Zucker ist schon irgendwie meine "Achillesferse"

Zucker - Süß, das ist schon auf die ein oder andere Weise meine ganz persönliche "Achillesferse". Das hat sich die letzten Tage immer wieder in meinem Hirn manifestiert. Und das löst jetzt auch keine Wohlgefühle bei mir aus. Ich will Zucker aber auch nicht als meinen auserkorenen Feind allen Übels ausmachen.

Ohne Zucker ist aber auch nicht. Ich brauch den Zucker zum denken, atmen, gehen ..,,, Zucker ist sozusagen auch Treibstoff für mich. Also besser gesagt, Glucose, welches aus Zucker gewonnen wird.

 

Aber ich verleibe mir eindeutig zuviel des Guten davon ein und will dann auch immer mehr. Von einer Sucht zu sprechen, fände ich bei mir persönlich wirklich übertrieben. Es ist wohl eher die Gier, die mich da antreibt, mehr zu essen als meinem Körper gut tut.

 

Ich will da schon was dagegen unternehmen, aber nicht radikal. Hat bei mir ja eh noch nicht funktioniert, wenn ich von Jetzt auf Gleich auf 180 schalte. Aber ich möchte natürlich auch ein wenig mehr aufpassen, wo ich überall Zucker einverleibe und was davon ich einfach nur aus Bequemlichkeit zur Hand nehme. Das könnte ich auf Dauer nämlich ganz gut ändern, ohne das ich großartig verzichten müsste oder meinen Geschmack zu sehr umstellen müsste.

 

Jetzt will ich mir da keine strikten Regeln auferzwingen, das langweilt mich, strengt mich an und macht wenig Fun auf Dauer. Ich muss mich da wohl durch den Sommer testen und Schritt für Schritt überlegen, was ich als nächstes angehen möchte, um von meinem derzeitigen Zuckerlevel etwas herunter zu kommen.

 

Ich will aber auch nicht auf Süße verzichten oder eine Religion daraus machen. Alltagstauglich und Michaela-Tauglich sind die wichtigsten Prioritäten für mich. Ich will in den nächsten Monaten einfach mal gucken, was für Alternativen es zu Haushaltszucker und Braunem Zucker sonst so gibt. Also Alternativen also, die meinen Blutzucker nicht gleich Achterbahn fahren lassen und Lust auf mehr Süßigkeiten machen. Alternativen dich meine Geschmacksnerven auch noch für gut finden sollen und nicht aus Zwang genommen werden.

 

Stevia in flüssiger Form habe ich mir da ja schon seit Jahren erobert und schmeckt mir richtig gut. Hat allerdings ein paar Wochen gedauert, bis mein Geschmackssinn das als eine gleichwertige Alternative anerkannt hat. Vor allem, mein erster Versuch der ja weit über 10 Jahre mit dem Pulver zurückliegt, was nicht wirklich erfolgreich. Damals hatte Stevia wirklich einen fiesen Beigeschmack von Lakritze und Bitter. Das ist heute für mich bei weitem nicht mehr so und ich bevorzuge Stevia in Kaffee oder schwarzen Tee IMMER vor normalen Zucker.

 

Jetzt will ich da ja auch keinen Hype in meiner Familie darum machen. Darum gehe ich quasi undercover auf Alternativ-Suche und filtriere den Haushalt so hoffentlich nach und nach.

 

Da wir hier eh auf Soßen und Fix aus Tüten verzichten, ist in dem Bereich überhaupt keine Umstellung fällig. Wir kochen grundsätzlich das 99 % selbst, außer ab und zu mal den Rotkohl aus dem Glas. Aber auch der wird zur Saison selbst gemacht. Ebenso wie Sauerkraut oder grundsätzlich unsere Soßen.

 

Gemüse aus der TK gibt es nur wenige Sorten und nur als Reinform. Also keine Gemüsemischungen, die im schlimmsten Fall auch noch vorgewürzt sind. Wir kaufen beim Bauern um die Ecke, der Saisongemüse selbst anbaut. Ob das noch BIO ist, das wissen wir nicht. Den wir stehen ja nicht auf den Feldern und beobachten ob gedüngt wird oder nicht. Aber es schmeckt knackiger und hat ein volleres Aroma.

 

Fleisch gibt es beim Metzger ein Dorf weiter, der in der Tat noch selbst schlachtet. Bei Brot sehe ich es nicht so eng, den ich liebe Brot. Außerdem sehe ich gar nicht ein, das ich auf frisches Obst verzichten sollte, nur weil es Zuckerlastig ist. Es ist ja natürliche Fructose und keine künstlich hergestellte. Und soviel Obst kann ich gar nicht vertilgen, das ich einen Zuckertot sterben würde.

 

Ich mach mir die nächsten Tage einfach mal Gedanken, mit was ich jetzt anfange und wo ich unauffällig für mich austauschen und verringern kann und dann sehe ich weiter. Auf alle Fälle möchte ich meiner Gier nach Zucker wieder Kontrolle abgewinnen. So nach dem Motto:

 

In Maßen - nicht in Massen!

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