Negativität kann manchmal richtig gut sein

Blöde Blogüberschrift, was? Aber genau das hat man mir gestern im Fitness-Studio erzählt und dann auch gleich mal vorgeführt. Die Trainer in meinem Kieser Studio trainieren ja auch alle privat dort und vor ein paar Tagen hatte ich mich mit einem unterhalten, was mein Potential bei den Klimmzügen angeht.

Und er erzählte mir etwas von "Negativen Klimmzügen" an einem anderen Turm. Hm, ich hab zugehört, genickt und irgendwie trotzdem nichts von dem Verstanden, was er mir erzählt hat. Und dann seh ich eben jenen Trainer gestern durch Zufall bei dem Turm und wie er sich da mit den Armen rauf und runter zieht. NEID von meiner Seite. Und das habe ich ihm auch so gesagt. Da hat er mich an die Hand genommen und gezeigt, was er mit den "negativen Klimmzügen" meint und das diese für einen schnelleren Kraftzuwachs sorgen, wenn man sie zusätzlich macht.

 

Das ist ein Turm mit einer Querstange am oberen Ende und unten sind quasi ein paar Treppenstufen. Die geht man flott hoch, bringt die Hände an der Querstange in Stellung und stößt sich dann von den Stufen nach oben ab. Dann muss man sich nur noch ein wenig aus eigener Körperkraft bis ganz nach oben ziehen, so das das Kinn über dieser Querstange ist. Das ansich ist für mich inzwischen relativ einfach, den ab einem gewissen Punkt an Höhe, gehen Klimmzüge nur halb so schwer, wie man meint.

 

Danach wirds spannend. Man lässt sich kontrolliert und vor allem langsam wieder nach unten sinken. Damit erreicht man eine extentrische Kontraktion. Der Muskel wird also andersherum aufgebaut, ums mal in meiner Laienhaften Sprache auszudrücken. Das ergibt einen ca. 30 % schnelleren Kraftzuwachs.

 

Nach der fünften Wiederholung musste ich schnaufend aufgeben und ich habe damit eine neue Übung für mich gefunden. Ab jetzt wechsel ich mich immer ab. Mal die normalen, mal die negativen Klimmzüge. Da ich ja eh zweimal die Woche gehe, trainiere ich auch jede Woche beide Übungen. Der Trainer meinte, damit müsste ich im Sommer auf alle Fälle in der Lage sein, 4 - 5 saubere Klimmzüge ohne jegliche Hilfe auszuführen. Tschakka, damit wäre dieses Sommerziel erreicht.

 

Im nächsten Jahr sehe ich dann auch mal meinen Körper im richtigen Licht. Den es dauert, bis sich nach der OP alles so zurück gebildet hat, wie es dann mal wirklich sein wird. Dann werde ich zwar fast wieder bei Null anfangen müssen, weil ich dieses Jahr 3mal für jeweils mind. 6 Wochen pausieren muss, aber ich werde mir meine Ziele dann komplett neu stecken.

 

Fest steht für mich auf alle Fälle, das ich einen wirklich definierten und gesunden Körper haben möchte. Wie ich das erreichen kann, da lasse ich mich dann von den Trainern beraten. Kein Muskelpaket, sondern einfach nur schön weiblich definiert. ;-)

 

Und jetzt packe ich mal die ersten Sachen. Heute Mittag gehts ins Thermalbad nach Staffelstein zum entspannen. Freu mich drauf. Vor allem kann ich endlich mal meine Badeanzüge ausführen, die ich mir im letzten Sommer geleistet habe. Bisher hatte ich noch nicht die Gelegenheit dazu, sie zum Baden auszuführen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Kathrin (Montag, 30 Januar 2017 23:54)

    Mit negativen erreichst du echt viel... auch wenn du dann auch mal einfach "still" hälst... also angespannt an einem Punkt hängen... Das zwiebelt schön... Kannst du überall machen... auch beim Latziehen... schön langsam negativ nach oben dann...
    Wie greifst du? Obergriff - also "normal" - Finger zeigen weg von dir - oder Untergriff - Finger zeigen zu dir? Du kannst auch mit der Weite spielen... Also je weiter du greifst, desto schwieriger ;-)

  • #2

    Fräulein M. (Dienstag, 31 Januar 2017 18:19)

    Oh ja, das zwiebelt enorm. Ich habe heute gerade mal zwei korrekt ausgeführte, negative Klimmzüge mit jemals 1x auf der Hälfte Anhalten geschafft. Aber ich bin glücklich, den sie waren Korrekt ausgeführt, laut Trainer.
    Ansonsten mache ich nur den "Untergriff", weil das im Moment auf meinen Trainingsprogramm steht. Und bei der Weite bin ich ziemlich eingeschränkt, da die Griffe das vorgeben. Die Arme gehen nicht kerzengerade nach oben, sondern leicht auseinander.