Weiter geht´s

Letzte Nacht, war die erste Nacht seit Mittwoch, das ich wieder zu Hause im eigenen Bett geschlafen habe. Das ist immer so ein Hin und Her, weil ich ja die Katzen füttern und versorgen will. Und vor allem will ich nicht einfach nur rein und raus springen, aus der Wohnungstüre.

Wenn ich zu Hause bin um zu füttern und zu lüften, dann möchte ich auch den Katzen einfach gerecht werden. Und so plane ich mit Hin- und Rückfahrt immer eineinhalb bis zwei Stunden ein. Darum bin ich nach ein paar Tage auch immer wieder geschlaucht, weil ich das Gefühl habe, keinem mehr gerecht zu werden und ich selbst habe dann für mich am wenigsten Zeit.

 

Die Nacht zu Hause hat richtig gut getan. Leider ging es meinem Feund heute Nacht dafür nicht so gut. Er schlief anscheinend sehr, sehr unruhig und hatte dann auch Magenprobleme. Sein halbe Schlaftablette hat er auch nicht genommen. Und so schlafe ich heute Nacht wieder bei ihm und gebe auf ihn Acht. Verständlich, das er jemanden an seiner Seite spüren will.

 

Am liebsten würde ich ja die Viecherln mit einpacken, damit ich ihnen auch gerecht werde. Aber das geht natürlich überhaupt nicht. Stress für die Beiden, Stress für den Kater von meinem Schatz, weil es sein Revier ist.

 

Im neuen Haus wird das dann alles anders. Dann ist es für die drei Kater ein neues Revier und sie sind am Anfang erst einmal mit dem kennenlernen der neuen Umgebung beschäftigt und später dürfen sie dann ja raus. Sie haben ja quasi ihre eigene Katzenhaustüre, die sich auch wirklich wie eine Haustüre automatisch öffnet, wenn sie ihr Nahe kommen. Chip und Technik sei Dank.

 

Jetzt packe ich erst einmal meine sieben Sachen. Werde in einer halben Stunde abgeholt. Wir gehen saunieren und schwimmen. Auszeit von der Wochenend-Auszeit. Meinem Schatz fliegt die Decke auf dem Kopf, er muss unterwegs sein und nicht zu Hause. Seine Mama hat ja im gleichen Haus, nur ein Stockwerk tiefer gelebt.

 

Das Haus gehört ja inzwischen seit vielen Jahren seiner Schwester und Ihm. Er will seinen Anteil irgendwann im Sommer verkaufen, das er abschließen kann. Ich persönlich könnte das nicht. Ein Teil meiner Depression liegt sicherlich auch meiner derzeitigen Entwurzelung zu Grunde. Ich habe viele Jahre im Haus meiner Oma gelebt, dort habe ich mehr Zeit verbracht, als in meinem Elternhaus. Ein Teil meinre Katzenband liegt dort auf dem Grundstück vergraben. Ich fahre nur ungern dorthin zurück. Das Haus exsisiert nicht mehr. Meine Brüder bauen sich ihre eigenen Exsistenzen auf und damit enstehen dort zwei neue Häuser. Ich freue mich für sie und kann den Anblick trotzdem nicht ertragen. Verkehrte Welt. Aber wenn die Häuser mal stehen und der Garten schön ist, dann werde ich sicherlich auch mit einem Lächeln an meine Zeit dort zurück denken können. Jetzt kann ich noch schwer loslassen, den meine Mietswohnung ist halt eine Durchgangslösung und hier bin ich NICHT zu Hause.

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