Von dem Ding mit der Routine

Auch jetzt, über 2 Jahre nach der OP gehen mir immer wieder kleine Lichtlein auf, die mir noch mehr zeigen wie ich gestrickt bin. Und mir fällt auf, die Dinge laufen gut, wenn ich meine Routine habe. Oder anders herum: wenn ich in meiner Routine bin, dann weiß ich das es gerade gut läuft.

Ernährung und Sport sind dabei anscheinend eng miteinander verzahnt. Kann ich bei einen der beiden Säulen gerade nicht so wie es sein sollte, leidet auch die andere Säule darunter.

 

Wie jetzt eben in den letzten Woche, wo ich keinen Sport machen konnte. Da dauert es bei mir ja leider überhaupt  nicht lange und ich bin dann auch beim Essen draußen. Ich werde zum Graser vor dem Herrn und ich grase dann keine gesunden Snacks, sondern greife vorzugsmässig nach Zucker und Fett.

 

Mit dem Wanderurlaub kam die Bewegung zurück. Und wie durch Zauberhand hatte ich im Urlaub dann auch plötzlich vermehrt Lust auf Salate. Sonst bin ich im Urlaub immer ausgelassen, was die Likörchen danach betrifft. Da dürfen es dann schon mal 2 - 3 Likörchen nach jedem Abendessen sein. Diesen Urlaub waren es insgesamt 3 Liköre.

 

Mir war es nach der langen Schludderei eher nach gesundem Essen. In Südtirol schwer zu bekommen, wenn man auswärts essen muss. Aber auch nicht aussichtslos. Und so habe ich neben dem Kaiserschmarrn halt auch viel Salate oder Suppen mit Einlage gegessen.

 

Aber meine Routine äußert sich auch noch anders. Das ist mir heute das erste Mal so richtig ins Bewußtsein geschwappt. Seit einer Woche esse ich nun jeden Morgen meinen Skyr Natur mit Beeren und einen Schuss Agavendicksaft. Ich komme gar nicht auf die Idee, das mein Frühstück unter der Woche anders aussehen müsste. Ich decke den Tisch für uns mit reichlich Brötchen, Wurst, Käse, Gemüse, Marmelade ..... und ich schnippel mir seelenruhig meine Beeren zurecht und löffle meinen Skyr.

 

In die Arbeit gehe ich mit einem Brötchen, belegt mit Camenbert und Abends wird gesund gekocht.

 

Eigentlich müsste das langweilig werden, wird es aber nicht. Ich habe keine Gelüste, keinen Stress was ich zum essen machen muss. Ich überlege kurz: was ist leicht, gesund und geht schnell. Und dann wird das Abendessen gemacht.

 

Auch das ewig gleiche Frühstück oder Mittagessen machen mir überhaupt nichts aus. Und ich frage mich warum? Liegt es daran, das ich meinen Körper gerade optimal mit Nährstoffen versorge und er in Balance is(s)t?

 

Die zwei angebrochenen Schokoladen oder die offene Tüte Pistazien im Schrank locken mich gerade nicht. Obwohl ich jeden Tag an die Vorratsschublade ran muss.

 

Meine Routine beim Essen kann ich aber erst wieder seit meiner begonnenen Sport-Routine einhalten. Seit ich wieder 2mal die Woche zu meinem Kieser-Training pilgere, geht es bergauf mit mir. Das Sofa ist mir immer noch näher und trotzdem freue ich mich jedes Mal, wenn ich nach dem Training verschwitzt im Auto sitze. Und jedes Mal, wenn ich vom Training heim komme, bin ich noch ein Stück weit mehr motiviert.

 

MIr gefällt diese Art der Routine. Ich muss mir keine Gedanken machen, ob ich Heute die Sportsachen packe oder nicht. Wir fahren einfach, ohne groß darüber nachzudenken. Ich mache mir keine Gedanken um mein Früstück, ich passe nur auf, das immer genug Sky und Beerenvorrat im Kühlschrank sind.

 

Ich glaube wirklich, wenn ich mich gut um meinen Körper kümmere, dann braucht er das "Ding mit der Routine". Und mir gehts gut dabei, weil ich nicht viel darüber nachdenken muss, sondern einfach nur mache.

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