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Erste Erfolge und kleine Anpassungen

Die ersten kleinen Erfolge mit dem Intervallfasten konnte ich schon erzielen. Jetzt heißt es dran bleiben und meine Ernährung ein klein wenig an meine körperlichen Reaktionen anpassen.

Bei mir wurde ja schon vor Jahren Prä-Diabetes diagnostiziert, den ich mit der Abnahme richtig gut in den Griff bekam. Jetzt steigt mein Blutzucker wieder langsam an.

Diabetes 2 liegt bei uns in der Familie. Mein Papa hat es, er muss Tabletten nehmen. Mein Bruder hat es, er kommt aber Momentan ohne Tabletten aus, weil er über die Ernährung steuer kann. Und ich bin auch Diabetes gefährdet.

 

Ich selbst bin ja per se schon ein Brot- und Kartoffelesser. Nudeln und Reis brauche ich zum Leben nicht wirklich. In der Klinik für Essstörung haben sie mir trotz meiner erhöhten Zuckerwerte auch immer schön Brot und Kuchen gegeben. Und dann dieses 6 mal am Tag essen müssen! Ich bin ehrlich, ich habe das auch richtig gehend genossen. Die Erlaubnis zum Kohlehydrate schlemmen von offizieller Stelle. Mein Hirn war im Urlaub und ich habe das zu Hause auch so weiter gemacht. Klar, das war mein Weg der mir aufgezeigt wurde, um aus der Essstörung zu kommen.

 

Nur weil das deren Konzept ist, muss ich es aber nicht so durchführen. Ich muss die Verantwortung für mich selbst übernehmen. Mein Nüchternzucker lag vor Beginn des Intervallfastens immer bei knapp über 100. Das ist erschreckend und wie schon geschrieben - Prä-Diabetes. Nach dem Essen konnte er gut und gerne mal auf über 200 hochschnellen!

 

Heute hatte ich das erste Mal einen Blutzucker von 99 auf nüchternen Magen. Es tut sich also etwas, alleine schon durch die Fastenpausen, wo mein Körper endlich Zeit hat, seine ganze Arbeit zu erledigen. Das ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Jetzt geht es Schritt für Schritt meinen Essgewohnheiten an den Kragen.

 

Süßigkeiten esse ich im Augenblick keine. Meine Süßigkeiten sind Beeren und die sind in Maßen erlaubt bei höheren Zuckerwerten. Mein geliebtes Brot, das muss dran glauben. Also nicht ganz, aber ich habe begonnen mich beim Brot einzuschränken.

 

Gestern gab es frisches Grillhähnchen vom Bauern aus dem Ofen und dazu Kartoffelsalat und Gurkensalat. Ich habe überwiegend das Hähnchen und den Gurkensalat gegessen und beim Kartoffelsalat einen Esslöffel voll genommen.

 

Wir haben hier auch voll das leckere Holzofenbrot von unserem Haus- und Hofbäcker. Ich könnte alleine davon leben. Gib mir das Brot, gekühlte Butter und frischen Schnittlauch und das Kind hier ist im siebten Himmel. Alleine mein Körper kann mit der Flut an KHs nicht umgehen. Die Brotscheiben werden ab jetzt dünner und kleiner, hilft ja nichts. ;-)

 

Zum Glück liebe ich Hülsenfrüchte, egal welche Sorte. Ansonsten werde ich mich jetzt langsam an die komplexen KHs machen und eben weniger davon im allgemeinen essen. Mal sehen, wie mein Blutzucker dann in 2 - 3 Wochen aussieht. So möchte ich mich langsam an meine gesunden Werte herantasten und immer wieder etwas an meiner Ernährung drehen. Ernährung ändern, 2 - 3 Wochen ausprobieren und entsprechend anpassen oder beibehalten. Sollte ich bis Ende das Jahres meine Blutzuckerwerte allerdings nicht in den grünen Bereich kommen, werde ich mich natürlich mit meinem Arzt besprechen.

 

Er weiß allerdings auch Bescheid, das ich das gerade versuche selbst in den Griff zu bekommen und unterstützt mich dabei.

 

Was hat sich noch zum Positiven entwickelt?

 

  • Es fällt mir leicht, das ich erst gegen Mittag die erste Mahlzeit zu mir nehme.
  • Ich hatte bisher nur 2 Ausbrecher, was das Essen nach meinem Zeitfenster am Abend betrifft. Das fällt mir nämlich wirklich am schwersten und hier bin ich gerade mächtig stolz auf mich. Ich habe ja immer noch die Hoffnung, wenn ich das mal ein paar Wochen durchhalte, das ich das Essmuster am Abend endlich durchbrochen habe.
  • Mein Körper fühlt sich straffer an und hat mehr Energie zur Verfügung.
  • Das Intervallfasten wirkt sich positiv auf mein Krafttraining aus. Ich kann nach langer Zeit bei einigen Geräten plötzlich mehr auflegen und mich langsam steigern.
  • Vom Aufstehen bis zum Fastenbrechen schwirren nur noch selten Essgedanken durch meinen Kopf!!! Das finde ich ja fast schon am Besten.

 

Ich denke, ich bin einem gesunden Leben mit dem Intervallfasten wieder einen Schritt näher gekommen.

 

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