Unaufgeregte Bestandsaufnahme und dann entsprechend Handeln

In den letzten Wochen hat es sich immer mal wieder angekündigt, mein Schlauchmagen hat seinen größten Dienst bei mir getan. Halten ist nicht mehr ganz so einfach und Zunehmen geht schneller. Grund genug für mich, in mich zu gehen und sehr offen mit mir selbst mein derzeitiges Ernährungs-und Freizeitverhalten unter die Lupe zu nehmen.

Winter bin ich bei Weitem nicht so sportlich unterwegs, wie im Sommer. Im Sommer stehen eigentlich immer Wandern, Fahrrad fahren, viele Wege zu Fuss gehen auf dem Plan. Und das alles zusätzlich zum 2mal wöchtentlichen Training im Fitness-Studio. Im Winter steht nur das Fitness-Studio auf dem Plan und ab und an mal Wandern. Ich geniesse diese Mümmelzeit von Herzen. Gibt nichts schöneres für mich, als mit einem Buch und einer Tasse Kaffee auf dem Sofa zu verschwinden und zu lesen.

 

In den letzten Monaten haben sich auch ganz langsam wieder einige Dinge in meinem Leben eingeschlichen, die einem "Halten" auf Dauer abträglich sind. Dort mal ein Faschingskrapfen, da mal das Cola-Weizen außertourlich, hier das Stück kuchen und dort die Pizza. Am Anfang waren das immer sehr, sehr seltene Ausnahmen, die alle paar Wochen und ich meine wirklich nur alle paar Wochen, kamen.

 

Inzwischen kann ich solche Leckereien 1 - 2 mal pro Woche essen und das habe ich in der sportarmen Zeit jetzt auch mal seit Fasching gemacht. Und siehe da, die 52,6 waren es glaube ich, waren schneller da, als mir lieb war.

 

Und so besinne ich mich seit Freitag wieder mehr auf mein Essen. Und wandern waren wir heute auch gleich mal. Eigentlich ist es wirklich so einfach und kein Hexenwerk.

 

Ich frage mich wirklich vor jedem Essen, warum ich das jetzt Essen will. Hunger, Lust und wieviel ist mir das Wert? Siehe da, aus 6 - 7 kl. Portionen am Tag sind jetzt im Augenblick 4 - 5Portionen am Tag geworden. Vom Hungergefühl her brauche ich nicht mehr. Und ganz langsam geht mein Gewicht stetig nach unten. Ich will wieder auf ca. 50,5 kg kommen, dann esse ich wieder meine 5 Portionen am Tag.

 

Die über 52 kg fand ich nicht schön. Die erste Jeans fing zwar nicht zu kneifen an, aber ich habe sie vom Gefühl her einfach lieber etwas lockerer sitzen und nicht knackig. Auch merke ich einfach doch die 2 kg mehr, wenn ich mich bewege. Ich registriere das jetzt schneller und ich will nicht, das mir das Wandern oder der Sport überhaupt, wieder schwerer fällt.

 

Und  weil ich das will, ist das für mich gerade auch nicht schwer. Ich habe mich wieder gut fokusiert und die Dinge laufen für mich. Und dieses fokusieren heißt für mich mal als Beispieltag, wie heute:

 

Frühstück:
1 Scheibe Schwarzbrot mit Marmelade dazu 1 paar Weintrauben und 1 Glas Saft

 

Mittags:
1 grobe Bratwurst mit Kartoffelsalat bis satt, 2 Cola-Weizen (wandern macht durstig)

 

Dazwischen beim Wandern:

1 Eiweißriegel

 

Nachmittags:
etwas Eierlikörkuchen und 1 Tasse Früchtetee

 

Abens:

1 kleiner gemischter Salat mit Ei  und als Nachtisch 1 Eiweißriegel

 

 

Vor ein paar Tagen hätte es dann vor dem TV auf alle Fälle noch Nüsse gegeben und evlt. noch Knäcke mit Käse oder Sonstiges.  Und genau das ist es, worauf ich gerade achte. Ich frage mich, wenn ich in Versuchung gerade, ob es mir das gerade Wert ist. Und bisher habe ich es sehr gut umschifft und darauf bin ich stolz.

 

Es haben sich einfach doch tief und fest ein paar wenige Muster in mein Unterbewusstsein gegraben. Ich ziehe schneller die Reisleine, finde schneller wieder in die Spur. Und ich habe gelernt, das ich nicht mehr die Augen verschliesse, wenn es in die andere Richtung läuft, sondern es unaufgeregt analysiere. Ich habe anscheinend inzwischen gelernt, das ich dann keine Hauruck-Aktion mehr starte, wie Essen unterbinden. Sondern ich fahre auf eine gesundes Mass herunter.

 

Das Heute war natürlich nicht meine tägliche Essensauswahl. Es war Wandersonntag und wir haben unterwegs gegessen. Außerdem muss ich da immer dafür sorgen, das ich hochkalorisches Esse, sonst geht mir ziemlich schnell die Luft beim Wandern aus.

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