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Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen

5 Tage Bosnien

Meine Erlebnisse dort, kann ich nicht alle in Worte fassen. In diesem Falle auch besser so, haben wir Vier beschlossen.

 

  • Ich - eigentlich offen, aber bei soviel Esoterik habe ich alles nur noch als Hirngespinste emfpunden und vor Antritt der Reise komplett dagegen und Agressiv gegen unsere Gastgeberin eingestellt.
  • Mein Schatz - Realist der alles Nachmisst in seiner Arbeit. Also Strom, Frequenzen ... keine Ahnung was noch.

Unsere Mitreisenden

  • ein Unternehmer für Gerätschaften in der Fischzucht und für Teichbesitzer. Teilhaber einer Fabrik die Kabel für die Industrie fertigt. Für mich der Realist schlechthin!

  • Softwareingenieur der eine Leidenschaft für Leiterplatten-Design hat und gerne Plattenspieler auf höchstesm Niveau als Hobby mit entwickelt.

 

Wir

Haben einen Berührungspunkt: das Unternehmen meines Freundes, das Vorverstärker und Verstärker von Null auf Entwickelt und in Kleinstarbeit selbst baut. Die Mitreisenden - seine Freunde helfen beim weiterentwickeln des Klangbildes. Also alles die Realisten schlechthin. Stehen mit mindestens 20 Beinen am Boden der Tatsachen.

 

Und dann kam Bosinien und die Bosnischen Pyramiden. Dinge sind auf dem Kopf gestellt worden.

 

Schon bei der Ankunft war ich agressiv unserer Gastgeberin gegenüber eingestellt. Ich habe ständig unterbewusst meine Arme verschränkt. Mein Gesicht, seit Monaten verkniffen - noch mehr verkniffen. Ich habe mich überall wortlos angeschlossen und mir bei dem Besuch der Orte meinen Teil gedacht.

 

Die ersten beiden Tage ging es mir überhaupt nicht gut. Ich wäre am liebsten in den nächsten Flieger gestiegen und alleine nach Hause geflogen. Gerade nach dem Besuch des Ravne Tunnels ging es mir mental mehr als schlecht. In den Tunneln hat es eine überdurschnittlich hohe Konzentration von Negativen Ionen. Was auch immer .... ich habe ehrlich keine Ahnung. Auf alle Fälle hat mir unser Softwareingenieur nach der Führung noch eine Meditationskammer gezeigt und dort habe ich mich dann zurückgezogen. Was dann geschah war für mich schrecklich. Um nicht in die halb ausgegrabenen Tunnelschächte zu gelangen, habe sie diese teilweise mit selbst gezimmerten Holzgittern zur Sicherheit versperrt.

Das war in dieser Meditationskammer ebenso. Beim Meditieren verspührte ich plötzlich Wut, Trauer und hatte das Gefühl, das man die Kammer mit der Wasserader dahinter eingesperrt hatte. Alles in mir zog sich zusammen .... wie auch immer, ich musste raus. Und ich wurde noch agressiver.

 

Ich habe mich an diesem Abend dann auch komplett aus dem Programm ausgeklingt. Ich hatte das Gefühl, ich gehöre an dem Abend einfach nicht mit dazu - es passt irgendwie nicht. Mein Mann und die zwei anderen kamen nach  Mitternacht zurück. Mein Mann kam mit einem weicheren Gesicht  zurück.

 

Das hört sich alles sooooo komisch, abgehoben, psychisch krank an ..... noch kranker hört sich die Begegnung an, die ich am nächsten Tag hatte. Zur gleichen Zeit waren nämlich zwei andere Reisende durch Zufall auch bei unserer Gastgeberin gelandet. Aus unserer Nähe übrigens und einer davon hatte auch mit Hifi zu tun. Es gibt keine Zufälle!

 

Auf alle Fälle, der andere Reisende ... ich will das gar nicht wirklich schreiben, den es hört sich abgehoben an und ich bin reif für die Klappse. Er nimmt seine rechte Hand und führt sie zu seinem Herzen, schaut mir tief in die Augen (dieser schmalbrüstige Jüngling ;-) ) und es strömt soviel unsagbare Energie zwischen uns, ich stehe einfach nur da und heule hemmungslos vor Freude. Das war, alles hätte ich einen großen Schwung "reine Liebe" abbekommen.

 

Ihr seht schon, also wirklich mehr als abgehoben.

 

Ich will auch gar nicht alles berichten. Aber es hat sich innen in mir drin die letzten drei Tage in Bosnien etwas verändert. Als wäre etwas in mir geknackt worden und die Krusten fallen langsam ab. Auch zu Hause tut sich was.

 

Mein Freund hat drüben in Bosnien alles Essen vertragen. Es gab nur Vegetarisch, also sehr viel Gemüse und Obst. Unsere Gastgeberin hat Weizen vermieden. Übrigens, wir haben nicht bei unserer Gastgeberin gewohnt, sie hat uns halt Morgens abgeholt und Abends zurück in unser Ferienhaus gebracht. Ansonsten hat sie uns viele tolle Orte gezeigt und uns gemeinsam mit ihrem Bekannten bekocht.

 

Zu Hause hat mein Mann nun wieder Probleme mit dem Essen. Also wollen wir langsam umstellen. Beim Frischkäse haben wir angefangen. Wir haben beim Einkauf darauf geachtet, das keine Zusatzstoffe mehr enthalten sind. Einfach nur noch: Milch; Kulturen, Sahne, Salz und Kräuter. Kein Johanneskernbrotmehl oder andere Bindemittel oder Aromen, Zusatzstoffe.

 

Ich selbst trinke komischer Weise nur noch Leitungswasser mit Früchten. Das g

ing vor dem Urlaub überhaupt nicht. Hat mir nicht geschmeckt, keinen Deut. Bäh, bäh, bäh. Seit Bosnien liebe ich es. Leitungswasser mit einem frischen Minzblatt oder gefrorenen, zuckerfreien Obst drin. Trinke inzwischen jeden Tag eineinhalb Liter davon.

 

Ach, ich weiß nicht. Das hört sich alles so was von reif für die Klappse an. Übrigens hatte ich das Gefühl meine Anti-Depressiva absetzten zu müssen. Mein Freund war entsetzt, als ich ihm das offenbart habe. Inzwischen bemerkt er, das es gut ohne sie läuft. Mein Gedächtnis und meine Konzentration kommen ganz, ganz langsam zurück.

 

Was immer das in Bosnien war - wir Vier werden auf alle Fälle wieder eine Reise dorthin machen. Es hat uns alle innerhalb von 5 Tagen verändert. Keiner von uns ist wieder so zurück nach Deutschland gekommen, wie er aufgebrochen ist.

 

Hier einfach nur ein paar Impressionen.

 

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