen esse ich jeden Tag um die 2.000 Kalorien und nichts davon bleibt dauerhaft an meinem Körper kleben. Den einen Tag wiege ich ein paar Hundert Gramm mehr, am anderen Tag sind sie dann wieder weg.

 

Ha, ich habe halt einen superguten GU und mein Leistungsumsatz .... ich renn im Schweinsgalopp durch den Tag. NEIN! Das tue ich eben nicht. Ich lasse es total gemütlich angehen. Mal ein wenig Haushalt, mal ein wenig Einkaufen, ansonsten sitze ich auf meinem Poppes und mache außer 2 mal pro Woche Kraftsport im Moment nichts anderes.

 

Auch kann ich mich daran erinnern, das ich die beiden letzten Mal mit ein paar Urlaubskilos vom Wandern zurück kam. Da habe ich  genausoviel gegessen, wie die letzten zwei Wochen. Nur mit dem entscheidenden Unterschied: ich war jeden Tag richtig gut wandern. Mindestens 4 Stunden bergauf, bergab und habe jede Menge Höhenmeter gesammelt. Mein Leistungsumsatz ist in Wanderurlauben um ein vielfaches höher. Dort nehme ich aber immer zu.

 

Von daher bin ich inzwischen echt geneigt der These von dem Psychocoach zu glauben. Das Buch gibt es natürlich auch bei Amazon. ;-)

 

Eigentlich total verrückt, wie soll die Psyche den Stoffwechsel beeinflussen. Aber hey, bei mir hat die Psyche einen Hörsturz verursacht. Warum soll sie also nicht dazu in der Lage sein, meinen Stoffwechsel anzutreiben.

 

Hach, keine Ahnung. Wahrscheinlich gibt es für die jetztige Situation eine ganz normale und logische Erklärung. Einen durch die Decke geschossenen GU, meine Schildrüse die plötzlich verrückt spielt .... zig Möglichkeiten. Und eine davon ist für mich seit gestern nun auch die Psyche, die mich essen lässt, worauf ich Lust habe.

 

 

Und dann hatte ich gestern die schon längstens erwartete Kündigung im Briefkasten. Ich wurde fristgerecht zum 24.11.2016 gekündigt. Irgendwie eine Erleichterung und irgendwie auch komisch, weil man hat mich (zum Glück) aussortiert.

 

Ich habe danach sofort meine Krankenkasse angerufen. Die Dame wollte Druck aufbauen, das eine Kündigung während Krankheit nicht geht und ich sollte Rücksprache mit meinem Arbeitgeber halten. Kurze Panik, danach gesagt: das geht sehr wohl , ich bin in der Probezeit. Ich habe darum gebeten, das sie mich nicht im Monatstakt anrufen, das hat mich das letzte Mal doch sehr belastet. Sie war nicht wirklich glücklich über meine Bitte und meinte: dann müsse ich einen Brief unterschreiben, der meine (Fach)Ärzte von der Schweigepflicht ihnen gegenüber entbindet. Ich habe geantwortet, das ich das mit meinen Ärzten besprechen werde. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Ich werde auf alle Fälle versuchen, mich dieses Mal nicht mehr unter Druck setzten zu lassen und mich zu wehren. Ich werde dieses Mal auch nicht gleich aufgeben, wenn jemand sagt: ich bin zu alt für eine Umschulung. Laut Gesetzt darf das Alter keine Rolle spielen, wenn damit eine Wiederteilhabe am Berufsleben erleichtert wird. Zur Not werde ich es dieses Mal einklagen und meinen Rechtschutz in Anspruch nehmen. Der ist sehr umfangreich und auch dieser Bereich ist damit abgedeckt.

 

Abgeschlossen habe ich denn Rechtsschutz, wenn es mal um die WHOs geht und ich evlt. vor Gericht ziehen muss.

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