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Angst ist die andere Hälfte von Mut

Gestern Abend noch spontan einen Kurs bei der VHS gebucht. Und heute ist gleich mein erster Kurstag. Der Kurs fordert mir viel Mut ab.

Eben auch angefangen das Abendessen vorzubereiten. Heute wird es etwas Türkisch bei uns. Fladenbrot, Minzjogurt, Falafel, Auberginen und Tomaten. Versuche mich eben an dem Fladenbrot.

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Nur bei den Falafel, da habe ich mich für eine Rührmischung entschieden, auch wenn ich sie noch mit Kurkuma und frischem Koriander verfeinert habe. Das nächste Mal werde ich sie selbst ausprobieren, ist wohl nicht so schwer.

 

Minzjogurt, Fladenbrötchen usw. habe ich natürlich selbst gemacht, weil es mir Spaß macht und ich es geniesse.

 

Ja, keine Ahnung, irgendwie hat es mich gestern geritten. Ich möchte mich mehr bewegen, kann mich alleine aber nur schwer dazu aufraffen. Am liebsten würde ich nach über 5 Jahren das Fitness-Studio wechseln, aber mein Mann zieht nicht so. Die VHS gibt wortwörtlich ein paar wenige Kurse eine Querstraße weiter, ich bin in einer Minute dort hingegangen. Und so habe ich mich gestern spontan für einen Body Forming & Stretching Kurs entschieden. Der erste Termin war schon in der letzten Woche, aber es sind noch ein paar wenige Plätze frei.

 

Naja, ich hoffe auf einen vielfältigen Effekt. Ich würde gerne Frauen aus meiner nächsten Umgebung kennenlernen. Eine positivere Einstellung zu etwas mehr Bewegung gewinnen und dabei auch gleich mal meiner Scham Kontra geben.

 

Ich tue mich schwer wenn es um Sport in der Öffentlichkeit geht. Ich habe Angst das ich nicht mithalten kann, ich schäme mich immer noch oder schon wieder für meinen Körper und tue mich im allgemeinen sehr schwer, was neue Sportsituationen angeht.

 

Also gestern mutig den Kurs gebucht und gleich bezahlt. Die alte Gymnastikmatte habe ich dann auch gleich noch hektisch gesucht und ich bin in den Startlöchern.

 

Wie das Leben so schreibt, steht heute Nachmittag erst einmal das Kieser Training an, was ich ja am liebsten gleich als Ausrede hernehmen würde, heute den ersten Kursabend zu schwänzen.

 

Was ich etwas schade finde, ich war zu spät für den Yoga-Kurs. Ich hoffe auf den nächsten Kurs.

 

Und trotz der Scham und der Angst die ich gerade empfinde, bin ich auch stolz und freue mich gleichzeitig auf heute Abend.

 

Zur Feier des Vormittages habe ich es dann auch gleich krachen lassen beim Einkaufen. Habe mich schön geschminkt, mich in eine Pepita-Hose, Curryfarbenes Oberteil, witzigen Socken und einem großen karierten Wolltuch auf den Weg gemacht. Selbstbewusstsein auf zwei Beinen. Zur Belohnung wurde ich von der Verkäuferin angestrahlt und freudig begrüßt und ein Mann hat mir die Türe aufghalten.

 

Was ein Lächeln und Selbstzufriedenheit mit der passenden Kleidung doch bei einem Selbst und dem Gegenüber bewirken können.

 

Nächste Woche liefere ich das Rezept nach, da die nächsten Tage hier Hektik herrscht. Alles ist im Umzugstaumel und hier stabeln sich Kisten und neue Dekorationsgegenstände. Morgen werden die Schraubenzieher gezückt und IKEA-mässig geflucht was das Zeugs und die Möbel hergeben.

 

Isa meint noch, das wir das alles an dem Feiertag morgen gewuppt bekommen. Ihr Papa sieht das etwas realistischer und meint, das wir am Wochenende wohl noch weitere Aufbau-Sessions einlegen werden. Zudem fehlt es noch an den Alltagsgegenständen wie Waschmaschine, Putzmittel, Putzzeugs überhaupt. Mit Dekokissen kann man schlecht die neuen Schränke auswischen. Naja, können tut man schon, aber das ist ein teuerer Spaß.

 

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