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Und weiter so ...

Seit gestern bin ich wieder voll auf dem Damm. Donnerstag am späten Abend wurde mir schlagartig schlecht und ich hatte einen Druck im Magen. Aber Heute geht es wieder ganz normal ins Training .... schlapperdibapp .... da bin ich echt froh drum. Ist schon besser, wenn einem nicht scheiß schlecht ist.

 

Außerdem habe ich heute tatkräftige Unterstützung von unserem Kater Felix. Er denkt - ich tippe.

 

 

Ohne Filter, ohne Photoshop ... er zeigt sich gänzlich natürlich, mit all seinen grauen Fellanteilen. ;-)

 

 

Ja ne, Magen-Darm war zum Kotzen. Wortwörlich und mein Magen war bis Sonntag in "Lauer-Stellung". Nichts Gewürztes, nichts Fettiges, nichts Schweres. Habe nach zwei Tagen ohne Nahrung erst einmal nur halbes Brötchen und frische Beeren gegessen. Habe mir immer vorher vorgestellt, wie ich es Esse. Ist mir schon alleine bei der Vorstellung schlecht geworden, habe ich das Essen stehen lassen.

 

Seit gestern geht es aber nun wieder als wäre nichts gewesen. Nur das Training, das habe ich auf Heute verschoben. Den ich dachte ja schon am Sonntag, das ich wieder fit bin und wir sind zum Wandern. Das war eine ziemlich kurze Wanderung, weil ich schon nach wenigen hundert Metern schweißgebadet war. Und so haben wir noch etwas über einer halben Stunde den Rückweg angetreten und waren entspreched kurz unterwegs. Egal, die Füße waren unterwegs und meinem Kreislauf hat es auch gut getan.

 

Also ist diese Woche auch neu organisiert. Habe nun diesen Freitag den Termin beim VDK wegen der EU-Rente. Den letzten Freitag war der weitereste machbare Weg, der vom Bett ins Bad und wieder zurück. Bin gut vorbereitet und habe einen sortierten Ordner, den ich mitbringen werde.

 

Meine Stimmung pendelt sich nun wirklich auf einem echt guten Level ein. Horrey, wer hätte das nach über 4 Jahren noch erwartet. Ich nehme auch schön fleissig meine Schüssler Salze, halte meinen Pausen ein, sorge für kreative Abwechslung, und lenke mein Denken in die richtigen Bahnen. Nun können die vielen kleinen Rädchen, die ich mir während der letzten Jahre in verschiedenen Therapieeinrichtungen erarbeitet habe, gut ineinander greifen. Seelisch bin ich auf einen sehr guten Weg, geblieben ist die körperliche Erschöpftheit, die ich schon nach wenigen Stunden am Stück habe. Mal sehen, man hat ja auch schon Pferde kotzen sehen.

 

Gleich geht es auch wieder in meine Mini-Arbeit bei meinem Freund aushelfen. Nur für 2 - 3 Stunden, danach wieder nach Hause und den Haushalt machen.

 

 

Stunden später .... nach der Arbeit, nach dem Training ....

 

Ich bin saustolz auf mich. Ich habe nicht genascht, nein ich habe nicht genascht. Schon als ich von der Arbeit heimgekommen bin, hatte ich voll Bock auf irgendetwas zwischen meinen Kiemen. Ich habe den restlichen Kuchen von meinem gestrigen Backtag ignoriert. Statt dessen habe ich das Abendessen auf die schnelle vorgekocht. Mir blieben dafür nur knapp eineinhalb Stunden Zeit. Also Karotten geschält, geschnitten und angebraten, Brühe drauf. Garnelen und Knoblauch angebraten, anschließend geschnittene Brötchen darin angebraten. Danach ging es auch schon wieder auf die Strecke, war also gut beschäftig. UND obwohl ich mit Essen beschäftig war, war ich abgelenkt genug um nicht ans Naschen zu denken. Wobei, zwischen Essen fertig gekocht und wieder losfahren, waren noch 30 Minuten Zeit. Der Drang zu Essen .... ach man, wenn der Gedanke mal im Hirn sitzt ... das lässt mich irgendwie nicht los.

