Ohne Titel

Vor einigen Tagen hat mich mal wieder der Kleiderwahn erwischt und ich war einkaufen. 2 Shirts, 2 kurze Hosen und 2 Paar Schuhe. Komischerweise passiert es mir nach 2 Jahren immer noch, das ich in der Umkleide anfange zu zweifeln, ob ich da gerade reinpasse.

Und dann diese ungleichen Größen .... eigentlich ärgert mich das fast ein bisserl. Bei Takko fallen Klamotten riesig aus. So riesig, das ich bei einem T-Shirt sogar bei der Kindergröße 152/164 gelandet bin. Das ist doch blanker Unsinn, Wahnsinn und überhaupt, warum können die sich nicht einigen.

 

Die anderen Klamotten waren alle in der Größe 36 und passen wie angegossen. Wobei ich auch eine 36 im Schrank habe, die zwickt und sitzt mehr als knackig. Ich würde halt manchmal gerne einkaufen gehen, ohne in jedes Teil springen zu müssen. Den ohne Scheiß, das finde ich inzwischen den nervigsten Teil beim ganzen Klamottenkauf. Diesses Gefummel: aus den Klamotten raus, wieder rein, wieder raus, noch mal aus der Umkleide und neue Größe oder andere Farbe holen um dann wieder rein und raus zu hoppsen, aus dem Klamottenberg.

 

Schuhe sind da schon deutlich einfacher. Bin ich aus meinem Schuh erst mal draußen, trage ich ihn durch den halben Laden und probiere einfach wild alles an. Manchmal auch bei den Kindergrößen, weil die erwachsene 37 zu groß und die erwachsene 36 oftmals zu klein ist. Schade das die ganzen Schuhe bei den Mädels irgendwelchen BlingBling und Schmetterling mit Blumen dran haben. Den was die Größe anbelangt, sitzten die oftmals am besten bei mir.

 

 

 

Inzwischen habe ich auch ein neues, schweißtreibendes Hobby entdeckt. Noch bevor mein Schatz die Leihtochter in die Schule fährt, bin ich oft schon im Garten. Blumenbeete von Unkraut befreien, auflockern und den Gedanken nachhängen. Ich mag das, auch wenns mich richtig anstrengt. Mein Rücken wird halt auch bald 49, so wieder der Rest von mir. Aber ein bis eineinhalb Stunden Gartenarbeit können ganz schön befriedigen und stolz machen. Ich seh schon, ich liebe den Dreck zwischen den Fingernägeln und zu sehen, was ich geschafft habe.

 

Tja, vielleicht ist Büro halt wirklich nichts für mich. Mal mit den Schultern zucken und eine Grimasse schneiden.

 

 

 

Und ich bin immer noch Naschfrei - seit Freitag, wenn ich mich recht erinnere. Keine Schokolade, keine Knabbereien in Form von Nüssen, kein Eis trotz Hitze, keine Milchbubis oder so ein reines Zuckerzeugs. Ich hatte ein Stück Gebäck, das war´s aber auch schon und es hat keinen Heißhunger auf mehr ausgelöst, sondern es hat halt einfach meinen Hunger gestillt und es war lecker.

 

Was ich seit ein paar Tagen gut beobachten konnte. Wenn ich morgens entweder meinen Skyr mit frischen Beeren hatte, oder mein Müsli aus Haferflocken, Chiasamen, Buchweizenkörnern und frischen Beeren hatte, das ich dann den Tag über nicht anfange zu grasen. Das sind am frühen Morgen dann durch Skyr oder Milch mit Müsli schon eine geballte Ladung an Eiweiß das sättig. Und mit den frischen Heidelbeeren und roten Johannisbeeren aus Nachbars Garten, kommen noch mal eine Ladung an Ballaststoffen dazu, die mich schön satt halten.

 

 

Nach dem ich letzte Woche ja 16 Std. ausgeholfen habe, bin ich diese Woche platt. Ich habe jetzt jeden Tag mind. 1mal extra geschlafen. Gestern sogar am Vormittag und am Nachmittag. Die Anspannung, der Aufgabe nicht gerecht zu werden, strengt mich schon richtig an, weiß auch nicht so genau warum. Kann mir gar nicht mehr vorstellen, das ich auch schon mal über 40 Menschen unter mir hatte, als Abteilungsleiterin. Aber das brauch ich auch gar nicht mehr.

 

Inzwischen denke ich immer mehr darüber nach, ob ich nicht einfach eine Anlerntätigkeit bei meinem Freund mache, wenn ich wieder einigermaßen oben auf bin. Für das grobmotorische und den Feinarbeiten bin ich ganz gut geeignet, das passt. Und Spass macht es mir zudem, das hätte ich auch nicht vermutet. Gleichzeitig weiß ich, daß mein Freund um meinen Zustand weiß. Ich muss also nichts vorspielen und kann evlt. leichter in den Arbeitsryhtmus reinkommen. Das kann ich von einem fremden Arbeitgeber doch gar nicht verlangen, das er soooo auf mich eingeht.

 

Jetzt steht auf alle Fälle erst einmal die Antwort der Rentenversicherung aus. Bin gespannt, wo hin sie mich am Ende schicken wollen und wie sie meinen Zustand nach der psychosomatischen Reha beurteilen. Wenn ich mal ganz, ganz ehrlich zu mir selber bin: ich würde gerne für zwei Jahre in die vorübergehende Rente gehen und danach neu bewerten lassen. Aber das lässt sich glaub ich, nicht durchsetzten. Aber ehrlicher Weise ist mir der Gedanke inzwischen viel näher, als ich jemals geglaubt hätte.

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