· 

Ohne Worte 2

Finde keine passende und vor allem, positiv gestimmte Überschrift.

 

Habe gestern Abend doch noch Abführtropfen genommen. Habe sicherlich eine halbe Stunde mit mir gerungen und die Vor- und Nachteile abgewägt. Habe mich danach dagegen entschieden. Als ich dann aber meine abendlichen Tabletten genommen habe, sind wie in Trance 23 Tropfen Abführmittel in meinem Glas gelandet. Bin kurz erschrocken und habe daran gedacht, das Glas auszuspülen. Irrational habe ich beschlossen, das das eine Verschwendung wäre.

Vollkommene Plem-Plem-Entscheidung meinerseits. Den mit jedem Tag mehr, wo ich Tropfen nehme, fällt mir der Ausstieg schwerer.

 

Gestern habe ich gegessen:

  • 3 x 50% Eiweißriegel zu je 40 gr.
  • 1 dünne Scheibe Vollkornbrot mit viel Camenbert und 1 große Paprika
  • später noch 2 Mandarinen (mit schlechtem Gewissen, weil noch satt vom Abendessen)

 

Heißt  für mich, das ich heute auf keinen Fall mehr essen darf, sonst zeigt die Waage auch mehr an. Keine Zunahme, schon klar. Aber es ist mehr Essen im Darm und das zeigt die Waage nun mal an. Zum Glück habe ich keinen Hunger, obwohl es schon gleich 10:00 Uhr ist.

 

Außerdem will mein Freund heute schon früher von der Arbeit heimkommen. Das heißt, das wir evtl. gemeinsam Mittagessen. Falls das eintrifft, habe ich mich jetzt schon für das Gleiche wie gestern Abend entschieden. Brot mit Camenbert und Paprika.

 

Das Frühstück konnte ich gekonnt umschiffen. Habe mir zwar meinen Eiweißshake gemacht und auch ein paar Mal mit dem Strohhalm daran gezogen. Aber am Ende habe ich nicht mal einen Fingerbreit davon getrunken. Als das Auto weg fuhr habe ich den Shake gleich im Abluss entsorgt. So kann ich nicht in Versuchung geraden. Und außerdem habe ich ja noch keinen Hunger.

 

Habe überlegt, wie ich das mit dem Abführmittel hinbekomme, ohne das es auffällt.Klaro, hatte auch schon mal so Abführperlen. Die kann ich bei Bedarf zu meinen täglichen Medikamenten schmuggeln, wenn ich mich gerade recht aufgebläht fühle.

 

Ansonsten habe ich mich über den gestrigen Tag noch anständig im Bett geärgert. Das mit den Eiweißriegeln hätte echt nicht sein müssen. Warum konnte ich nicht bis zu meinem Eiweißshake bis zu Hause warten. Dann wäre ich jetzt vielleicht nicht wieder in dieser verdammten Schleife.

 

Habe mir vorgenommen, das ich jeden Tag in mich gehe und nach Sachen suche, die ich gut gemacht habe oder gut kann. Ob das wohl blöd kommt, wenn ich mich vor den Spiegel stelle und mir sage, das ich perfekt bin, so wie ich bin? Wahrscheinlich. Aber vielleicht sollte ich das auch in meinen Tagesablauf integrieren.

 

Ansonsten freue ich mich auf den Urlaub. Also ich freue mich auf die Zeit mit meinem Freund und die Dinge die wir unternehmen wollen. Das Essen macht mir Angst. Überlege schon die ganze Zeit, wie ich das einigermaßen Schadensfrei über die Bühne bekomme. Südtirol ist halt wirklich nicht für seine leichte Küche bekannt. Da gibt es deftig, süß und vor allem sehr Hochkalorisches. Die Wanderer und Sportfanatiker sollen ja nicht vom Fleisch fallen. Schlimm, weil ich mich nach ein paar Tagen mit schwerem Essen vor mich selbst ekle.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Daniela (Dienstag, 30 Januar 2018 15:03)

    Nicht vor den Spiegel stehen und dir sagen du seist perfekt, warum auch, musst du denn perfekt sein?
    Stell dich doch vor den Spiegel und sag dir, dass du dich liebst, genau so wie du bist, weil du so, wie du bist (egal ob mit 3 kg mehr oder weniger, einem Röllchen am Bauch mehr oder weniger) einfach wundervoll und einzigartig bist.
    Sag dir das jeden Tag, jedes mal wenn du an einem Spiegel vorbeikommst und auch sonst...dein Bewusstsein glaubt es dir vielleicht anfangs nicht, aber mach es einfach weiter...denn dein Unterbewusstsein nimmt es auf und wird es irgendwann als deine neue Wahrheit einbauen und die alte Wahrheit, die du dir lange genug auch eingeredet hast, einfach löschen <3