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Zahlen sind Zahlen, sind auch nur Zahlen

Ich war heute Morgen das erste Mal nach ca. 5 Wochen wieder mal auf meiner Heimatwaage. War eine spontane Entscheidung, nach dem mein Schatz heute morgen fast hinten übergekippt ist. ;-)

Was soll ich sagen: Zahlen sind Zahlen, sind auch nur Zahlen! Den seit heute Morgen beobachte ich mich genau. Neige ich zum Frustfressen? Neige ich zu Extremaktionen?

Dieses Herumeiern, dieses Vor und Zurück mit meinem Körper. Ich finde das gerade eine sehr spannende und lehrreiche Zeit für mich.

 

Was ich feststellen kann, ich habe bisher zwei Gewichtszonen bei mir entdeckt, da ist alles für mich im grünen Bereich. Das gibt es meine "absolute Wohlfühlzone" in der ich mich befinde, wenn ich zwischen 53 und 55 kg wiege. Dann gibt ees für mich eine "Komfortzone", das ist da wo ich mich jetzt befinde. Die liegt nach oben gesehen bis 58 kg (mein Gewicht von heute Morgen). Wie es nach unten hin aussieht, das weiß ich nicht.

 

In der Komfortzone breche ich nicht in Panik aus, sondern kann dem Gewicht ruhig und gelassen in die Augen sehen. Komfortzone heißt für mich: jetzt will ich mal wieder etwas besser auf mich und meine Ernährung aufpassen und die Bewegung evlt. ein bisserl anziehen.

 

Es ist echt komisch für mich und ich beobachte mich ein wenig ungläubig. Den ich hatte echt etwas Bammel davor, das ich evlt. irgendwelchen extremen Kram machen würde. So nach dem Motto: die nächsten Tage wird das Essen aber rigoros rationiert. Nichts dergleichen passiert mit mir gerade.

 

Ich habe wie immer gefrühstückt. Wie vorgenommen, gab es ein leichtes Mittagessen in meiner normalen Portionsgröße. Ich will nicht an der Menge sparen, sondern einfach nur mit Sinn und Verstand kochen und Essen.

 

Und ich habe zwei meiner Lieblingskleider anprobiert. Ja, ich finde mich inzwischen wunderschön darin. Das mit weniger Gewicht, das war nicht. Auch wenn ich es am Anfang dachte. Jetzt sehe ich da ein kleines Bäuchlein, schön geschwungene Hüften und einen tollen Busen. Meine nudefarbenen Pumps mit unglaublichen 9 cm Absätzen machen total schlanke, schöne Beine. Wenn der Rock kurz vor oder nach dem Knie aufhört, sieht das richtig sexy aus. Mit den Absätzen bekomme ich im Kleid so einen tollen knackigen Po, das ist mir heute im Spiegel das erste Mal aufgefallen.

 

Die Essstörung - der Kopf - will immer noch ein anderes Gewicht. Je weniger, umso besser denkt er. Auch wenn ich gerade komplett ruhig auf die Waage reagiert habe, ich weiß das die Essstörung nur gerade ein Nickerchen hält. Daher steht es immer noch auf Priorität 1, was meine Verhaltenstherapie anbelangt.

 

Das ich den Waagegang heute so toll gemeistert habe, lässt mich sprachlos und überglücklich zurück. Das ich in meiner Komfortzone nicht austicke, sondern recht gelassen reagiere - wer hätte das einmal für Möglich gehalten. Das ich mein Vorhaben der letzten Tage, es sehr langsam und mit Esslust anzugehen, beibehalte ... kaum fassbar für mich.

 

Alles in Allem scheine ich nun wirklich auf dem richtigen Weg zu sein. Das Autogene Training zu Hause, die Rehabilitation, mein "auf mich achten", das alles scheint endlich seine Wirkung zu entfalten. Umso mehr freue ich mich heute Abend auf meine erste Kursstunde, wo ich verschiedene Entspannungstechniken in den nächsten Wochen erlerne. Es zeigt mir, ich bin mit allem was ich gerade so anstrebe auf dem richtigen Weg - auf meinem Weg!

 

 

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