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Nahtloser Übergang in den normalen Essalltag

Es hat ein paar Tage länger gedauert, als ich mir das vorgenommen habe. Dafür war der Übergang vom Weihnachtsgelage zum normalen Essverhalten nahtlos und ohne Stress für mich. Die Nascherei wurde in den letzten Tagen deutlich weniger, die Portionen wieder auf ein normales Maß zurückgefahren und das Essen zwischendurch hat wieder ein Ende gefunden.

Eigentlich hatte mich mir das ja so vorgestellt, das ich mit dem 27. 12. wieder von jetzt auf gleich in den normalen Alltags-Ess-Modus zurückkehre. Aber das Leben hat es anders mit mir gemeint. Und so hat sich dafür ohne großen Stress und Überwindung wieder mein normales Essverhalten etabliert.

 

Und dabei hat mich der Ausnahmetag Silvester überhaupt nicht aus der Bahn geworfen. Ich bin zwar über jede Schokolade hergefallen, die meinen Weg gekreuzt hat. Dafür hatte ich überhaupt keine Lust auf Alkohol oder alkoholhaltige Cocktails und hatte einen ziemlich kalorienarmen Getränkeabend statt dessen. Selbst das obligatorische Anstossen mit dem Sekt konnte mich nicht reizen. Dafür gab es einen wundervollen Kuss und eine tolle Aussicht über all die Feuerwerksbegeisterten Schauspiele.

 

Ich lese viel davon, das die Abnahme wieder mit voller Kraft vorangetrieben wird und finde diese Motivation um mich herum toll und inspirierend. Auch wenn ich selbst weiterhin keine Kalorien zähle sondern mich auf meinen gesunden Menschenverstand verlassen will. Ebenso bleibt die Waage weiterhin unangetastet. Ich merke aber schon die ersten kleinen Ergebnisse an meinen Jeans. Der Hosenbund drückt nicht mehr und ich fühle mich leichter und wohler.

 

Noch ein bisserl soll runter und dann ist auch wieder gut. Ich wünsche mir, das ich das augenblickliche Verhältnis zum Essen für länger bei behalte, denn es geht mir gerade gut damit. Froh bin ich auch darum, das die Süßigkeiten und Plätzchen jeden Tag ein wenig weniger wurden und ich dieses Mal so einfach und natürlich herunter fahren konnte.

 

Manchmal würde mich interessieren, warum einige Menschen anders reagieren als ich, wenn es um Süßes geht. Mein Freund isst so wie ich, also gemischt und auf alle Fälle mehr Kohlehydrate. Und garantiert nicht immer und ständig Vollkorn. Trotzdem ist es für ihn überhaupt kein Problem mit Süßigkeiten von einem Tag auf dem anderen Tag aufzuhören. Ich habe ihn auch schon gefragt, ob er dann nicht ständig an die Süßigkeiten in der Schublade denken müsste oder er eine Gier darauf hätte. Er hat Beides verneint. Er hat danach weder seelisches (also Kopfverlangen) noch körperliches Verlangen danach. Für ihn ist nach dem naschen einfach genug und gut ist.

 

Ob es Menschen mit einer unterschiedlichen Reaktion im Körper gibt. Oder wird bei mir einfach das Suchtareal im Hirn aktiviert und bei ihm  nicht? Das Suchtareal im Hirn würde ich gerne mal komplett ausschalten können. Wenn es dafür ein Medikament gäbe, ich wäre glaube ich, sofort dabei. Auch wenn es mir dieses Mal leicht gefallen ist, es wird wohl nicht immer so sein.

 

In diesem Punkt verstehe ich auch soviele Ärzte oder Ernährungsberater nicht, die einem weise zu verstehen geben, das man dann einfach aufhören soll und weg legen. Ich habe regelrecht innere Kämpfe auszufechten, die oft über Tage gehen können -wie auf Entzug. Und ich brauche oft auch mehrere Anläufe, bis ich dann wieder ohne Süßes sein kann.

 

Habe ich das geschafft und lebe ohne Süßigkeiten, dann habe ich viel öfters Lust auf Obst, wenn mir nach Süßem ist. Aber während so einer Suchtphase braucht mir keiner mit "dann iss halt einen Apfel anstatt Schokolade" kommen. Das empfinde ich in dem Augenblick echt als Hohn.

 

Aber im Moment bin ich ja wieder Süßigkeitenfrei.

 

Heute Abend haben wir Besuch. 4 frisch ausgenommene Saiblinge warten im Kühlschrank darauf, gewürzt zu werden und im Backofen zu garen. Dazu gibt es Rosmariekartoffeln und Salat. Und weil unsere Gäste Schleckermäuler sind, habe ich einen Kokosnussjogurt gekauft, den ich mit Obst und Rafaello in kleine Gläser schichten werde. Also ein ziemlich abgemildertes Dessert, auf das wir uns hier schon freuen.

 

Ach ja, Kieser war gestern wieder toll und ich spüre es heute wieder in den Oberinnenschenkeln.

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Thela (Montag, 08 Januar 2018 10:05)

    „Suchtverhalten“ ist nicht verlinkt. War das beabsichtigt? Liebe Grüße...Dora

  • #2

    Micha (Montag, 08 Januar 2018 11:29)

    Boah, wird Zeit das mich der Alltag wieder hat, echt!
    Habe zwar verlinkt, aber was nicht öffentlich gestellt wird, ist auch nicht erreichbar. *grrr*
    Jetzt ist wieder alles ok. Danke für den Hinweis!