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Wie eine weiche Bettdecke

So fühlte es sich gerade an. Gerade erst der zweite Tag und die Tabletten nehmen wieder ihren Dienst auf. Wie eine weiche Bettdecke legt sich das Medikament um meine Gefühle und Emotionen. Das Gehirn fährt wieder herunter .... und da ich das ja alles Live mitbekomme, macht mich das schon traurig.

Und so freue ich mich auf meinen Termin morgen bei unserem Heilpraktiker. Ich hoffe er kann mit einer Alternative aufwarten, den ein Leben lang Anti-Depressiva will ich nicht nehmen müssen.

 

Gott alleine weiß, was die Wirkstoffe noch alles in meinem Körper anstellen. Auch wenn die Dosis das Gift macht, so höhlt der stete Tropfen doch irgendwann den Stein. Sprich, mir wird schon komisch, wenn ich daran denke, was meine Leber in den letzten 4 Jahren der Einnahme alles leisten musst.

 

Ohne die Tabletten geht es auch nicht. Der Drehschwindel und die Übelkeit aus dem Kopf waren schon wenige Stunden nach der ersten Einnahme Vergangenheit und sind nicht wieder gekommen. Meine Agressivität ist wie fort geblasen, man meint ich müsste erleichtert sein.

 

Ich schlafe seit gestern wieder jeden Nachmittag zwischen 1 bis 2 Stunden, weil mich die Tabletten so müde machen. Zu sehen und zu merken, wie meine Hirnleistung wieder nachlässt ist schrecklich für mich. Willkommen zurück, ihr lieben Füllwörter!

 

Dachte ich am Sonntag noch, das ich am liebsten meine komplette Familie für meinen Geburtstag ausladen möchte, weil ich es auf keinen Fall schaffen würde. Das ist mit den Tabletten nun wieder anders. Die Grenzen meiner Überforderung haben sich wieder weit ausgedehnt und ich halte etwas mehr aus.

 

Ich finde den Preis den ich für ein etwas ausgeglicheners Gemüt bezahlen soll aber trotzdem zu hoch für meine restliche Gesundheit und meine guten Gefühle.

 

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Ansonsten arbeite ich gerade ein Buch durch. Es ist von Patricia Küll und heißt:

"Now" Am liebsten geht es mir gut!" und ist ein Arbeitsbuch mit vielen kleinen Tipps. Heute sind noch weitere Bücher vom selben Verlag bei mir angekommen. Als was ich selbst an mir oder meiner Einstellung und Sichtweisen ändern kann, werde ich versuchen und ausprobieren.

 

Aus dem Thema "Essen" werde ich mich für einige Zeit ausklinken. Nicht gehen lassen, sondern es versuchen einfach nicht so in den Vordergrund zu rücken. Je intuitiver ich das mache, umso besser läuft es auch.

 

 

 

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