Urlaubsgewicht halten

Ich hatte ja in diesem Urlaub, wie gewohnt ein wenig zugelegt. Also komplet undramatisch um ehrlich zu sein. Bisher habe ich das aber immer wieder abgenommen, um ja wieder unter meine magische Wohlfühlgrenze von unter 51 kg zu kommen.

Es hat mich auch einige Überwindung gekostet, aber dieses Mal möchte ich mein Urlaubsgewicht für ein klein wenig halten. Fällt mir auch unglaublich schwer. Natürlich nicht, was das Essen anbelangt, sondern es ist die Psychische Komponente, die mir sehr schwer fällt.

 

Meine Verhaltenstherapeutin war mal wieder sehr glücklich über meine Minizunahme. Sie wollte sowieso mal, das ich bewußt zunehme und halte. Wir haben das jetzt nicht besprochen, aber ich dachte mir, versuch es mal.

 

Ich bin innerlich ein wenig zerissen. Kommt dieses "Halten"nicht einer Kapitulation gleich? Was denken andere? Sind sie schadenfroh und freuen sich heimlich, weil ich nun 51+ wiege? Oder werde ich mich gar wohl fühlen und die 51+ am Ende behalten wollen?

 

Also realistisch und wenn man das Ganze mal herunterbricht, total doofe Gedanken. Erstens: was sollte mich mein Umfeld scheren. Einzig ich alleine muss mich wohl fühlen.

 

Und was um Himmels Willen wäre so schlimm daran, wenn ich nach einer Woche merke, das ich mich so wirklich wohler fühle? Wäre das das Ende des Schlankseins und der Beginn einer unaufhaltsamen Zunahme? (Boah, ich muss gleich selbst grinsen)

 

Es wäre nichts von alle den Gedanken, Ängsten, Sorge .... gar nichts davon. Man sieht es nicht mal von außen. Nur ich sehe es und fühle es. Und es fühlt sich sogar besser in den Jeans an. Die lächerliche Jeans in Größe 36 schlabbert werniger um den Po, sondern ist jetzt eher knackig ausgefüllt.

 

Das knappe Kilo mehr ist gut für meine bevorstehenden WHOs, den der Körper kann in der Heilungsphase alles gebrauchen, was er bekommen kann.

 

Und so werde ich auf alle Fälle noch diese und hoffentlich auch nächste Woche im "Halte-Modus" bleiben. Und danach will ich dann entscheiden, ob meine Psyche von 50+ abhängig ist oder ob ich auch mit einer 51+ sehr, sehr gut leben kann. Manchmal können so ein paar Gramm für die Psyche schon entscheidend sein. Um das festzustellen, muss man den Mut haben die Grenzen auch mal für ein paar Tage mehr zu überschreiten. Die Welt bricht davon nicht zusammen und nur so kann ich am Ende richtig erkennen, was mein "Gewichts-ICH" wirklich will und wie dehnbar es in Wirklichkeit auch sein kann und darf.

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