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Ich darf experimentieren

Gut, das darf ich natürlich immer - experimentieren. Aber jetzt wo ich meine Kohlehydrate reduziere, darf ich natürlich ein vielfaches mehr experimentieren. Was sich jetzt schon abzeichnet ist das Brot backen, das wird noch ein längerer Weg werden.

Ich habe vorgestern mein zweites LowCarb Brot gebacken. Habe das Rezept aus dem Internet und fand schon beim Teig anrühren, das es sich viel besser anfühlt und aussieht. Der Teig war nicht ganz so flüssig, wie bei meiner ersten Fertigbackmischung. Aber ehrlich, der Hit ist es nun auch nicht. Schmeckt besser als das erste Brot. Aber das zweite Brot (auch eine Brotbackmischung) ist um Längen besser.

 

Wenn es halt nur nicht so teuer wäre, die zweite Brotbackmischung.

 

Ich werde den Brotlaib auf alle Fälle in den nächsten Tagen bei diversen Brotzeiten aufessen. Vielleicht kommt es ja auch auf den Belag mit an. Aber ich kann mir nicht helfen, Brot Nr 2 (mein bisheriger Fovourit) schmeckt mit allem gut.

 

Dieses Brot ist mir von der Konsistenz her etwas zu trocken. Ich denke, ich werde beim nächsten Backversuch wieder eines ausprobieren, welches mehr ganze Körner und Samen dabei hat. Die alleine halten das Brot ja schon schön feucht.

 

Außerdem lagerm nun ein halbes Dutzend bisher exotischer Mehle und Samen in meinem Küchenschrank.

  • Mandelmehl
  • Walnussmehl
  • geschrotete Hanfsamen
  • Kokosmehl
  • Goldenes Leinmehl
  • Kartoffefasern
  • geschrotete Leisamen

Ich glaube ich habe die Hälfte bei meiner Aufzählung vergessen. Ist auf alle Fälle genug dabei um auch Kuchen zu backen.

 

Und ich halte mich wacker. Es fällt mir wirklich nicht leicht, das ich immer schön auf meinem Mittelweg bleibe und nicht superstrikt werde. Gerade jetzt wo ich dann doch wieder nicht ohne die Waage kann.

Es fällt mir schwer, normal zu essen, auch wenn die Waage kein Minus zeigt. ABER ich esse trotzdem normal! Das wird mir mit jedem Mal auch leichter fallen.

 

Dann kann ich natürlich nicht immer exakt die 16 Stunden Fastenpause einhalten. Wenn ich zu Hause bin, esse ich meist erst gegen 13:00 Uhr und habe dann eine Fastenzeit von 16 - 18 Stunden hinter mir. Arbeite ich an den Vormittagen bei meinem Freund mit, dann komme ich in der Regel nur auf 12 - 14 Stunden Esspause. Ich muss mich hier die ersten Mal schon sehr am Riemen nehmen, das ich ganz normal die Mittagspause mit ihm gemeinsam mache.

 

Dieses Mal dreht sich Mental vieles bei mir darum, im Gleichgewicht zu bleiben. Auch wenn die äußeren Umstände es vermeintlich nicht zulassen. Stimmt ja auch nicht. Aber das war früher immer der Startschuss für mich, entweder ganz strikt zu werden oder vollkommen locker zu lassen. Immer schön nach dem Motto "Vogel friss oder stirb"

 

Meistens habe ich mich ja für das "fressen" entschieden und nur selten für das "fast sterben" vor Hunger.

 

Mein Essverhalten lernt also gerade das Gehen, wenn man so möchte und die ersten Schritte bekomme ich auch schon ganz gut hin. Ist Zeit geworden, werde dieses Jahr ja immerhin 51 Jahre alt.

 

Um einige Dinge in meinem Haushalt selbst herzustellen, habe ich mir für meine Kenwood Küchenmaschine die Gewürz- und Kräutermühlen geleistet. Ich möchte gerne die Mandeln selbst mahlen, es muss ja nicht immer das Mandelmehl sein, wenn es das Rezept hergibt. Ebenso den Puderzucker. Keine Ahnung ob das mit den kleinen Mixbehältern klappt, aber ich will es versuchen.

 

Es geht mir weiterhin gut dabei und ich merke auch, das mein Hautbild etwas besser wird. Ich schaffe es ja immer wieder, das ich noch den ein oder anderen Pickel bekomme. Vorzugsweise nach zuviel Zucker, wie sich das gehört. Das hat sich zum positiven verbessert.

 

Natürlich habe ich immer wieder mal Lust auf Süßes. Ich bewundere ja die, die nach ein paar Tagen KH-Entzug sagen, das ihre Lust auf Süßes weg ist. Meine Lust auf Süßigkeiten ansich ist weg. Ich mag gerade das pappsüße nicht mehr. Bonbons, Schokolade, Gummihüpfer ..... aber für ein Stück Kuchen würde ich glatt eine extra Runde Boden schrubben.

 

Ich will aber noch nicht LowCarb backen sondern noch weiter auf solche Dinge verzichten. Ich habe ja nach meiner OP gemerkt, das wenn die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet ist, ich sie so schnell nicht mehr schließen kann.

 

In knapp zwei Wochen geht es ja nach Bosnien für ein paar Tage. Ich versuche mir gerade keinen Kopf zu machen, was all die Kohlenhydrate angeht. Unsere Gastgeberin ist vegetarisch - vegan und kocht entsprechend. Mit Sicherheit sehr lecker, aber ich sehe mich in Kohlendydrate schwimmen. Also tief durchatmen und alles auf mich zukommen lassen.

 

Für den Urlaub in der Türkei sehe ich hingegen fast schon himmelblau. Ich war da schon, ich weiß was und wie die kochen. Ich muss eigentlich nur einen Kilometerweiten Umkreis um alle Baklavas auf deren Buffets gehen, dann sollte das klappen. ;-) Oder sie eben mit Sinn und Verstand als kleines Leckerli einsetzten.

 

Wie auch immer, ich wäre glücklich, wenn ich bis September noch 2 - 3 Kilos weniger hätte. Ein bewusst niedrig gesetztes Ziel, damit ich nicht in irgendwelche Extreme rutsche.

 

Nachher geht es dann noch etwas Radeln. Schön durch den Wald, soll ja heute Abend nicht ganz so heiß sein, hier bei uns.

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