Frühstücks-Routine tut mir gut!

Tja, ich bin berechenbar geworden, was mein Frühstück anbelangt. Ich unterscheide nur noch "unter der Woche" und das "Wochenende". Und selbst an den kreativen Wochenenden ähnelt sich meist mein Frühstück. Ich bin quasi in Routinier geworden.

Ich habe mir eine Frühstücksroutine erarbeitet und die tut mir richtig gut. Von Montag bis Freitag gibt es bei mir seit Wochen immer Müsli "Marke Eigenbau" und Samstag, Sonntag Brötchen und Co..

Ich freue mich schon immer unter der Woche auf meine geliebten Zwiebelbrötchen am Wochenende. Und umgegkehrt, am Sonntag auf mein langweiliges Müsli, das ich zu Lieben gelernt habe.

 

Jeden Vorabend, nach dem Abendessen und Aufräumen bereite ich mir mein Frühstücksmüsli zu.
Es sind inzwischen immer:

 

  • 2 EL Flohsamen
  • 1 EL zarte Haferflocken
  • 1EL Sojaflocken
  • 1 EL Rosinen
  • etwas Zimt oder Vanille
  • zwei Drittel warmes Wasser
  • ein drittel kalte Milch

Manchmal bin ich spontan und dann werden im Winter die Trockenfrüchte getauscht. Da gibt es dann evlt. getrocknete Heidelbeeren oder getrocknete Cranberrys. Im Sommer werde ich das Müsli wieder mit frischen Beeren machen.

 

Früher wäre mir das auf Dauer langweilig geworden. Inzwischen  esse ich das jetzt seit ungefähr Mai - ohne Ausnahmen, wenn ich zu Hause bin.

 

Nur an den Wochenenden, da gibt es dann Brötchen und / oder ein viertel bis ein halbes Teilchen. Je nach dem wir groß oder mächtig das Teilchen ist. Oder noch lieber: selbstgebackener Hefezopf, 1 Scheibe mit etwas Margarine und Marmelade.

 

Seit ich beim Bäcker meine beiden Lieblingsbrötchen entdeckt habe, wechsel ich nur noch zwischen ganz einfachen runden Brötchen mit Belag oder dem Zwiebelbrötchen ohne Belag oder höchstens Margarine hin und her.  Also auch hier irgendwie immer das Gleiche ....  Gleiche .... Gleiche.

 

Und ich find´s grad richtig gut so. Ich überleg gar nicht mehr hin und her. Abends wird automatisch das Müsli für den Morgen gemacht.

 

Am Wochenende eben Brötchen und etwas kleines, süßes Gebäck / Hefezopf.

 

Das erleichtert mir mein Essleben unendlich. Ich überlege nicht mehr großartig, ergo ich sitzt nicht ständig zwischen den Stühlen weil ich mal wieder alles möchte und mich nicht endscheiden kann. Kann ich mich beim Belag für das Wochenendbrötchen nicht entscheiden, wird es einfach je nach dem in Stücke geschnitten und jedes Stückchen kann dann schon mal einen anderen Belag bekommen. Das ging schon mal soweit, das ich ein Brötchen geviertelt hatte,weil ich mich beim Belag nicht entscheiden wollte. *ggg*

 

Klar, es würde an so manchen Wochenende mehr als nur 1 Brötchen und was kleines in den Magen passen. Das mach ich aber nicht. Und weil ich erst gar nicht in Versuchung kommen möchte, fange ich in diese Richtung erst gar nicht zu denken an.

 

Mein Müsli ist seit Ende letzter Woche nun wirklich komplett Zuckerfrei - auch keine Alternativen oder Stevia. Die Süße kommt jetzt von den Trockenfrüchten und reicht mir vollkommen aus. Ich mag die Löffel, wo keine Trockenfrucht ist, so gänzlich ungesüßt und nur der pure Geschmack. Und ich bekomme ein Grinsen auf mein Gesicht, wenn ich dann in eine 12-Std. eingeweichte Rosine beiße. Himmel, ich hätte echt nie in meinem Leben gedacht, das mir das mal über die Lippen kommt.

 

Heute war ich dann auch bei meiner zweiten Nachsorge. Alles Palleti und er ist immer noch ganz begeistert  von seinen Brüsten. *ggg* Hm, dabei trage ich sie doch den ganzen Tag mit mir herum. Egal, die ersten Pflaster sind abgegangen und die Nähte jucken.

 

Ich habe es heute mal flirtender Weise versucht (kleiner Scherz) aber ich darf leider immer noch keine netten Bügel-BHs anziehen. Ebenso soll ich noch bei meinen straffen Miederhosen bleiben. Aber ich darf eben meine privaten Sportbustiers tragen und meine privaten Miederhosen. Die Kompressions-Wäsche ist damit Vergangenheit, huhu. Sie war zwar nicht störend, aber schon komisch, wenn unter jedem Oberteil so fette Träger mit Klettverschluss heraus gucken.

 

Wenn ich jetzt dann gleich Dusche, habe ich die Erlaubnis, alle Pflaster welche noch am Bauch angebracht sind, abzumachen. 14 Tage Post-OP sind genug, hat Dr. Amasha gemeint. Für die Brust gilt das leider nicht. Hier muss ich wirklich immer warten, bis sich die Pflaster zu lösen beginnen und dann erst darf ich es komplett entfernen.

 

Das kann bis zu 8 Wochen dauern, hat er mir heute eröffnet. Kinnlade ging tief runter, auch wenn ich grinsen musste. Ich habe mich halt nicht mit 8 Wochen Minipflaster auf den Brüsten herumlaufen sehen.

Im Dezember nach meiner REHA werden wir die Nachher Bilder machen. Bis dahin müsste alles soweit verheilt sein und die Schwellung noch ein Stück weiter zurück gegangen sein. Nach ca. einem halben Jahr sieht man dann, wie das Endergebniss ist.

 

Ich kann meine Dankbarkeit gar nicht oft genug Ausdruck verleihen. Das mein Körper das alles so klaglos mitgemacht und und immer noch mitmacht. Das die Medizin zu solchen tollen Dingen fähig ist. Das mein Ergeiz und Wille endlich dort sind, wo ich sie über 30 Jahre lang gesucht habe.

 

Mit Ende 40 erlebe ich nun wirklich eine körperlich gute Zeit.

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