Wie die Zeit rennt....

Jetzt waren wir gerade mal seit Samstag Nacht alleine und übermorgen ist es schon wieder vorbei mit der Zweisamkeit. Unsere "große" Kleine kommt zurück von Ihrem Barcelona-Städtetrip mit ihrer Mama. Schön sie dann wieder gesund bei uns zu wissen, aber schade, es hätten ein paar Tage mehr sein dürfen. Wandern, Arbeit, Sport, Eis, Fisch .... und trotzdem zu wenig ruhige Zeit für uns.

Wenn die Tage so vollgequetscht sind, auch mit Privaten wie Wandern, Kochen, Arbeit, Trainieren ... da bleibt wenig für die richtig luschige Zweisamkeit. Die hätte ich gerne mal wieder gehabt. Aber gut.

 

Wir haben letzten Sonntag gleich genutzt um nach dem Wanderurlaub mal wieder wandern zu gehen. Um die 10 Kilometer, wie immer quer durch die Fränkische Schweiz mit ein paar Höhenmetern. Ich habe mich mal gefragt, was ich am Wandern so liebe, außer das es ordentlich Kalorien verbrennt, wenn man genügend Höhenmeter mit einplant und einen schweren Rucksack.

 

Am liebsten Wandere ich ja durch den Wald. Ich mag das nicht, wenn wir Feldwege oder noch schlimmer, geteerte Feldwege gehen müssen. Wald ist mir am liebsten. Ich liebe solche Wege, wie letzten Sonntag. Laubwald, immer etwas Sonne die durchglitzert, durchs Blätterdach. Wander-  und Radwege die mit einem weichen Laubteppich ausgelegt sind. Je nach Boden (nass oder trocken) riecht es anders. Manchmal kann man Hasen oder Rehe beobachten. Und wenns mich überkommt, dann kann ich schon mal mit einem Vogel gemeinsam um die Wette zwitschern. Öhm, er zwitschert, ich lamentiere und er antwortet, wenn ich Glück habe.

 

Mal sind es gute, weite Wege, kreuzen eine Lichtung oder verengen sich, so das man die Büsche streift. Das letzte Mal wurden wir zu einem Drittel des Weges von einem Bach begleitet. Glitzernd, ruhig oder etwas aufgeregter, je nach Höhenunterschied.

 

Wie immer sind wir auch dieses Mal eingekehrt. Weil es für mich nichts interessantes auf der Speisekarte gab (alles sehr deftig und fettig), habe ich mir ein Stück Käsekuchen bestellt. Auf dem Heimweg gab es dann noch 2 Kugeln Eis bei unserer Lieblings-Eisdiele.

 

Gestern Abend, nach dem Abendessen haben mein Freund und ich dann mal Tacheles gesprochen. Es gab seit dem Urlaub zu viele Ausnahmen auf den Tellern für uns. War mir vor Monaten Größe 36 leicht zu groß, so sitzt sie jetzt wie angegossen. Ach was sag ich: kein Blatt passt zwischen mir und dem Hosenbund mehr.

 

Und so gab es heute Abend gleich mal Fisch aus der Backröhre und dazu Salat. Mit Cola-Weizen werde ich beim Wandern auch mal ein wenig moderater umgehen. Über die Stränge zu schlagen ist ok. Man sollte einfach nur die Grenzen kennen.

 

Das Abnehmen ist natürlich auch nicht mehr einfach. Es ist, als gäbe es keinen Schlauchmagen mehr. Ich spüre Hunger und Satt. Und ich kann wieder Essen, auch wenn ich nur Kopfhunger und keinen Magenhunger habe.

 

Ein paar Tage habe ich Kalorien notiert, damit ich wieder ein Gefühl bekomme. Und jetzt heißt es auf mich zu hören und die Portionen wieder kleiner werden lassen. Den meist esse ich über den Magenhunger hinaus und befriedige meinen Kopfhunger. Noch handelt es sich lediglich um 2-3 kg, die ich wieder los werden möchte. Aber aus meinem Leben zuvor weiß ich, wenn man die Grenzen nicht früh genug zieht, kann der Schuss schnell wieder nach hinten losgehen. Wenn ich so weiter machen würde, wie im Moment, würde ich bis Dezember sicherlich noch 3 - 4 weitere Kilos mehr auf den Rippen haben.

 

Wie will ich es angehen?

 

  • ich esse wieder bewußt von einem Kuchenteller, weil die Portionen dann größer aussehen und mir persönlich das die Befriedigung schafft, die ich brauche.
  • zwischendurch, wenn nötig, gibt es Sachen wie: Rohkost oder Obst, da ich mit den Hauptmahlzeiten gut an meinen Kalorienbedarf komme
  • Lightprodukte finden wie bisher, keinen Weg auf meinen Teller
  • mehr Trinken, damit ich nicht Esse
  • bewusst ein paar Sünden einbauen, den in Maßen genossen sind sie eben doch keine Sünden
  • weiterhin nicht wiegen, sondern meine Kleidung als Maßstab hernehmen

Überhaupt, seit ich weder stoisch Kalorien zähle, noch täglich die Waage besteige, geht es mir besser. Was nicht heißt, das ich die Augen verschliesse. Ich habe einfach nur andere Hilfsmittel als Meßlatte herangezogen. Meine Kleidung sagt mir ziemlich gut an, wann es zuviel wird und wann es zuviel is(s)t!

Diese neue Meßlatte stresst mich kein bisschen und lässt mich weiterhin entspannt mit dem Essen umgehen. Ich weiß, wenn ich einige Dinge beachte, werden die Hosen wieder ein klein wenig lockerer und mein Teller ist trotzdem mit leckeren Sachen beladen.

 

Ich bin froh, das es sich nur um eine kleine, erneute Kurskorrektur handelt und ich nicht wieder einen langen Weg vor mir habe.

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