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Ich ziehe Mini-Leben ;-)

Spazieren gehen, Steinchen kleben, Hörbuch hören .... ja, ganz nett aber auf Dauer muss noch was anderes her. Also ziehe ich seit ein paar Tagen neues Leben. Ähm .... Pflanzenleben.

 

Und das klappt bisher ganz gut und ich bin hochmotivier dabei. Sie haben einen Platz an der Sonne, werden von unseren Katern mit Nicht-Achtung belohnt und ich spreche mit ihnen. Also, alles ganz normal bei uns, wie fast immer.

So schön, vor allem weil ich jetzt mit jedem Tag mehr sehe, das das was kleines grünes aus der Zimmerpflanzenerde wächst. Ich habe mir so ein Anzuchthäuschen gespart. Kostet Geld und ich habe gelesen, das es leere Eierkartons auch tun. Und so ist es, die tun es sogar hervorragend.

 

Als ich gestern die ersten drei grünen Spitzen entdeckt habe, bin ich gleich tätig geworden. Einen leeren Eierkarton hatte es hier noch, also gleich nochmal 24 Samen gesteckt und gegossen. Ich bin schon mal gespannt, wie hoch die Spanne am Ende dann wirklich ist. Den das wird sich erst zeigen, wenn sie nach draußen kommen und dort die ersten Tage überleben.

 

Macht mir auf alle Fälle tierischen Spaß und das ist das wichtigste.

 

Bin heute auch wieder eine Runde mit meinem Mann mitgelaufen. Gestern hatte ich keine Lust dazu, aber heute war ich wieder dran. Hat er mich unerbittlich daran erinnert. Ich hatte ihn ja versprochen, das ich jeden zweiten Tag eine Runde mit ihm mitgehe. Ich feilsche an manchen Tagen echt um jeden Schritt, will man gar nicht glauben.

 

Also ihr seht, mir fällt die Bewegung wirklich schwer und mein Schweinehund ist groß. Egal, trotzdem mache ich es regelmässig, weil es einfach zu einem gesunden Lebensstil dazugehört.

 

Die Runde war klein, aber wir waren immerhin knapp 40 Minuten an der frischen Luft. Schön zu sehen, das wenn sich hier wirklich Menschen unterwegs begegnen, das jeder eine andere Straßenseite einnimmt. Ich mag Menschen, die in solchen Zeiten den Abstand wahren.

 

Hatte gestern ein Telefonat mit meiner längsten Freundin. Wir kennen uns seit der Lehre und sie wohnt in NRW. Als dem Bundesland das am schwersten Betroffen ist. Ich dachte die wäre in Habacht-Stellung und findet gut, das das Leben eingeschränkt ist. Nein, sie findet das alles Panik und hat sich beschwert, wie schwer es ihrem 14-jährigen Sohn fällt, jetzt zu Hause zu bleiben.

 

Komisch, noch vor 2 Wochen war er nur schwer aus den Haus zu bekommen und er und seine Kumpels kommunzieren seit dem Handyalter in der Freizeit nur über WhatsApp. Letzte Woche standen dann überraschend vier seiner Kumpels vor der Haustüre. Das gab es schon seit einigen Jahren nicht mehr, jetzt plötzlich wo es darauf ankommt, meinen sie sich persönlich treffen zu müssen.

 

Überhaupt findet meine Freundin die ganzen Beschränkungen doof. Warum die Sportstätten und Bolzplätze den zumachen, reicht es nicht schon das alle Schulen geschlossen sind.

 

Ich bin jetzt noch sprachlos und auch sauer, das sie das so auf die leichte Schulter nimmt. Aber wehe wenn der erste aus dem Bekanntkreis oder der Familie den Virus erwischt, dann sind die, die jetzt so sorglos sind, die mit der größten Panik.

 

Und so eben erfahre ich, das in Bayern ab Freitag Nacht die Ausgangssperre gilt. Das finde ich gut. Anderswo wird sie für Montag angekündigt. Wie bescheuert. Was werden die Menschen am Wochenende vor der Ausgangssperre wohl tun? Na klar, sich in Massen draußen treffen und die letzten Stunden geniessen. So lange sie das mit Abstand tun und nur als engste Familie oder alleine - voll in Ordnung. Stärkt das Immunsystem. Aber sobald sich Menschen horten und keinen Abstand halten, wird es einfach nur noch dumm.

 

 

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