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Wie läuft´s?

Eigentlich gar nicht so schlecht, wenn man auf die Entwicklung sieht.

 

Seit ich Butterkekse im Haus habe, liegt die Minzschokolade unbeachtet in der Ecke. Selbst wenn sie offen auf dem Tisch liegt, macht sie mich gerade nicht an. Die andere gute Nachricht: es sind noch Kekse in der Packung. Und zwar die Süßen und die Salzigen. Das ist schon mal ein Anfang.

 

Gestern wollte ich mir dann noch etwas vom Bäcker kaufen und hatte so eine innere Diskussion. Ich war mal wieder nicht zimperlich mit mir selbst, im Hirngespräch und musste mich stoppen. Nach dem erledigten Einkauf bin ich dann in der Vorhalle zum Bäcker hin und habe erst einmal die Auslage angesehen.

So gesehen, es läuft in kleinen Schritten und das ist schön so. Mein Frühstücksmüsli habe ich für die nächsten Tage von 1,5%iger Milch auf 10%igen Rahmjogurth Natur umgestellt. Eben probiert, schmeckt klasse und cremig. Ich mag den Geschmack auf der Zunge und zusammen mit dem Müsli hat mich das kleine Schüsselchen sehr gut satt gemacht. Mal sehen, wie lange die Sättigung ungefähr anhält.

 

Beim gemeinsamen Frühstück musste ich heute allerdings ausstecken und habe nur einen großen Pott Kaffee getrunken. Kurz nach sechs Uhr ist nun wirklich nicht meine Frühstückszeit.

 

 

Die letzten Tage habe ich immer wieder nach adequaten Stellen für mich gesucht. Ist nicht einfach, mein Geist setzt da inzwischen engere Grenzen. Aber mir ist etwas über den Weg gelaufen. Die Stadt-verwaltung sucht für die Stabsstelle Presse eine Assistentin als befristete Halbtagsstelle. Das Aufgabenspektrum ist breit angelegt und die krankheitbedingte Befristung kommt mir gerade gelegen. Halbtags ja sowieso, muss ich gar nicht länger darüber nachdenken.

 

Habe gestern schon mit der Bewerbung angefangen, sie will mir dieses Mal nur nicht so leicht von der Hand fliessen, wie ich das in der Vergangenheit gewohnt bin. Also versuche ich es heute mit neuer Energie, da eine Bewerbungsfrist gesetzt ist. Und sie erscheint mir wirklich sehr, sehr interessant zu sein. Von der Rentenversicherung habe ich leider noch nichts gehört, was weiterbildende Maßnahmen betrifft. Aber hier will ich den schlafenden Hund nicht wecken. Ich will Weiterbildung und habe aber gleichzeitig Angst, das ich einem vollen Schultag nicht gewachsen bin. Irgendwie, das muss ich zugeben, schiebe ich das echt vor mir her oder gehe dem aus den Weg. Egal wie man es nennt, diese Münze hat für mich zwei extrem unterschiedliche Seiten.

 

Die Bestrahlung bei meinem Papa ist inzwischen vorbei. Ob der Krebs wirklich komplett zurückgeht, kann man erst in einigen Monaten sagen. Er hat sich zumindest schon verringert. Aber ich merke wie sehr wir alle an unserem Papa hängen. Das schweisst uns Geschwister schon irgendwie zusammen und wir geniessen die gemeinsamen Zeiten noch mehr als sonst schon.

 

Nach dem Haus ist vor dem Haus. ;-)

Immer wieder fängt er davon an, dabei sind wir noch nicht einmal ein Jahr in unserem Haus. Aber er geht davon aus, das wir in ein paar Jahren evlt. noch einmal bauen werden. Dann nur noch eingeschossig und kleiner, wenn das letzte Kind die selbständigen Flügel ausgebreitet hat. Er hätte gerne einen Bungalow in U-Form, damit er einen eigenen Flügel für seinen Testraum hat. Den er testet natürlich regelmässig seine Verstärker und Vorverstärker zu Hause, bevor sie an die Kunden ausgeliefert werden. Für meine Ohren ist das immer stressig, weil die Musik dann echt laut ist. Da hilft dann auch keine schalldichte Türe mehr im Obergeschoss. Die Musik dringt durch das ganze Haus. Zum Glück sind die meisten Nachbarn ältere Semester und ich wünsche ihnen, das sie nicht mehr zu 100 % hören. ;-)

 

Noch glaube ich das Ganze nicht so recht, aber er spricht mit einer ziemlichen Regelmässigkeit davon. Wäre dann zumindest näher an meiner Heimatwurzel, weil er dann in Richtung des eines Geschäftspartner ziehen würde. Damit würde sich der Weg zu meinen Eltern und Geschwistern mal eben halbieren. Jetzt nur nicht in Vorfreude ausbrechen .... ganz langsam und tief durchatmem ..... Ohm .... und der Dinge harren, die da kommen könnten.

 

Ach ja, nach telefonischer Rücksprache mit meinem Psychiater darf ich trotzdem mal eines der Anti-Depressivas ausschleichen lassen. Wir wollen sehen, was die stationäre Reha gebracht hat und ob ich auch mit einer kleineren Dosis so stabil bleibe, wie ich es nun seit einigen Wochen bin.

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