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3 x Ich in Ton

Ich mag sie, alle Drei. Ich wußte gar nicht, wie ich die Figuren anfangen sollte, als ich da vor so einem großen Klumpen Ton stand. Und irgendwie haben sie sich geformt, von Innen heraus. Ich habe mehrere Ergotherapiestunden damit verbracht und sie das ein oder andere Mal noch ein wenig verfeinert. Was am Ende nun dabei herausgekommen ist, macht mich wirklich stolz.

Vor allem die mittlere Figur, vor den ersten WHO- OPs entspricht für mich der absoluten Realität. Der hervorstehende Brustkorb, die hängenden Brüste, die hängenden Bauchlappen, der unsichtbare Nabel.

 

Nach der OP, die kleineren Brüste, die zum Körper passen und auf Grund der Größe nun nicht mehr hängen. Die immer noch dicken Oberschenkel und der definierte Rücken.

 

Die Figuren haben während des Formens ziemlich viel in mir ausgelöst. Gerade die letzte Figur, die "Jetzt-Figur". Ich wollte da nicht ran, weil ich mich der Wirklichkeit stellen musste. Das war sehr schwer für mich, zumal ich mich so im Spiegel einfach noch nicht sehe. Ich habe Mitpatienten gefragt, die mir geholfen haben, die Proportionen für mich einzusortieren.

 

Sie sind so unperfekt, wie ich es bin. Und sie sind wunderschön, so wunderschön, wie ich mich hoffentlich bald finde. Meine Brüste finde ich schon wunderschön, ebenso meinen Oberbauch. Das ist schon mal ein guter Beginn, der Rest wird mit der Zeit folgen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Thela (Montag, 18 Dezember 2017 20:16)

    Wunderschön. Wie auch du.