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Doppelter Effekt

Habe mir gestern vor der Arbeit noch einen Kopfhörer besorgt, den ich hatte bisher nur solche, die man in den Ohren trägt und die immer beim Handy schon dabei waren. Natürlich sind die Kopfhörer nach einem ersten Aufladen auch gleich in die Erprobung gegangen.

 

Außerdem hoffe ich, das auch bald der Gedankenblitz beim abendlichen nach dem Essen - essen, bei mir einschlägt.

 

 

Ja, so gut sitzende Kopfhörer ohne Kabel sind schon was feines, habe ich gestern erleben dürfen. Ich hatte Glück, den es war das letzte Paar und es waren anscheinend die "Vorführkopfhörer", was mir ziemlich schnuppe ist. Kurz mit einem sauberen Lappen drüber und fertig die Maus. Auf alle Fälle hat der Kopfhörer auch die Funktion von Rauschunterdrückung mit dabei.

 

Kopfhörer mit meinem Handy verbunden, Rauschunterdrückung an und schon war das Umfeld um vieles Leiser. Und dann habe ich mir in einer angenehmen Lautstärke klassische, langsame Musik vorspielen lassen. Das tat gut, den gesteren hatte ich wieder eine sehr kleinteilige Arbeit. Zu erst musste ist jeweils 2 Unterlegscheiben und eine Miniaturschraube in 100 kleine Widerstände eindrehen. Anschliessend musste ich dafür die Spitze eines Drahtes von ca. 1,5 cm Länge mit einer Zange oben so umbiegen, das es aussah als hätte ich 200 kleine Minitatur-Spazierstöcke vor mir.

 

Zwischendrin bin ich auch mit Kopfhörer für 10 Minuten raus und an der frischen Luft etwas spazieren gegangen. Alles in allem habe ich gemerkt, das die Kombination von Musik und genügend Pausen zwei Effekte bei mir hat.

 

  1. Ich musste nicht mehr die ganze Zeit ans Essen denken. Mir kam kein Gedanken, das ich jetzt unbedingt naschen müsste oder mir einen heißen Kakao holen sollte. Das ist schon echt sehr angenehm gewesen.
  2. Durch das Aufsetzten des Kopfhörers war ich nur für mich und hatte so viel, viel weniger Stressempfinden. In der Halle laufen einige Lötroboter und Bänder. Es arbeiten viele Menschen und Maschinen gleichzeitig und ständig surren und blasen irgendwelche Lüftungen. Die Grundlautstärke ist nicht ohne und die konnte ich mit Kopfhörer und angenehmer Musik komplett ausblenden. Ich kam zwar immer noch müde zu Hause an, war aber viel weniger genervt und gestresst nach der Arbeit.

Ja, es war schon wirklich erstaunlich, wie das gestern bei der Arbeit war. Da kam also die Ernkenntnis aus dem Nichts zu mir, das mich sehr kleinteilige Arbeit extrem stresst zu mir und ich das automatisch mit Essen ausgleiche. Und schon alleine das Wissen darum, macht es irgendwie besser. Und nun kann ich auch erste Skills einsetzten, damit ich überhaupt nicht in so einen großen Stresszustand gerade.

 

Und somit konnte ich gestern sehr, sehr entspannt mit dem Essen umgehen. Bis auf Abends eben. Das ist mir echt noch ein Phänomän.

 

Ich weiß einfach nicht, warum ich Abends beim TV oder vor dem PC noch so oft einfach sinnlos zum Essen greife, obwohl ich satt bin. Ich hoffe ehrlich, das mich auch da die Erkenntis möglichst bald überkommt. Aber ein Anfang ist nun wirklich gesetzt und das finde ich Klasse.

 

Heute Vormittag denke ich schon wieder dauernd ans Essen. Ich bin nervös und aufgeregt, wegen dem Termin beim VDK. Es geht ja um meinen Antrag für die Erwerbsminderungsrente und das mir der VDK da nun hilft bei der Antragsstellung. Ich renne schon die ganze Zeit wie ein nervöses Hähnchen die Treppen rauf und runter. Zum Glück haben wir nicht wirklich was zum Naschen im Haus und ich fülle mir immer nur mein Wasserglas wieder aus. Na, das gibt zumindest eine positive Bilanz beim Treppen steigen für den heutigen Tag.

 

Abends bin ich dann mit Isa alleine, weil der Papa mit seinen ehemaligen Arbeitskollegen verabredet ist. Auch so eine Situation, wo ich dann wahllos über Knabber- und Naschzeug herfalle. Mein Credo: heute beim Einkaufen nichts dergleiche mit nach Hause bringen. Wir haben noch genügend Paprikas, Knappergurken und frisches Obst zu Hause. Zur Not muss das herhalten, wenn meine Zähne beschäftigung brauchen.

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