Nachsorge - wie geht es weiter?

Heute war mein letzter Nachsorge-Termin 2. Jahr nach der OP. Wenn Arzt, Ernährungsberaterin zufrieden sind und alle relevanten Blutwerte stimmen, dann geht es über zur nächsten Stufe. Anstatt 2 mal pro Jahr heißt es dann: "nur noch einmal im Jahr" zur Nachsorge.

Zweieinhalb Stunden inkl. einer Wartezeit zwischen den Terminen, so lange war ich heute in meinem AC.

 

Mein Arzt hat die den Laborbefund der Blutwerte kontrolliert und in meinen Nachsorge-Pass eingetragen. Wie immer das Abtasten des Magens und ein Blick auf meine Gallensteine (die ich seit vielen Jahren habe). Ein paar Fragen nach der Verdauung, ob es Beschwerden gibt, wie ich das Essen vertrage und ob sich was geändert hat. Es waren natürlich einige Fragen mehr, aber ich weiß sie schon gar nicht mehr.

 

Er ist sehr zufrieden mit mir und den Blutwerten und meint, man sieht meinem Körper das Training an. Tschakka, das ging runter wie Öl. Vor allem da ich seit dem Abdominal-Straffung erst wieder angefangen habe und noch nicht die gleiche Intensität habe, wie vor der OP.

 

Für ihn war schon mal klar, wir sehen uns erst im nächsten Jahr wieder. Spitze.

 

Dann ging es schnurstracks zu meiner Ernährungsberaterin. Als erstes gleich die BIA-Messung, das Ergebnis wird ausgewertet und intern besprochen. Ich bekomme es nächste Woche per Post zugeschickt.

 

Anschließend wurde ich um die Taille und die Hüfte mit dem Maßband vermessen, auch da war sie zufrieden. Und dann ging es noch den obligatorischen Gang auf die Waage. Heute Morgen hatte ich nackig und nüchtern 52,5 kg auf der Waage. Das kommt mit der Waage bei der EB hin. Im Augenblick wiege ich mich ja wieder ein paar Mal die Woche, aber alles sehr entspannt.

 

Danach hat sie mal so einen Beispieltag von mir wissen wollen. Weil ich mich dieses Mal nicht einmal mehr zu ein paar Tagen Kalorien aufschreiben überwinden konnte (worüber sie mal richtig glücklich war) sollte ich meine tägliche Kalorienzufuhr schätze. Ich schätzte auf grob 1.700 kcal, zuckte aber dann die Schulter und meinte, das könne aber auch mehr sein. Mich interessierts nicht mehr so wirklich.

 

Sie hat mich auch ausgefragt, unter anderem nach Lust auf Süßes und Knabbereien. Ich habe ihr gesagt, das ich öfters mal in den süßen Topf falle, aber mich immer wieder auf Spur bringe. Dann habe ich ihr von meinen insulinfreundlichen Zuckeralternativer erzählt. Hat sie gemeint, ich soll mich da ruhig ausprobieren, wenn es mir hilft.

 

Dann habe ich ihr von meinen Blähungen erzählt, die ich nun seit Frühjahr sehr heftig habe. Wir sind dann darauf gekommen, das es mit meinem Umzug anfing. Klar, mir ging dann auch ein Lichtlein auf. Alleine konnte ich nicht soviel frisches Obst, Gemüse und Salat essen, weil es ja schnell verdorben ist. Seit ich mit den Beiden zusammen wohne, steht Frisches jeden einzelnen Tag mehrmals auf meinen Speiseplan. Da muss die Verdauung sich erst einmal dran gewöhnen. Und so lange lebe ich mit Medizinischer Aktivkohle und Lefax.

 

Auch sie hat meine Blutwerte kontrolliert und gemeint, das man daran sieht, das meine Ernährung trotz teiweiser Sünden ausgewogen ist. Und sie hat mich noch gefragt, was ich Supplimentiere. Ich habe ihr von meiner 1x am Tag A-Z 50+ erzählt. Die scheinen ziemlich gut zu sein, weil alle Werte stimmen.

 

Eisen könnte etwas höher sein, aber ich bin im Normbereich und daher auch von ihr das GO, das wir uns erst wieder im nächsten Jahr um diese Zeit sehen. Daumen hoch!!!

 

Danach ging es nach etwas Wartezeit noch zum PC (platischen Chirurgen). Auch er war zufrieden mit der Wundheilung. Ich habe noch etwas Wundwasser, aber das gibt sich noch  - nur Geduld. Leider spannt die Haut über den Beckenknoch etwas arg, das viel im sofort auf. Und ich habe noch eine kleine Fettwulst, genau über der Naht. Da können im Sommer bei der Hitze erneut Entzündungen entstehen.

 

Der Plan sieht daher so aus: Wenn er die Brust macht, wir gleichzeitig ein neuer Schnitt ein klein wenig unter dem ersten Schnitt gesetzt. Dann wird nochmals ein Streifen Hautlappen entnommen. Sollten dann noch zuviele Fettzellen an der Wulst übrig bleiben, werden diese nur dort abgesaugt. Ob ich damit einverstanden wäre? Da ich mich bei ihm und dem Krankenhaus sehr gut aufgehoben fühle, werde ich das machen lassen.

 

Allerdings nicht mehr in 2017 ;-). Den irgendwann zwischen November 2017 und Januar 2018 geht es für 2 Wochen nach Vietnam. Geschäftsbesuch und Urlaub gleichzeitig. Und da sollte ich mit so einer jungen OP-Naht auf keinen Fall am Strand liegen. Die Entscheidung, mich dann erst nach dem Urlaub operieren zu lassen, viel superleicht.

 

Und so werden im ersten Halbjahr 2018 noch Brust und Oberschenkel / Po gemacht.

 

Die ersten beiden Bikinis sind trotzdem bestellt. Ich bin stolz auf das was ich erreicht habe und habe keine Lust mehr, mit einem nassen Badeanzug außerhalb vom Wasser auf der Liege zu liegen. Da friere ich zu schnell. Bikini scheint mir da eindeutig die bessere Option zu sein.

 

Ein Vergleichs-Bauchbild werde ich nach der erneuten OP machen. Da kann ich dann auch selbst den Unterschied am besten erkennen.

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