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Wieder etwas gelernt

Ist schon eine alte Kamelle, aber ich habe mich jetzt erst dafür interessiert. Ich habe mir das Buch "embrace yourself" Anfang dieser Woche gekauft und die letzten Tage fleissig durchgelesen. Den Film habe ich nie gesehen. Ist an mir vorbeigegangen, das er nur an einem Abend im Kino lief.

 

Also daher das Buch. Ich fand es an einigen Stellen etwas langatmig und hätte mir mehr Stimmen von anderen Menschen gewünscht. Aber das hätte ich ja im Film haben können. Also habe ich einige Stellen ...

immer mal wieder etwas schnell gelesen oder ein paar Zeilen ausgelassen.

 

Im Großen und Ganzen ist es schon stimmig, was sie schreibt. Also, ich kann da nur von mir sprechen. Aber ich mache mich schon davon abhängig, was die Umwelt über mich denken könnte. Gerade wo ich doch im letzten Jahr wieder etwas zugenommen habe. Ich habe mich für meine Zunahme geschämt und mich als eine Versagerin gefühlt.

 

Und immer wieder frage ich mich auch, warum ich in so vielen Dingen so strikt und dispizpliniert sein kann. Das macht mir oft nur wenig Mühe und es gilt halt einen Schweinehund zu überwinden. Aber warum das beim Essen einfach nicht so sein will, das ist mir ein Rätsel. Ich komme mir oft vor wie Don Qijote bei seinem Kampf gegen die Windmühlen.

 

Egal wie sehr ich mich bemühe und dagegen angehe, es kommt immer wieder der Moment, wo dieser Drang zu Essen stärker ist als meine stärkste Willenskraft. Sich dafür nicht selbst zu beschimpfen, das fällt mir unendlich schwer. Ich gehe zu hart mir mir selbst ins Gericht.

 

Und im Rückblick betrachtet habe ich schon eine Menge Unsinn gemacht um einen für mich perfekten Körper zu haben. Das einzige was ich gemerkt habe, aber trotzdem nicht glauben möchte ist, das es den einen perfekten Körper nicht gibt für mich. Ich war in meiner ganzen Gewichtskarriere nie mit meinem Körper zufrieden. Dabei hat er soviel für mich getan und alles mitgemacht.

 

Auch heute hadere ich immer noch mit meinem Körper, das ist eine Schande. Selbst jetzt wo ich weiß, das ich es nicht tun sollte, kann ich davon noch nicht lassen.

 

Ich wünsche mir oft, das mir mein Mann von alleine mal tolle Komplimente geben würde. Aber warum sollte er, wenn er doch weiß, das ich selbst mit mir am unzufriedensten bin. Erst einmal muss ich mit mir selbst zufrieden sein, den nur dann könnte ich Komplimente überhaupt annehmen und vor allem auch Glauben schenken.

 

Ein weiterer kleiner Kieselstein in meinem Weg zur Selbstliebe, das Buch!

 

 

War gestern beim Frisör. Ich war das erste Mal bei ihm. Ein junger Italiener - und ich habe mich rundum wohl in dem Salon gefühlt. Habe mir die Haare mit einer Intensivtönung machen lassen und natürlich wieder nachschneiden.

 

Zusammen mit der neuen Brille fühle ich mich gut. Lässt mich irgendwie energischer und energiegeladener aussehen. Das gefällt!

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