Oh mei, war des a Woach!

Oh man, war das eine Woche *gg*. Bin stehend K.o., aber zwischen Spaß und Stress war auch alles dabei.

Sportlich musste ich am Freitag leider passen, das Wetter hatte mich und meinen Kreislauf schachmatt gesetzt.

Und am Ende der Woche habe ich auch mal wieder einiges Neues über mich erfahren.

 

 

Die Woche war zu, das war mir von vornherein klar und ich war dadurch auch ziemlich angespannt. Da ließ sich einfach nichts daran ändern. Ab Freitag war dann Endspurt für die Geburtstagsfeier angesagt. Muffins und trockenen Kuchen backen. Ein paar Kinderspielsachen besorgen und was man halt sonst noch so macht. Mein Freund und Ich, wir gingen Vormittags getrennte Wege für die Besorgungen. Nachmittags waren wir für die letzten Einkäufe dann noch gemeinsam unterwegs.

 

Samstag dann noch den letzten Blechkuchen gebacken und die Tische aufgestellt und eh ich mich versah, war ich dann auch schon mein Patenkind von Kotze befreien. ;-)

 

Wir waren am Ende über 20 Erwachsene und 4 Kinder. Ich hatte das Gefühl, das es mich mehrfach geben müsste. Immer wieder wollten die lieben Kleinen ihre Tante haben und ich wollte die lieben Kleinen haben. Aber die Erwachsenen mussten zuerst versorgt werden. Das erste Mal richtig zum sitzen, kam ich erst zum Abendessen. Bis dahin war ich ständig am Laufen, obwohl mir öfters gesagt wurde, ich sollte mich setzten. Was willste machen, wenn man ständig nach einem ruft.

 

Ich habe immer wieder ein Break gemacht und mich dann zum aufräumen in die Küche verzogen. Mir wurde das unterm Carport öfters mal zu viel. Vor allem, wenn mehrere Menschen auf einmal was von mir wollten. Erst gegen späteren Abend, als fast alle Weg waren, kam ich zur Ruhe und konnte relaxed mit am Tisch sitzen.

 

Sonntag war dann auch gar nicht mehr soviel zum aufräumen da und wir waren noch vor Mittag fertig. Ich war allerdings auch so fertig, das ich trotz 9 Stunden Schlaf nochmals für fast 5 Stunden auf der Couch tief und fest Auszeit hatte.

 

Eigentlich dachte ich ja immer, das ich eher so ein Typ "passt schoa" bin. Also alles so Huschhusch erledigen, muss nicht perfekt sein. Gerade bei der Party habe ich festgestellt, das ich der perfekte Gastgeber sein wollte, auch wenn ich es nicht war. Schrecklich, diese Eigenschaft. Weil ich mir so das Leben echt selbst schwer mache. Und dann die Vergesslichkeit mit dem Antidepressiva .... beim einschieben von meinem Blechkuchen will ich noch die Eieruhr stellen. Kaum ist die Ofentüre zu, schon habe ich es vergessen. Natürlich war mein Quarkstreusel zu lange im Ofen und schön knusprig. Musste die ganzen Ränder opfern. Ich selbst war echt geknickt und habe mich dafür geschämt. Soviel Puderzucker habe ich noch nie auf einen Kuchen verteilt.  Geschmeckt hat er trotzdem sehr gut.

 

Ein anderes Erlebnis war die Begegnung mit einer Bekannten. Sie fand mich in meiner dünnsten Zeit toll, weil sie selbst so eine zierliche Figur hatte, mit 19 Jahren. Nur hatte sie bisher nicht die richtige Motivation zu einer Ernährungsumstellung. Als ich sie dann am Samstag begrüßte, stand die zierlich vor mir. Nicht das sie vorher dick gewesen wäre, sie hatte eine ganz normale, schlanke Figur. Ich habe ihr gratuliert und mich mit ihre gefreut.

 

Sie war von mir dann eher enttäuscht, weil ich ja wieder ein paar Kilos mehr auf den Rippen habe. Ich muss gleich mal ein Bild von mir machen. Egal, ich bin dann irgendwie sofort in den Verteidigungsmodus gefallen und habe mich für meine Zunahme rechtfertigen wollen. Im Nachhinein hat mich das etwas geärgert. Den die meisten aller Tage fühle ich mich wohl in meiner Haut. Nur noch selten erliege ich meinem Optimierungswahn, was meinen Körper anbelangt. Sich mit knapp 50 den Körper einer 20ig-jährigen zu wünschen .... das ist mir inzwischen die übermenschliche Anstrengung nicht mehr wert.

 

Diese Bekannte hat mir auch den Spiegel vorgehalten - den Vergangenheitsspiegel (zumindest zumeist).
Sie war etwas irritiert, das wir keine Light Getränke hatten, außer meine Kirsch-Pepsi. Sie wollte sich mit mir über Diät unterhalten und ihr fast KH-freies Essleben. Mir erscheint das inzwischen wie eine andere Welt. Und ich sehe einfach nur mit Entsetzten, das ich sogar noch viel, viel schlimmer war, zu meinen schlimmsten Zeiten. All diese Regeln, welche ich mir selbst gesetzt hatte und denen ich mich freiwillig gebeugt habe.

 

Ich freue mich für Sie, den jeder der sein gesetztes Ziel erreicht, der kann unendlich stolz auf sich sein. Aber zum Glück ist das im Moment nicht mehr meine Welt. Die meiste Zeit greife ich nun unbeirrt zu und mein Kopf teilt nicht mehr automatisch in Gut oder Schlecht. Diese Begegnung zeigt mir auch, was für einen weiten Weg ich inzwischen hinter mir habe. Und so ein bisschen bin ich auch stolz auf mich.

 

Nix Bild, Batterie ist leer. Muss mal gucken, wann ich wieder Zeit habe. Diese Woche sollte ich noch in der Firma aushelfen. Der Mitarbeiter ist im Urlaub und es sind einige Bestellung eingegangen.

 

Mein Gefühlslage schwankt, wie fast immer, zwischen "OK und Scheiße" hin und her. Höher gehe ich mit den Tabletten aber nicht mehr. Besorge mir einen Termin bei meinem Tabletten-Psycho-Dok und frage mal nach, ob es da auch etwas gibt, war mir nicht die Hirnleistung eines Greises beschert. Außerdem wäre ich gerne mal wieder "etwas mehr Glücklich", wie das jetzt der Fall ist. Bin die letzten Tage ziemlich ruhig geworden und laufe quasi "Undercover" zu Hause umher. Will keinen mit meiner miesen Laune den Tag verderben. Draußen scheint die Sonne, wir sind von Unwettern verschont und ich blase trübsinnige Traurigkeit vor mir her.

 

Scheiße, muss schon wieder los. Dabei wollte ich noch soviel berichten. Habe mich in meiner Trübseligkeit nämlich einem Kaufrausch hingegeben, der mich für einen Tag hat strahlen lassen. Nur mal kurz:

 

  • 3 Paar tolle Glitzerschuhe
  • Vivosport von Garmin
  • HighTec Damenepilierer
  • nettes Kleidchen von Esprit

Ja, ja, Frau war nicht untätig und hat Kohle aus dem Fenster geschmissen. Alles zur Bekämpfung meiner Trübseligkeit natürlich. Als Therapie quasi ;-)-

 

 

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