Reha-Antrag schon in der Post.....

... und heute am späten Nachmittag konnte ich dann auch abschliessend meinen Antrag für die WHOs in Angriff nehmen. Das Krankengeld habe ich auch weiter vorangetrieben. Es war also ein ereignissreicher Tag für mich. Seelisch hält sich das bei mir zum Glück alles in Grenzen, wie in meinem heutigen Tagebucheintrag zu lesen ist.

Aber von vorne.

 

Heute Vormittag habe ich mich endlich soweit sammeln und vor allem am Stück konzentrieren können, um meinen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben auszufüllen. Die wollen eine Menge wissen, aber nicht ganz so viel wie die Arbeitsagentur, wenn man einen Arbeitslosenantrag ausfüllt. Bin ja leider Profi in dem Metier.

 

Manches war einfach auszufüllen und es ging nur um Fakten wie: Schule, Berufsbildung, Arbeitsumfeld ....

Anderes war wiederum nicht ganz so einfach zu beantworten und ich habe dafür dann auch ein Beiblatt angelegt.

 

Ich habe zum Beispiel alle meine Ärzte und Therapeuten angegeben, die mich auf meinem Weg aus der Depression begleiten und mich therapieren. Im Formular musste ich erklären, warum ich nicht mehr in meinen alten Beruf zurück kann. Ich kann ja gleich auf zwei Berufe greifen. Hotelfachfrau - geht wegen Bandscheibenvorfälle nicht mehr. Mediengestalter - nie darin gearbeitet, wurde gleich in den Vertrieb kassiert. Und der Vertrieb ist zwar nicht mein Beruf, aber psychisch nicht mehr möglich.

 

Dann sollte ich darlegen, wie ich denke, das sie mir helfen können. Ich habe erklärt, aus welchen Gründen ich eine Umschulung in meinem Alter möchte und in welchem Umfeld ich mit meinem Alter auch noch Chancen hätte. Dann habe ich herausgefiltert, was auf Grund von Bandscheibe und Psyche wahrscheinlich nicht geht und was ich denke, das gehen würde.

 

Gut, mehr kann ich für den Moment nicht tun. Mein Ziel ist aber klar forumliert: ich will wieder zurück in Vollzeit und mein eigenes Leben finziell gestalten können. Ich will wieder Teil der Gesellschaft sein und meine Rentenbeiträge einzahlen können.

 

Als ich den Antrag gerade bei der Post abgegeben hatte, kam mir auch der Postbote entgegen. Mein langersehntes Schreiben vom Plastischen Chirurgen war da.

 

Dann habe ich alle meine Original Unterlagen kopiert, Bilder der Hautrötungen, Hautlappen und beim Sport der letzten 3 Jahre beigefügt. Zusätzlich ein persönliches Schreiben mit Fakten, Kontaktdaten aller Ärzte und eine sachliche Begründung geschrieben.

 

Beantragt habe ich:

  •          Bauchstraffung inkl. Schamhügelstraffung, mit Flankenstraffung

  •         Bruststraffung mit Aufbau

  •          Oberschenkelstraffung inkl. Entfernung der Hautlappen am Gesäß

 

Der geschlossene Brief geht morgen Vormittag per Einschreiben an die Krankenkasse raus. Heute war es dann leider doch schon zu spät. Aber ich wollte nicht hetzen und lieber alles korrekt machen.

Dann heißt es jetzt für mich in den kommenden Wochen: Abwarten und viel, viel Tee trinken!
Natürlich sind Wünsche und Hoffnungen mit beiden Anträgen verbunden. Ich stelle mich bei beiden Anträgen jedoch auf Prüfung und Wiederstand ein.

 

Bei der Rentenversicherung, weil ich einfach für die schon ein älteres Semester bin und gerne eine Umschulung möchte.

 

Und bei der Krankenkasse: weil es doch eine Menge OPs sind und sie in den allermeisten Fällen eh erst einmal eine Ablehnung erteilen. Auch nach Wiederspruch denke ich nicht, das ich alle OPs genehmigt bekomme. Wenn ich überhaupt eine Genehmigt bekomme.

 

So, da ich das nun hier ausgeschrieben habe, werde ich genau diese Gedanken ganz weit in einem dunklen Winkel meines Hirnkasterls verschliessen und den Schlüssel wegwerfen. Den wie schon beim Antrag auf Schlauchmagen, gehe ich auch jetzt davon aus: das ALLES reibungslos läuft. Bei der RV ebenso wie bei der KK und ich ALLES anstandslos genehmigt bekommen.

 

Mag vermessen sein, aber in diesen Fällen bin ich ein ganz striktes Kind der positiven Gedanken. Hat schon beim letzten Mal funktioniert und funktioniert auch dieses Mal wieder. BÄÄÄM!

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