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Zurück und schon in Therapie :-)

Bin seit 3. Januar wieder im Lande. War nur etwas stressig bis Heute. 6 Ladungen Wäsche, Steuererklärung und Antrag für Beitragsbefreiung der Krankenassenzuzahlungen ..... blablablubber.....

Gestern dann noch das große Essen zu Heilig Drei König, das in Bayern ja ein Feiertag ist.

 

Nun sitze ich geplättet in der Klinik. Bin heute Morgen um kurz vor halb Neun hier angekommen....

Alles Neu und ich bin nach den ersten Essgängen komplett durch den Wind. Bin total verunsichert, aber mit festem Willen das durchzuziehen und den Ärzten zu vertrauen.

 

Essen fällt mir wirklich richtig schwer, zumal hier die Portionen ziemlich groß sind und ich sie mit Schlauchmagen nicht aufessen kann. Nur mal so als Beispiel: Zum Abendbrot 4 Scheiben Kastenbrot, 2 kl. Stücke abgepackter Butter und 5 Scheiben Käse, etwas Kräuterquark und Tomatenscheiben. Schon alleine bei dem Anblick der 4!!!! Scheiben Vollkornbrot bin ich fast aus den Latschen gekippt und wäre am liebsten heulend nach Hause gerannt.

 

Mit Tränen in den Augen habe ich heute meine Ärztin, meine Bezugstherapeutin und einen meiner Co-Therapeuten darum gebeten, mit der Klinik Rücksprache zu halten, wo ich mit meinem Schlauchmagen betreut werde. Solche Mengen auf eine Mahlzeit gehen auf keinen Fall in meinen kleinen Magen und ich würde sie nur wieder ungewollt erbrechen.

 

Wir sind jetzt so verblieben, das die Menge über den Tag verteilt bleibt und ich sie auf 5 mal Essen muss. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ich da nicht zunehme. Und das, obwohl ich inzwischen wieder bei leichtem Übergewicht angelangt bin.

 

Es fällt mir schwer, Vertrauen zu fassen. Zumal um mich herum eigentlich nur untergewichtige Frauen sind, die erst einmal etwas Gewicht aufbauen müssen.

 

Nach jeder Mahlzeit muss ich im Moment noch jeweils 2 Stunden Ruhezeit unter Aufsicht einhalten. Das kann sich im Laufe der Zeit auf 1 Stunde je Mahlzeit reduzieren. Die nächsten Tage darf ich das Gelände auch nicht verlassen, keine Treppen benutzen und keinen Sport machen. Solche Aktivitäten müssen grundsätzlich mit der Therapeutin vorab besprochen werden.

 

Ich als Super-Couchpotatoe werde zum stillsitzen erzogen. Bisher hat man mir nach der Schlauchmagen-OP immer zu viel Bewegung geraten, natürlich ohne zu übertreiben. Zuviel Sport kommt bei mir ja eh nicht vor, mein Schweinehund ist Größer. Jetzt habe ich die offizielle Erlaubnis faul zu sein.

 

Ehrlich?!?!? Ich schiebe gerade große Panik, das ich hier in den kommenden 8 Wochen nochmals um ein paar Kilo mehr wiege und ich mir schon wieder größere Klamotten zulegen muss.

 

Natürlich mache ich mir umsonst Panik. Sie meinten schon, wir tasten uns an die Sache heran. Sie haben hier selbst keine Erfahrung mit Schlauchmagen- Essstörungen. Es war vor mir genau eine Patientin mit Schlauchmagen da und das liegt schon viele Jahre zurück.

 

Ich werde es natürlich überleben.

 

Für heute bin ich auf alle Fälle so geschafft von all den neuen Regeln, Menschen und der Situation im allgemeinen - ich kuschel mich jetzt unter die Bettdecke.

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