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Lass uns tanzen ....

üben, komm schon!

 

So ging das den Samstag und Sonntag über. Vor fast 3 Jahren waren wir in einem Tanzkurs, aber mein Bandscheibenvorfall hat uns das Aus beschert. Das Taubheitsgefühl ist auch nicht wirklich zuträglich, aber mein Mann will Tanzen lernen. Einen weiteren Tanzkurs halten wir Beide für Zeit und Geldverschwendung, weil wir Bewegungslegasteniker sind.

Die neue TV-Technik und uTube machen es möglich - den Tanzkurs im heimischen Wohnzimmer. Und so haben wir dieses Wochenende mal wieder den Foxtrott aufgefrischt. Wir beide tun uns jeweil bei den Übergängen der einzelnen Tanzelemente schwer. Also vom Grundschritt in die Drehung und wieder zurück zum Grundschritt. Nur mal so als Beispiel. Das ging uns in der Tanzschule alles immer viel zu schnell. Und es gibt auch immer wieder Paare, die haben den Rhytmus einfach im Blut, herrlich. Wir aber nicht, wir müssen das alles akribisch erlernen.

 

Bei unseren Tanzkursen haben wir meist zwei Tänze je Abend gemacht. Den einen vertieft, den anderen als Basis gelernt. Bis zum nächsten Mal hatten wir schon immer fast alles vergessen. Zu Hause üben wir nun den Foxtrott bis zum Abwinken. Mit Musik, ohne Musik. Mit offenen Augen, mit geschlossenen Augen. Gerne auch nur den Übergang von Grundschritt zur Figur... einfach bis es wirklich sitzt. Und das ganze im Schneckentempo und ohne Grundrythmus. Einfach nur mal die Schritte aus dem FF beherrschen. Und dann wollen wir schneller werden und die Musik dazu nehmen.

 

Und erst wenn der Foxtrott klappt, kommt der nächste Tanz dazu. Geplant sind erst einmal: Foxtrott, Discofox, langsamer Walzer und die Rumba. Wir denken, damit haben wir wohl die wichtigsten Tänze erst einmal abgedeckt und mehr schwebt uns auch nicht vor. Ist für uns Aufgabe genug, die alle wirklich gut zu beherrschen, mit den verschiedenen Variationen und vor allem auch als "Paar". ;-)

 

Den jeder für sich, das ist weniger das Problem. Die Koordination von 2 Paar Füssen, inkl. Rythmus und Richtungswechel .... ohje, das geht oft in die entgegengesetzte Richtung ... wortwörtlich.

 

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Dann habe ich mir mal wieder viele Gedanken gemacht, wegen meiner Figur. Wie wichtig sind mir die 3 - 5 kg, die ich wieder abnehmen möchte. Fühle ich mich unwohl?

Das Paradoxe ist, ich fühle mich im großen und ganzen so richtig wohl in meiner Haut. Einzig die kleine Rolle am Oberbauch stört, die ich mir über Weihnachten erarbeitet habe. Alleine dadurch, das es keine Weihnachtsnaschereien mehr gibt, haltte ich mein Gewicht supergut. Das Röllchen am Oberbauch darf gerne weg, aber ich will da kein Drama mehr daraus machen.

 

Gesund kochen ja. Schon alleine weil es uns besser schmeckt und besser bekommt. Eingeschränkt Essen kommt für keinen von uns in Frage. Überhaupt möchte ich meinen Mann und meine Leihtochter gar nicht mit so Firlefanz wie Diät konfrontieren. Daher werde ich es mir einfach und unkompliziert machen. Mittags bin ich unter der Woche jeweils alleine zu Hause. Da gibt es dann zum Beispiel so Sachen wie Szegediner Putengulasch für mich oder andere leichte Sachen, die ich gerne esse und auf die ich Lust habe. Hier habe ich mir ja eine Menge Rezepte im Laufe meines Diät-Lebens erarbeitet, die in den Ernährungsalltag übergegangen sind, weil sie einfach super schmecken.

 

Zu mehr Zugeständnissen bin ich nicht mehr bereit und ehrlich gesagt denke ich inzwischen auch, das das "mein ganz eigener gesündester Weg" ist. Kein Verzicht nur ein bewusstes Mittagsessen ohne Ablenkung.

Außerdem habe ich eben meinen letzten OP Termin für meine Gesäß- und Oberschenkelstraffung vereinbart. Sie ist nun auf den 3. März 2018 festgesetzt. Meine letzte OP, ich kann es nicht glauben. Und ich merke wirklich, welchen großen Einfluß die OPs auf meine Psyche und mein körperliches Selbstbild haben. Obwohl ich einige Kilos schwerer bin, als nach der OP, fühle ich mich schlanker und fitter als davor. Die hängenden Hautlappen waren eine größere Belastung für mich, als ich mir eingestehen konnte. So bin ich nun schlussendlich auch froh, wenn ich die letzte OP machen lasse.

 

Ich bin weit entfernt von einem perfekten Körper nach Medienmeinung und noch nie war ich so nah dran, an meinem ganz eigenen perfekten Körper. Ich beginne die kleinen Rollen und Dellen zu aktzeptieren. 60 % aller Frauen sind unzufrieden mit ihrem Körper und ich gehöre immer noch dazu. Wenn es sich auch schon gebessert habe. Aber ich will zu den 40 anderen % gehören und meine Cellulite stolz im Schwimmbad zeigen. Das ist mein Körper, der meiner Seele jeden einzelnen Tag seines Erdgebundenen Lebens ein Zuhause gibt. Also mache ich was draus.

 

Weiterhin Bewegung die Freude macht und mir viel Spass bringt. Essen das mir schmeckt und was mir schmeckt. Oft Danke sagen, den das habe ich bisher viel zu selten. Und noch viel mehr Lachen, als ich es jetzt schon tue. Dinge nicht so ernst nehmen, weil es oft verschwendete Zeit ist. Dafür den Spass und die Leichtigkeit am Leben viel ernster nehmen, weil ich nur ein Leben zur Verfügung habe.

 

............... also lass uns tanzen...lachen...leben...

 

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