Widerspruch und Wochenende

Heute Nachmittag ging er raus, mein Widerspruch. Mit Einschreiben - Rücksendung!
Am Ende ging es mir doch leichter von der Hand als ich anfangs dachte. Die Bilder anzusehen, jo das war dann allerdings nicht einfach.

Ich weiß ja, das ich Rötungen und Entzündungen habe. ABER, es ist immer etwas anderes, wenn man die im Schulterblick im Spiegel sieht. Sieht man die Kehrseite dann mal in Großaufnahme ..... mir hats die Tränen in die Augen getrieben. Mein Po ist der eines Kleinkindes mit Windeldermatitis. Dunkel gerötet, Bläschen und trockenen Hautstellen.

 

Die können ja gar nicht ablehnen, sonst maschier ich da auf und lass im wahrsten Sinne des Wortes die "Hosen runter" bei denen.

 

Bilder erspare ich mir hier, dafür schäme ich mich im Moment zu sehr. Und es gibt Dinge, die muss man einfach nicht sehen, ehrlich.

 

Die andere Baustelle ist mein Lebenspartner. Der kriecht am zweiten Arbeitstag schon auf dem Zahnfleisch. Die Tabletten lassen ihn Groggy zurück und er fühlt sich einfach nur noch ausgelaugt. Wir werden noch dieses Wochenende spontan eine Therme mit Übernachtung für uns suchen. Dann geht es Freitag Mittag auf den Weg und Sonntag Nachmittag kommen wir wieder heim. Max. Fahrdauer sind geplant 1,5 Std., damit wir was vom Wochenende haben.

 

Er war auf alle Fälle heute nach dem Kieser kaum für uns ansprechbar und einfach nur noch schlapp. Er wollte mit mir noch zum Bau fahren, da habe ich dann konsequent einen Riegel vorgeschoben. Heute können wir eh nichts mehr entscheiden und Handwerker sind auch keine mehr vor Ort. Er soll aufs Sofa, in die Badewanne oder eine Runde Spazieren gehen..... was immer ihm jetzt gut tut! Nur keine Arbeit mehr heute und keine Arbeitsgedanken mehr.

 

Habe keine Lust, das mein Freund mit mehr als nur Bluthochdruck erneut ins Krankenhaus muss. Er war gestern auf alle Fälle bei einer Heilpraktikerin, weil er sich von den Ärzten im Stich gelassen fühlt. Die Tabletten schlagen einfach nicht an, die Infusion hingegen schon. Jetzt kann sich ja schlecht jeden Tag eine Infusion gegen den Bluthochdruck geben lassen. Die Frage, was er selbst sonst noch machen kann, um die Werte zu senken (er dachte an spezielle Ernährung, spezieller Sport oder weiß der Geier was) wurde mit einem lapidaren: "jetzt nehmen sie erst mal die Medikamente", beantwortet.

 

Echt zum Mäusemelken, das sich soviel Schulmediziner gleich persönlich angegriffen fühlen, wenn man nach Alternativen fragt. Man stellt ja damit nicht deren Kompetenz in Frage, sondern will beim Heilungsprozess aktiv mithelfen.

 

Egal, die Heilpraktikerin (eine ausgebildete Krankenschwester) hat sich nun seiner angenommen und jetzt wird weiter geguckt, wo noch etwas im Argen liegt.

 

Und ich suche jetzt nach einem fahrbaren Wochenende mit großem Erholungswert für uns!

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