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Wie Außen so Innen

Ganz dem Motto des heutigen Titels bin ich am aussortieren. Vorletzte Woche habe ich meine Hosen aussortiert und Heute waren meine Oberteile an der Reihe. Hier haben sich noch die Stücke von meinem niedrigsten Gewicht gestapelt. Jetzt sind nur noch Hosen und Oberteile in meinem Schrank, die mir auch wirklich passen und bequem sitzen. Für mich ist das ein sehr befreiendes Gefühl.

 

Ich überlege auch schon seit Wochen hin und her, ob ich im diesjährigen Urlaub noch einen Bikini tragen kann. Ich kann, weil dem Meer ist es komplett wurscht ob die Haut straff sitzt oder die ersten Pölsterchen über die Hose schwappen. Gleichzeitig ist das auch Programm für die Selbstaktzeptanz meiner jetzigen Figur.

 

Alles was unter Größe 42 ist, ist für mich nur mit viel Disziplin zu erhalten. Auf soviel Disziplin habe ich keinen Bock in meinem Leben. Also mache ich mich auch auf die Suche nach zwei tollen, farbenfrohen Bikinis für mich und dann gehts im September ab an den Strand.

 

Außerdem will ich mir ja noch zwei Hosen für den Urlaub nähen, weil es Abends im Restaurant immer gut gekühlt ist mir der Klima. Draußen hingegen raubt es einem schier die Luft, weil alles so feucht ist. Da kommen luftige Hosen genau richtig.

 

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Stunden später ;-) habe ich nun auch zwei schöne, farbenfrohe Bikinis auf ebay für mich ergattert. Einer in Apricot und einer in vielen Blautönen als Batikmuster. Ja, das macht gleich mal etwas Laune.

 

Den Abend habe ich jetzt für mich. Mein Schatz ist auf der Firmenfeier, in deren Gebäude er sich eingemietet hat. Heute Nachmittag waren wir kurz in seiner Ausweichhalle, die er für den jetztigen Auftrag von einem Bekannten zur Verfügung gestellt bekommen hat. Wir haben schon mal die Tische geputzt und alles für die kommende Montage vorbereitet. Leider ist die Halle eine komplette Autostunde von zu Hause entfernt, aber sie bietet echt viel Platz.

 

Diesen Abend nutze ich ganz für mich. Ich habe einen Stapel Bücher vor mir liegen und ich arbeite mich gerade Seite für Seite durch. Da geht es um Selbstliebe, Hochsensibiliät, graue Tage ohne Durchhänger und so weiter. Sind alles Arbeitsbücher mit viel Fragen und einer Menge Vorschläge, wie man besser mit sich umgeht.

 

 Und weil ich gerade so entspannt bin, hier nur das Bild aus meinem Twitter Account.

Ansonsten hätte ich hier die nächsten Tage das volle Programm.

 

  • Heute eben Putzen und Vorbereiten für die Montage der Geräte.
  • Morgen Geburtstag eines Bekannten.
  • Am Sonntag mein eigener Geburtstag.


Den Geburtstag morgen lasse ich mal schön entspannt an mir vorüber ziehen. Mein Schatz geht alleine hin und ich bereite gemütlich für meinen eigenen Geburtstag vor. Und auch da lasse ich das erste Mal wirklich alle Fünfe gerade sein.

 

Der Leberkäse wird vom Metzger geholt und am Sonntag frisch aufgebacken. Mein Schatz macht eine große Schüssel Kartoffelsalat und Isa eine große Schüssel Tortellini-Salat. Ich selbst kümmere mich nur noch um was Frisches danach und etwas Eis für die ganzen Kids.

 

Bin noch unentschlossen ob es nur Obst gibt oder ob ich frisches Obst mit Jogurt oder so was in der Art mache. Auf alle Fälle gibt es keinen Kuchen für die Gäste, weil ich den Tag ohne Stress geniessen will und gegessen wird eh immer viel zu viel.

 

Die Entzugserscheinungen vom Absetzten der AntiDepressiva sind inzwischen auch überstanden. Mein Hirn ist wieder so, wie es die letzten 4 Jahre auch schon war. Ich "Dingse" mich durch meine Gespräche und vergesse beim umdrehen, was ich getan habe.

 

Jetzt verringere ich zusammen mit meinem Hausarzt erst einmal die Dosis. Mein Heilpraktiker hat mir Kava ans Herz gelegt. Bis vor einigen Jahren war das ein zugelassenes Heilmittel, welche bei Depressionen verschrieben wurde. Ein Naturmittel, welches nicht Synthetisch hergestellt werden muss. Leider wurde es auf Grund von 4 Todesfällen dann vom Markt genommen und die Pharmaindustrie konnte wieder ihre Tabletten verkaufen. Inzwischen wurden die Todesfälle revidiert und Kava ist wieder für den Markt zugelassen. Allerdings kostet eine Neuzulassung sehr viel Geld, so das es bisher nur ein Unternehmen gewagt hat. Kein günstige Geschichte, aber ich möchte, wenn möglich von den AntiDepressiva wegkommen. Es macht mir Angst, das mein Körper solche Entzugserscheinungen zeigt.

 

Seit gestern habe ich dann leider auch öfters Nervenschmerzen im Gesicht. Das sind sicherlich auch Folgen von meinem radikalen Absetzen des Medikamentes. Ich hoffe mein Körper kann das wieder selbst heilen. Und mich erschreckt es zutiefst, wenn ich sehe, in welche Systeme diese Tabletten überall mit eingegriffen haben.

 

Das Kava werde ich mit meinem Hausarzt besprechen. Dazu nehme ich allerdings meinen Freund mit, da er schon seit über einem Jahr sehr gute Erfahrung mit dem Kava macht. Unser Heilpraktiker ebenso!

Ich hoffe, das ich damit dann auch zu Recht kommt und irgendwann vielleicht doch komplett ohne Medikamente für die Depression auskomme. Hätte mir jemand vor 4 Jahren gesagt, das ich Heute immer noch daran arbeite, ich hätte schallend gelacht.

 

Der Rentenversicherung werde ich in zwei bis drei Wochen auf die Pelle rücken, wenn ich bis dahin nichts von ihr gehört habe. Bis dahin recherchieren mein Schatz und ich nach einem guten Anwalt, der sich im Sozialrecht auskennt. Wir rechnen nämlich beide (na, ich mal wieder weniger, weil positiv gestimmt) mit einer erneuten Ablehnung.

 

Egal wie es ausgeht, dieses Mal würde es dann halt mit einem Anwalt durchgefochten werden.

 

Und wenn ich dann die Baustelle Rente erst einmal abgeschlossen habe, kehrt hoffentlich wieder etwas mehr Ruhe ein.

 

 

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