Ich bin ein "Therapeutchen"

Als ob mein Leben ohne Therapie nicht spannend genug wäre. Nach dem die Verhaltenstherapie jetzt erst mal bis zum Ausgang des Widerspruchs aussetzt, mache ich seit gestern eine "neue Therpie".

 

Wie geil! ;-) Musste eben selbst grinsen, als mir das bewusst wurde. Als ob ich Therapiegeil wäre.

Aber von vorne. Gestern habe ich dann endlich meinen Widerspruch in die entgültige Fassung gebracht und vor 15 Minuten bei der Post abgegeben. Natürlich als Einschreiben mit Rückschein - teures Vergnügen.

 

Außerdem hatte ich gestern einen ersten Termin bei meinem neuen Frauenarzt (FA) und da ging es dann gleich hart zur Sache. Wüste Sahara in meiner Intimzone mit einhergehenden üblichen Problemen und der Verweigerung meinerseits, zum außerehelichen Sex.

 

Was hab ich nicht alles probiert und geschmiert, seit über einem Jahr jetzt. Ich bin Expertin für Silikonfreie, Wasserbasierte Gleitmittel. Vagisan und Ich, wir wurden nie beste Freundinnen, weil sie bei mir gänzlich versagte, trotz täglicher Treffen.

 

Hormonzäpfchen und Hormoncreme sollte ihren Dienst seit 6 Monaten lokal und an Ort und Stelle verrichten. Keine Ahnung was die machen, aber sie machen nicht oder viel zu wenig, von dem was sie sollen.

 

Meine Hitzewallungen, die habe ICH im Griff und nicht die Hitzewallung mich. So soll das sein und so sollte das auch mit meiner Saharawüste in der Intimzone sein. Außer ich gedenke für den Rest meines Lebens ins Kloster zu gehen, dann kann alles so bleiben wie es ist.

 

Aber das will ich ja nicht. Also habe ich gestern meinen neuen FA runderhaus darauf angesprochen und meine Versuche und Probleme geschildert. Ich hatte ein 20-minütiges Gespräch mit ihm und bin mit 3 Packungen Hormonspray (dank sei den Pharmavertretern) und einem Rezept für dazugehörende Tabletten aus der Praxis maschiert. Seit gestern sprüche ich nun meine beiden Unterarme mit jeweils einem Sprühstoß ein und nehme Abends meine Tablette. Und ich bin frohgestimmt, das wir damit die Probleme wenigstens zu 70 - 80 % in den Griff bekommen. Das würde mir schon reichen.

 

Dann habe ich die letzten Tage die Ess-Bremse gezogen. Nicht die Portionsgröße, kein Kaloriengezähle, keine tägliches Gewiege. Nein, ich habe einfach nur gesunde Lebensmittel nachgekauft, sobald so Sachen wie Nutella und Co. aus waren. Bei der Hitze sind mir Salat, Obst und leichte Sachen eh die liebsten Dinge.

 

Fast 4 Wochen habe ich mich esstechnisch nun auf meinen Status Wundheilung und Genesung ausgeruht. War eine schöne Zeit, ich hab die Eistüten und den Schokoaufstrich zu Hauf genossen. An einem Tag hatte ich sogar mal 3 Eistüten auf einmal. Jo, auch das geht, ohne das mir schlecht wird. Ansonsten hatte ich die letzte Woche jeden Tag 1 - 2 Eistüten. Außerdem hatten wir Besuch und damit auch ungewollt Chips und Co im Haus. Auch darum habe ich mich verwertungstechnisch einwandfrei gekümmert. Aber nu ist wieder gut. Laut meinen Klamotten habe ich die letzten 4 Wochen zum Glück Schadensfrei überstanden. Die Größe 36 sitz dank Bauchgurt immer noch so Spack wie vor 4 Wochen. Aber sie sitzt. Die Größe 38 verliere ich immer noch während des Laufens, auch ein netter Effekt für die Umwelt.

 

Und somit ist die Naschsaison erst mal wieder vorbei. Es wird sicherlich immer noch genascht, aber eben nicht mehr jeden Tag und nicht mehr in dem Ausmaß, wie die letzten Wochen. Wenn ich schon das verdammte Glück habe, schadensfrei aus der Zeit zu schrammen, sollte man sein Ess-Glück nicht noch länger herausfordern.

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