Kurze Verschnaufspause - und dann los...

Zeit zum Luft holen und meine Gedanken sausen lassen. Seit dem unerwarteten Tod meiner Schwiegermutter diesen Mittwoch standen wir nun unter Strom. Meine eigene Wohnung habe ich nur jeweils zum Füttern meiner Katzen und zum Durchlüften kurz besucht.

Aber wir haben alles organisiert und in die Wege geleitet. Meine Schwiegermutter hatte ein Lächeln im Gesicht, als wir von ihr im Krankenhaus noch Abschied genommen haben. Sie ist wirklich friedlich im Schlaf hinübergegangen.

 

Für die engste Familie ist das im Moment natürlich Dauerstress. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wenn es bei meinen Eltern mal so weit ist. Lothar habe ich kurzerhand gesagt, das er sich Schlaftabletten als Einschlafhilfe organisieren soll. Das hat er auch sofort gemacht, ganz ungewohnt, den er mag überhaupt keine Medikamente. Aber eine halbe Tablette reicht und er ist binnen Minuten weg und schläft dann 5 - 6 Stunden durch.

 

3 Tage waren wir nun auf den Beinen. Teilweise schon um kurz nach 6:00 Uhr das Haus verlassen, um meine Katzen zu versorgen, sind wir anschliessend für Beerdigung und Hausbau losgerannt und immer erst weit im Dunkeln wieder nach Hause gekommen.

 

Jetzt ist Wochenendpause - die Beerdigung ist organisiert und alles fixiert sich nun auf den Dienstag. Danach wird wohl das berühmte Loch kommen.

 

Nebenbei tut sich plötzlich auch wieder etwas auf unserer Baustelle. Fliesenleger und Bodenverleger geben sich die Klinke in die Hand und tun zu unserer Freude vor allem Eines: sie kommunizieren und sprechen sich vor Ort ab. Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr und wir sind wirklich positiv überrascht und erleichtert. Und so sollten bis Ende nächster Woche, Anfang übernächster Woche die Bäder und diverse andere Bereiche gefliest sein und unseren täglichen Wohnbereiche um einen wilden Echtholzparkett bereichert sein.

 

Nebenbei hat mich heute die Deutsche Rentenversicherung versucht zu erreichen. Leider war keiner mehr als, als ich gegen 15:00 zurück rufen wollte. Ich werde es gleich am Montag versuchen. Bin gespannt, was sie noch alles von mir brauchen und rechne auch mit einer Einladung zu deren Psychiater. Weil es in erster Linie meine Psyche ist, die eine erneute Rückkehr ins Büro nicht mehr zulässt. Ein einfaches Durchwinken, nach dem sie evlt. dann alle Daten von mir haben, das wäre ein Träumchen. Aber wohl nicht realistisch, bei dem Berufswünschen die ich angegeben habe. Alle drei sind dreijährige, schulische Ausbildungen und die werden zwar auch finanziert .... ABER nur im Einzelfall. Ich müsste also schon eine Menge Glück haben und stelle mich daher auf einen längeren Weg ein.

 

Und dann warte ich ja seit dieser Woche eigentlich auf eine Einladung vom MDK bezüglich der beantragten OPs für meine überschüssige Haut. Nächsten Donnerstag ist Fristablauf und die laden einen eigentlich rechtzeitig ein. Gerade wenn es um Hautüberschüsse geht, möchte der MDK im Normalfall den Antragssteller persönlich kennenlernen und sich vor Ort einen Eindruck von Hautüberschuss und Entzündung machen.

 

Und so habe ich heute etwas verwundert bei meiner Krankenkasse angerufen, ob noch etwas fehlt, da ich bisher keine Einladung bekommen habe. Sie meinte, das wäre nicht unüblich.

Ich dann: aber es handelt sich um einen Antrag für WHO´s

Sie: oh, das ist über doch eher selten, das der MDK einen nicht sehen will.

 

Hm, entweder ich bekommen nun eine Absage. Woran ich ja immer noch nicht glaube. Oder, und daran glaube ich allen Ernstes: mein Antrag wird in Teilen oder Ganz durchgewunken, auf Grund meiner psychischen Probleme und der vorangegangen Ess-Störung. Und vorallem, das ich mich aus diesen Gründen schon seit über einem Jahr in psychischer Therapie befinde.

 

Von jemandem anderen, mit einem sehr gleich gelagerten psychischen Problem weiß ich, das der Antrag ohne TamTam genehmigt wurde. WHO und in Bayern!!!! Das will wirklich was heißen.

 

Hoffentlich ist mir hier das WHO-Glück hold. Laut der Mitarbeiterin, die ich am Telefon hatte, wird mich die Kollegin am Montag Nachmittag anrufen. Jetzt bin ich dann doch wie ein Flitzebogen gespannt - positiv gespannt. Laufe irrsinniger Weise mit einem Lächeln durch die Wohnung, wenn ich an meinen Antrag und die Krankenkasse denke.

 

Also, Wochenende durchschnaufen, abschalten und zur Ruhe kommen. Den am Montag geht der Wahnsinn hier weiter. Anträge, Antworten, Baustelle und vor allem die Beerdigung.

 

Leider wird die Mama meiner Leihkinder genau am Beerdigungstag ihrer Schwiegermutter operiert. Für die Beiden eine doppelte Belastung und sie bräuchten neben dem Papa auch ihre Mama an so einem Tag. Ich kann sie nicht einmal ansatzweise an so einem einschneidenden Tag ersetzten, nur ein wenig für sie da sein. Ich hoffe das hilft auch ein bisschen.

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