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Termin ist gemacht - und an die Zukunft gedacht

Gestern war ich wieder tatkräftig. Habe spontan einen Termin in einer Klinik für Essstörung ausgemacht. Ist ein Vorgespräch und oh Wunder, bei uns um die Ecke. Die Klinik ist mir das letzte Mal bei meinen Recherchen durch die Lappen gegangen. Und weil ich gerade so im Elan war, habe ich mich auch bei einer neuen Therapeutin angekündigt.

 

Und ich war fleissig heute. Das Rezept für das untere Bild ist Online verfügbar.

Zwiebelsuppe. So einfach und so gut!
Zwiebelsuppe. So einfach und so gut!

Eine Leserin hat mich angeschrieben, weil auch sie ein Problem mit Essstörung hat und es fast unmöglich ist, Kliniken zu finden, die auch mit Adipositas-Operierten Patienten umgehen können.

Die Krux ist ja. Die meisten anderen Patienten mit Essstörung sind oft schwerst untergewichtig und müssen entsprechend wieder große Portionen essen. Mit einem kleineren Magen gehen solche normal-große, besser gesagt sehr große Portionen einfach nicht mehr.

 

Egal wie sehr mir die Pizza schmeckt, ich würde auf keinen Fall mehr eine ganze 28 cm Pizza plus Salat schaffen. Ich schaffe die Pizza auch ohne Salat nicht mal ansatzweise ganz. Es würde alles wieder retoure kommen und zwar weit bevor ich die Pizza aufgegessen hätte.

 

Aber die schwer untergewichtigen Patienten müssen solche Portionen halt nun einmal essen, damit sie das essen wieder lernen.

 

Nun kommt es natürlich sehr blöd für diese Patienten, die soviel essen müssen, wenn die Operierten eine Ausnahme bekommen. Das habe ich im letzten Jahr am eigenen Leib erfahren können. Und auch auf Unverträglichkeiten, die nach einer OP auftreten können, kann dann keine Rücksicht genommen werden. Den in den Kliniken wird einen beigebracht, das man isst, was auf den Tisch kommt.

 

Das hat mich nach dem Mailkontakt mal wieder etwas nachdenklich gemacht. Meine Essstörung ist noch lange nicht vorbei, sie ist gerade mal am Ausruhen. Und siehe da, nur 11 Kilometer von mir entfernt gibt es eine Klinik dich sich auch  mit kleinen Mägen auskennt. Ich habe nun Ende Februar einen Vorstellungstermin. Werde das auch am Dienstag mit meinem Adipositaszentrum besprechen.

 

Hier geht mir ja echt die Pumpe. Hoffentlich gehen sie pfleglich mit mir um, da ich mich nach der Zunahme ja eh schon wie eine Versagerin vorkomme. Tja, von Kleidergröße 36 auf Kleidergröße 42, ich habe es geschafft. Nun hat es sich endlich eingependelt und ich nehme nicht weiter zu, aber irgendwie will ich so auch nicht bleiben. Wieder eine Größe 40, ja das fände ich schon fein.

 

Von der Klinik erhoffe ich mir endlich, das man mir beibringt, wie ich mit meinem Magen umgehen soll. Welche Portionen, wie bekomme ich genügend Nährstoffe auch wenn ich Fleisch und Wurst nicht mag. Wie fange ich Gewichtszunahmen nach einem Urlaub auf ohne gleich wieder in ein Extrem zu verfallen. Einfach der ganz normale Alltag den die meisten Menschen ja ohnehin beherrschen. Ich will das jetzt endlich mal lernen, weil ich selbst nur die Extreme kenne.

 

Muss mich wie immer zusammen  nehmen, das ich bis zum Termin am Dienstag ganz  normal weiter esse und nicht die komplette Essbremse reinhauhe.

 

Ja, so is(s)t das.

 

 

Und dann hatte ich im letzten Jahr ja einen Probetermin bei einer Therapeutin, die sich auf Essstörungen spezialisiert hat. Ich habe mich nun telefonisch bei ihr angekündigt, da sie eine Wartezeit von um die 6 Monate hat. Ich habe schon gesagt, das ich nicht vor einen Termin im Sommer oder Herbst rechne und ich gerne darauf warte. Ich habe bei den einem Probetermin einen gut Draht aufbauen können und mich dort wohl gefühlt.

 

Ansonsten geht es mir seelisch gerade wieder gut. Juchuuuuu

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