 

Zum Glück hatte ich noch Weintrauben im Haus und die habe ich dann bewusst gegessen, obwohl ich KEINEN Hunger hatte. Aber danach war ich ja auf der Strecke. Erst noch zwei Lieferanten von meinem Mann anfahren und dann sind wir gemeinsam ins Training. Also war das Hirn wieder beschäftigt und das ging gut.

 

Aber seit wir aus dem Kieser draußen sind, kann ich schon wieder nur ans Essen denken. Ich glaub ja fast, mein größtes Problem war nie mein großer Magen sondern mein vorwitziges Hirnareal, welches über das Essen nachdenkt.

 

Ich habe mir also einen Cappucchino gemacht, mit der Nachbarin getratscht, die Spülmaschine ausgeräumt und die ganze Zeit über Gott gedankt, das mein Mann das letzte Stückchen Kuchen gegessen hat. Ich war sogar so gut, um das Angebot, es mit mir zu Teilen, abzulehnen.

 

Aber warum ist das eigentlich so, das meine Gedanken sich fast ständig ums Essen drehen. Selbst oft noch dann, wenn ich Routinearbeit mache, bei der mein Hirn nicht so sehr gefordert ist. Das ist doch bei anderen Menschen auch nicht so. Also, zumindest ist das bei denen nicht so, die ich neugieriger Weise mal gefragt habe. Bei mir drehen sich echt geschätzte 60 % der Gedanken ums essen und nochmal 20 % darum, wie ich das Essen vermeiden könnte oder um sonst etwas, was mit Essen oder Figur zu tun hat. Das ist schon erschreckend, das das Thema so einen übergroßen Stellenwert in meinem Leben hat.

 

Ich kann mich aber auch nicht erinnern, das das früher irgend anders war. Ging es zu meiner einen Tante zu Besuch, habe ich schon auf den Weg dahin gehofft, das ihre Schwiegermami die Türe aufmacht, bevor wir wieder heim fahren und uns jeweils eine Packung Nippons in die Hand drückt. Ja, ja schon richtig gelesen, mein Bruder und Ich, wir bekamen jeweils eine Packung Nippons für den Nachhauseweg. Irre - wenn ich da heute drüber nachdenke.

 

Wenn ich mit meinen Eltern einkaufen war, war es ein Ritual, das wir noch im Auto die erste Packung Süßes aufgemacht haben und davon gegessen haben. Ich habe das bis in mein Erwachsenenalter mitgezogen. Selbst Heute, wenn ich alleine einkaufen gehe, esse ich oft noch vor dem Auto anlassen schon den ersten Bissen Süßes. Aber natürlich nur, wenn ich alleine einkaufe. Das versteht sich von selbst. Vor meinen Mann würde ich mich für dieses Verhalten schämen. Und das finde ich auch krass.

 

Wenn überhaupt sollte ich mich vor mich selbst für dieses ungute Verhalten schämen, aber garantiert nicht vor meinem Mann oder sonst irgendwenn. Immerhin geht es ja nur mich persönlich etwas an. Aber streng genommen muss ich mich überhaupt nicht schämen. Ich bin erwachsen und ich sollte nur eines machen - diese Entscheidung, das ich jetzt naschen möchte, sehr bewusst treffen und es dann geniessen.

 

Ach ja, so ist das eben. Gut das ich das alles mit dem Schreiben immer so für mich ausdröseln kann. Das hält das Hirn beschäftig und ich konnte nicht sinnlos essen. ;-) Kreativ sein ist eindeutig die bessere Wahl und sie macht mir auch mehr Spass.

 

Jetzt wärme ich mal die Suppe auf. Gleich kommt Isa nach Hause. Der Tisch - jo, der ist schon längstens gedeckt. Wie auch sonst, war nicht anders von mir zu erwarten.

 

Und nach dem Essen ist vor dem Essen ... ich hoffe, ich bin also am späten Abend auch gut und greife nicht zum sinnlosen Naschen. Vielleicht komme ich irgendwann ja noch drauf, wie man die Gedanken ums Essen im Hirn abstellen kann.

 

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