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Sei gut zu dir selbst

Gerade die letzten Tage ist das ganz wichtig für mich und ich achte auch darauf, das ich nicht zu kurz komme. Sobald Ruhe im Haus ist, versuche ich mir die Zeit für eine Meditation zu nehmen. Am liebsten bin ich dabei im Schneidersitz auf dem Trampolin. Fühlt sich gut für mich an und ich sitze mit geradem Rücken.

 

Die Stimmung im Haus ist noch nicht ganz in Ordnung, aber es ist schon wieder etwas besser.

Auch hier komme ich nach der ersten Schockstarre zum wirklichen nachdenken und muss feststellen, auch ich habe eine Menge mit falsch gemacht. Daher möchte ich mich bei Isa entschuldigen. Den ich habe bemerkt, Hass bedrückt mich und damit kann ich sehr schlecht umgehen und leben.

Sie muss mich nicht lieben, aber sie sollte mich auch nicht hassen müssen.

 

Ja, das mit der Meditation klappt immer besser und ich entwickle Freude daran. Außerdem merke ich, wie es mich nachhaltig ruhiger macht. Das Meditieren auf dem Trampolin hat sich als Glückfall herausgestellt. War eigentlich nur Zufall das ich vor einigen Tagen gerade auf dem Trampolin dabei war. Aber je ruhiger ich werde, umso kleinere Wippbewegungen mache ich und die lassen mich komplett entspannen und ich kann so viele Minuten meine Gedanken einfach durch mich hindurchfliessen lassen. Eine tolle Erfahrung für mich.

 

Auch mit dem Absetzen der Antidepressiva bin ich wieder einen Schritt weiter. Seit dieser Woche nehme ich nur noch jeden zweiten Tag eine 30mg Kapsel. Stattdessen nehme ich nun Morgens und Abends jeweils 2 KavaKava und insgesamt 3 Tabletten mit je 200 mg Serotonin. Bisher klappt es wirklich erstaunlich gut.

 

Die letzten bedrückenden Tage nach dem Streit hier im Haus waren schon extrem für mich und ich habe mich viel zurück gezogen, weil ich einfach nicht wußte, was ich sprechen sollte. Selbst mit meinem Schatz hatte ich plötzlich keine Redethemen mehr in petto. Blöde Situation, weil ich mir dann ja gleich noch mehr Gedanken mache. So nach dem Motto: oh, ne das Ende unserer Beziehung naht, weil ich nicht mehr weiß was ich ihm sagen soll.

 

Das wäre mit dem Duloxetin auch nicht viel anders verlaufen, habe ich im Nachgang festgestellt. Und ja, meine Lust nach Süßigkeit geht auch etwas zurück. Aber ich werde wohl immer eine Naschkatze in Gefahr bleiben. ;-)

 

Sonst läuft alles TippiToppi. Bekomme dieses Wochenende Besuch von meinem Neffen und meiner Nichte. Freu mich schon tierisch drauf, es ist eine Fahrt mit der historischen Dampflok geplant. Da ist dann sogar das Regenwetter zweitrangig.

 

Heute Morgen habe ich mich mal wieder an meiner Hunger-Satt-Gefühl orientiert. Das habe ich die letzten Monate wirklich voll nach hinten verdrängt. Leider oder natürlich zum Glück war ich nach einer Scheibe Kastenbrot schon satt. Leider, weil ich könnte viel viel mehr essen, weil ich ja viel viel mehr Lust darauf habe.

 

Zum Glück: weil es mir zeigt, das mein kleiner Magen natürlich noch sehr gut funktioniert, auch nach über 4 Jahren und ich nur darauf hören müsste. Fällt mir halt schwer, ein kleiner Magen macht noch keinen Sommer.

 

Zum Glück hält sich das Gewicht gerade wieder stabil, auch wenn ich nicht wissen will was ich gerade wiege. Aber die Kleider werden weder enger noch weiter. Alles im grünen Bereich, für meine Verhältnisse und meine Motivation.

 

Bei Aldi-Süd ist mir das erste Mal ein Eiweißbrot über den Weg gelaufen. Also so ein langes, das einfach nur aussieht wie ein Körnerbrot. Schmeckt ganz passabel und ich werde es mir ab und zu mal kaufen, damit ich weiterhin meinen Blutzucker in den Griff bekomme. Und ja, da muss man natürlich auch die Süßigkeiten weglassen, so gut es eben geht. "Also sei gut zu dir", sage ich mir regelmässig.

 

Bei der Wohnung für Isa werden wir es jetzt so machen, das wir ab jetzt suchen. Sie bekommt von uns bis zum Ende ihrer Lehre finanzielle Unterstützung, damit sie sich keine Sorgen machen muss und sich weiterhin voll und ganz auf ihre Ausbildung konzentrieren kann. Isa selbst freut sich auf ein eigenes, kleines Reich, in dem sie Schalten und Walten kann, wie sie es möchte. Und vor allem in Ihren Thytmus und Tempo. Und hier wird es die Brisanz auch herausnehmen.

 

Ihr Kinderzimmer funktionieren wir dann auf Dauer zu meinem Zimmer um, weil mein Mann inzwischen das komplette Büro braucht. Ich kann dann die Nähmaschine dauerhaft aufbauen, ebenso meine Malsachen. Und wir können dort auch noch einige Dinge einlagern, wie unsere Winterkleidung. Also ein kleiner Allzweckraum.

 

Es befindet sich also alles im Fluss und irgendwie passt es dann doch wieder für uns alle und jeder profitiert davon. Das ist gut, dann kann ich mein schlechtes Gewissen wegen Isa auch wieder etwas zurücknehmen.

 

Außerdem habe ich die ersten feststehenden Pläne gemacht. Von der Nachzahlung meiner zukünftigen Rente werde ich mir drei Privatstunden Yoga leisten. Ich möchte in Ruhe erfahren und erlaben, ob das mein Ausgleich werden kann. Yoga will ich schon seit Jahren ausprobieren und meine Hemmschwelle in der Öffentlichkeit ist einfach zu groß. Habe ich ja in der Sauna oder beim Fitness überhaupt nicht. Hier aber schon, warum auch immer. Egal, das ist der Plan. Ein paar Privatstunden von der Rentennachzahlung.

 

Außerdem überlege ich, ob ich nicht bei einem Auffrischungsseminar Reiki 1 mitmache. Danach könnte ich Reiki 2 für mich selbst machen, das würde mir Spass machen. Ich mache auch wieder regelmässig meine Energieübungen, was mir ebenfalls gut tut.

 

Und ich versuche das Wetter auszunützen. Weil mir Sport ja immer noch nicht so liegt, arbeite ich viel im Garten und schiebe den Rasenmäher durch unser 40 cm hohes Gras. Das heißt gerade Rasenmähen auf drei Etappen, weil es die Bio-Tonne gar nicht alles auf einmal fassen kann. ;-) Dafür hatten wir den ganzen Sommer über üppige Blumenwiesen und viele Schmetterlinge, Bienen und Wespen hier. Macht uns ein gutes Gefühl.

 

Und dann mit dem Sonnenstrom vom Dach seit Neuestem. Das gibt ein wirklich gutes Gefühl, das wir eine Kleinigkeit an die Umwelt zurückgeben.

 

Und weil dem so ist und gerade eben die Biotonne geleert wir, kann ich nun gleich den Rest von unserem Wiesendschungel mähen. ;-)

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