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Wanderwoche

Das Katzenfutter stapelt sich Dosen- und Beuteweise in der Küche. Alle Zeichen stehen auf Urlaub. Morgen muss ich unbedingt meine beiden Trekkinghosen noch kürzen, damit ich gut gerüstet bin. Und meinen Akku für das eBike muss ich auch noch laden. Und dann kann es losgehen. Wir fahren diesen Samstag nach dem Frühstück los und bleiben bis nächsten Freitag. 5 1/2 Tage Zeit um zu Wandern, zu Biken und das ein oder andere Schloss zu besichtigen. Und wieder ganz viel Zeit für uns Zwei.

 

 

Unsere Feier am letzten Samstag war gemütlich. Meine Familie und die Schwester und der Schwager von meinem Schatz. Wir haben am Ende 3 Biertische als einen großen Tisch zusammen gestellt und die Bänke drum herum. Für mich war das wirklich sehr entspannend. Den ich hatte das Gefühl das ich allen meinen Gästen gerecht werden konnte und ich gleichzeitig entspannt war.

 

Die Reste vom Blechkuchen wurden überhaupt nicht angetastet und von den frischen Küchle sind auch einige übrig geblieben.

 

 

Die übrig gebliebenen haben wir am nächsten Tag entsorgt, nach dem wie dafür keine Abnehmer gefunden haben. Schade, aber wir wollten sie auch nicht länger aufheben und essen müssen.

 

Abends gab es noch das Chilli aus Rinderhack und dazu frisches Weißbrot und Holzofenbrot mit selbst gemachter Kräuterbutter. Wir haben versucht nicht zuviel davon zu machen, aber ist natürlich trotzdem etwas übrig geblieben. Hier habe ich die Reste auf drei kleine Portionen für mich eingfroren. Das ist gutes Mittagessen für mich, ich brauche dazu kein Brot oder andere Beilagen.

Hier bin ich gerade mit Zweien von meinen kleinen Gästen zu Gange. Als gute Tante hatte ich natürlich einige Seifenblasen-Sets zu Hause. Das kleine bezaubernde Mädchen mit dem Apricotfarbenen Kleid ist mein Täufling. Und Jeans-Mäderl und ihr Bruder haben vor einigen Wochen ja bei mir geschlafen.

 

Meine Gefühlsebene hat sich für den Moment eingependelt. Die reine Freude kommt nur selten durch, außer zum Beispiel, wenn meinen kleinen Gäste da sind. Dafür habe ich zur Zeit auch keine ausgeprägten Stimmungstiefs, was auch etwas sehr schönes ist.

 

Eine große Last ist mir wirklich mit dem Abschicken des vorläufigen Rentenantrages genommen worden. Obwohl ja nicht absehbar ist, wie der Antrag ausgeht. Hauptsache weg, den jetzt liegt die Verantwortung nicht mehr in meinen Händen. Jetzt ist jemand anders am Zug. Mir fällt es eindeutig schwer, wenn ich immer an der Reihe bin.

 

Wir haben ja am Montag unseren Alltagsflitzer abgeholt und ich bin dann zu Hause noch eine Runde damit gefahren. Untertourig, übertourig, zu schnell auf die Bremse welche wirklich verdammt gut anspricht. Kurz um, ich bin gefahren wie eine blutige Anfängerin. Und dann noch einen Umweg, auf fremder Strecke, weil ich mich überreden habe lassen. Zu dem Zeitpunkt waren wir schon seit über 12 Stunden auf den Beinen und ich war übermüdet. Die berechtige Kritik meines Lebensgefährten danach hat mich stark getroffen. Beinahe wäre es in einen größeren Streit gemündet, wir haben aber rechtzeitig die Riemen gezogen. Wir haben dann Scherze über meine Fahraktion gemacht. Damit konnte ich besser umgehen und ich war nicht verletzt.

 

Viele beziehe ich immer sofort sehr persönlich. Ich fühle Kritik als etwas sehr, sehr persönliches und kann damit überhaupt nicht umgehen. Ich gehe sofort an die Decke, das ist nicht gut und dadurch bin ich für andere schwer einschätzbar. Das ist eine Eigenschaft an mir, welche ich selbst nur sehr ungerne mag.

 

Das ist jetzt also unser neuer "Kleiner Flitzer" für den Alltag. Damit fahr ich einkaufen und mache die ganzen Erledigungen. Mit dem "Scheisser" geht es dann auch zu dritt auf die Piste, wie zum Beispiel eben gerade auf einen Keller (fränkischer Biergarten").

 

Nur mal soviel zum Flitzer.

 

Ich für mich bin auf alle Fälle froh, das sich eine Gefühlsdecke über mich gelegt hat. Sie macht das Leben leichter für mich, wenn auch nicht immer für mein Umfeld. Ein wirklich großes Manko unter meinem Medikamenteneinfluss ist meine Reaktionszeit und mein Denkvermögen / Erinnerungsvermögen.

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