Welcome Back - ihr alten Muster!

Wie mache ich das jetzt am geschicktesten? Ich kann ja inzwischen wieder relativ große Portionen essen und manchmal kreuzt leider das Nutella-Glas meinen Weg und ich stelle mich mit einem Teelöffel dazwischen.

 

Welcome Back - ihr alten Muster!

 

 

Ein Artikel im adipositas24 Forum hat mich angeregt. Ich sollte mich wieder mehr mit dem beschäftigen, was ich esse. Vor einer Stunde wollte ich noch auf FDDB, wieder mal! Aber nein, das will ICH überhaupt nicht. Und mich interessieren auch die Kalorien nicht mehr. Das hat so gar nichts mit intuitiven Essen zu tun.

 

Aber aufschreiben muss ich, wenn ich wissen will, wie ich reagiere. Das ist mir auch klar. Und so klackern die Ideen in meinem Kopf hin und her. Werden verworfen und wieder neu durchdacht. Ich will so eine Art unkomplizierte Liste, wo alles fix eingetragen ist und ich trotzdem an die wesentlichen Infos komme.

 

Ich möchte genau wissen, welche Rezepte oder Lebensmittel mich anstacheln noch mehr zu essen. Welche mich lang satt halten und welche mich zu einem Graser werden lassen.

 

Also heißt es aufschreiben was ich esse. Warum ich esse und wie ich mich danach gefühlt habe. Nach welcher Zeit ich anschließend wieder zugreife und aus welchem vordergründigen Grund ich esse. Also, ist mir grad langweilig, habe ich evlt. Hunger oder habe ich einen tierischen Schmacht auf ein bestimmtes Lebensmittel.

 

Ich würde gerne für mich herausfinden, wann ich zum "Graser" werde. Das werde ich nämlich an manchen Tagen recht extrem.

 

Beginnt das dann schon, wenn ich was bestimmtes Frühstücke und komme ich dann einfach nicht merh aus dem Kreislauf heraus? Oder fängt es mit einem bestimmten Nahrunsmittel an, egal zu welcher Tageszeit?

 

Im Laufe der Zeit möchte ich einfach wissen, worauf ich mich einlasse, wenn ich was bestimmtes Esse. Denn wenn ich weiß, das löst bei mir immer einen "Graser-Effekt" für den kompletten Tag aus, dann ist das halt so. Ich kann dann, glaube ich zumindest, besser damit umgehen.

 

Den mir ist aufgefallen, das ich mich wieder in der Süßigkeiten-Fett-Zucker-Schraube befinde. Noch schaffe ich es zwar sehr gut, das ich immer wieder aussteige und ein paar Tage komplett ohne den Süßkram leben kann, ohne das ich Entzugserscheinungen habe. Die Frage ist aber: wie lange das noch anhält, bis ich wieder komplett rückfällig werde. Den vor der OP hat es mich immer Wochen, manchmal sogar Monate gekostet, da wieder einen Ausweg zu finden.

 

Das solche Muster vor allem dann leichter durchbrechen, wenn es mir persönlich nicht so gut geht, das erscheint mir plausibel. Aber auch hier ist die Frage, ob man das nicht etwas in andere Bahnen lenken kann. Also nicht total abschalten, den ein "zu kontrolliertes Essverhalten" führt bei mir zum krassen Gegenteil und ich breche aus. Aber halt ein ganz klein wenig in gesündere Bahnen, das würde mir vollkommen reichen.

 

So schließt sich auch für mich der Kreis ein wenig mehr, zu meinem letzten Blog-Eintrag. Ich werde mein eigener Lehrmeister und versuche einfach daran zu denken, etwas achtsamer zu sein.

 

Was mir heute Vormittag zum Beispiel auffiel. Ich bin ins Zimmer der Leihtochter, sah die Packung Celebrations, habe kurz gefragt und schon waren zwei kleine Celebrations in meinem Mund verschwunden. Das ging alles so automatisiert - ohne vorher inne zu halten, und mich zu fragen: Warum?.

 

Und genau eben das will ich tun. Aber nur innere Dialoge mit mir selbst klappen nicht. Zumindest jetzt noch nicht. Für den Anfang muss ich das schriftlich machen um mich daran zu erinnern.

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