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Probearbeitstag und Vorstellungsgespräch

Ui, das war interessant und spannend gestern. Und ich war platt wie Flunder nach den viereinhalb Stunden in der Praxis. Aber dafür habe ich auch eine Menge erlebt, das hätte ich gar nicht gedacht.

 

Und gleich geht es zu meinem Vorstellungsgespräch bei dem Getränkegroßhandel um die fahrbare Ecke. Ich freue mich tierisch darauf.

 

Nach dem ich gestern echt platt nach Hause kam, als der Adrenalinspiegel wieder auf ein normales Maß heruntergefahren war, habe ich meine Anrufrunde gemacht.

 

Rentenversicherung: nachgefragt, wie lange sich eine Entscheidung noch hinzieht, was eine Fortbildung anbelangt.

 

Arbeitsagentur: Endlich einen Termin bekommen. Natürlich hat der MDK wieder nach Aktenlage entschieden, obwohl ich extra angefordert habe, dort persönlich vorzusprechen. Hier wird mir die Entscheidung am 23.03. vor Ort mitgeteilt.

 

Im Krankenhaus habe ich dann allerdings niemanden mehr erreicht, das will ich gleich noch einmal versuchen.

 

Tja, der Probevormittag war spannend. Es gibt dort 3 Tierärzte und einige Helferinnen. Die Stelle wurde ja für den Empfang ausgeschrieben, soll aber bei Bedarf auch Assistenz und OP mit abdecken können. Also habe ich mir gestern den Empfang unter die Lupe genommen. Auch gleich mal bei Telefonanrufen mitgeholfen, war alles kein Problem.

 

Ich habe auch zweimal mit assistieren dürfen, bei Behandlungen. Das hat mir natürlich richtig gut gefallen, den mit Tieren habe ich es ja. Egal ob fauchende Katze oder großer ängstlicher Hund. Und da ich auch schon Reptilien von meinem Nachbarn versorgt habe, habe ich auch damit keine Probleme.

 

Der Hammer war aber, das ich auch bei einer OP mit über die Schulter blicken durfte. Es wurden zwei Tumore entfernt, einer davon war anscheinend schon ziemlich groß. Blut und Fleisch riechen metallisch und das war es auch für mich. Weder wurde mir schummrig noch übel. Und das wollte man einfach auch testen. Gegen Behandlung und OP ist der Empfang ja geradezu langweilig.

 

Es kommen diese Woche noch mehr zum Vorstellungsgespräch, ich war die Erste. Übernächste Woche rufen wir uns zusammen.

 

PRO:

  • nette Kollegen
  • kurzer Arbeitsweg
  • Parkplatz vorhanden
  • spannende und abwechslungsreiche Arbeit

KONTRA:

  • absolut miese Bezahlung (eine Fachkraft bekommt als Einstiegsgehalt 1.600 € Brutto. Ich bin keine Fachkraft und arbeite max.30 Std., lieber wäre Ihnen 20 Std.)
  • unregelmässiger Teildienst (Vormittags und Nachmittags)

 

 

Um 10:00 Uhr habe ich jetzt gleich das Vorstellungsgespräch für die Bürofachkraft bei unserem Großhändler um die fahrbare Ecke. Ich gerade mal 6 oder 7 Kilometer entfernt und bei schönem Wetter ein Katzensprung mit dem Fahrrad. Habe mit dem Eignerehepaar telefoniert, beide machen einen sehr entspannten Eindruck am Telefon. Ebenso die Mitarbeiter, die ich bisher am Telefon hatte. Die im Laden kenne ich ja, die sind allesamt nett und entspannt.

 

Das wäre mir der liebere Job von den Beiden. Einfach schon wegen der Arbeitszeit und weil er noch ein klein wenig näher ist. Außerdem hatte ich gestern nach dem vielen Stehen Rückenprobleme im unteren Ledenwirbel. Nichts was mich umbringt, was aber trotz Abnahme und Training nicht in den Griff zu bekommen ist. Auf Dauer dann wohl ein Grund, warum ich dort evtl. nicht sehr viele Jahre arbeiten könnte.

 

Für mich bleibt es einfach spannend und ich freue mich gerade tierisch auf das Gespräch gleich. Von der gestrigen OP bin ich immer noch beeindruckt und ich freue mich, das mir das nichts ausgemacht hat. Eher habe ich die Helferin und den Arzt ausgefragt, was gerade gemacht wird und warum.

 

Die Ärztin fand mich zupackend, wissbegierig, ohne Scheu vor Tieren und auch ein wenig forsch.Was,wie sie mit einem Augenzwinkern sagte, wohl an unserem Alter liegt, die kennt das von sich selbst.

 

Ich bin auf alle Fälle gespannt, wo ich meine berufliche Heimat finden werde. Vielleicht läuft es noch auf etwas ganz anderes hinaus, wo ich jetzt überhaupt nicht daran denke. Keine Ahnung, aber ich lass mich jetzt einfach mal mittreiben, mit dem Strom und fühle mich wohl dabei.

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