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Dafür bin ich nicht mehr gemacht - 15-Std.Tage

Dienstag:

6:00  Uhr: Der Wecker klingelt, raus aus dem Bett .... Katzen versorgen, Brotzeit schmieren, Mann versorgen, mich tagestauglich machen. ...... rumms, schepper, erschrecken .... was war das den nun?!?!? Der verdammte, menschenhohe Spiegel hinter der Schlafzimmertüre ist umgekippt. Der Spiegel liegt in 10.000 Splitter und Scherben im Schlafzimmer verteilt. Jetzt nicht - einfach die Türe zu und gut ist.

 

6:30 Uhr: mit Sack und Pack ins Auto, zur Firma, großen Anhänger ans Auto ran und ab auf die Autobahn. Es regnet in Strömen und vor uns liegen knappe 400 Kilometer Autobahn mit einer Maximalgeschwindigkteit von 100 km/h.

Nach 100 Kilometer die erste lange Baustelle. Über Frankfurt kein einziges Flugzeug am Himmel, dafür einige Baustellen hinter uns und noch einige die Kommen.

 

Um 11:00 Uhr dann endlich Ankunft in Hürth / Köln. Anhänger ausladen. Jedes der Geräte wiegt 100 kg mit der Verpackung. Zum Glück wird uns geholfen. Ich ziehe mich in einen Designerstuhl zurück, der Tag wird noch lange.

 

Mein Mann und sein Geschäftspartner sind in ihrem Element und ich bin vergessen. Dazwischen drin gibt es Pizzas für jeden. Meine ist so groß wie ein Wagenrad - leck mich am Poppes. Der Plan war, das wir gegen 14:00 Uhr die Heimfahr antreten. Endlich, um 15:30 Uhr packen wir unsere sieben Sachen zusammen, beladen den Anhänger erneut und machen uns auf den Heimweg. Wieder 400 Kilometer inkl. der ganzen Baustellen mit Tempo 100 herunterspulen. Auch dieses Mal - KEIN EINZIGES FLUGZEUGT ÜBER FRANKFUR! Corona hat auch etwas Gutes an sich.

 

Wieder in Forchheim, erst einmal den Anhänger entladen und in der Firmengarage verstauen. Leider kommt jetzt auch noch ein Kollege um die Ecke. Er programmiert ab und zu für meinen Schatz. Ganz gemütlich will er sich um 20:00 noch über das Leben an sich mit uns unterhalten. Nach 10 Minuten werfe ich zerknirscht ein, das ich jetzt gerne nach Hause will. Es wartet noch der zerdepperte, menschhohe Spiegel im Schlafzimmer auf uns.

 

Endlich zu Hause - jetzt erst mal eine letzte Brotzzeit für Heute, danach noch der Spiegel inkl. der 1.000 Scherben. Gegen 21.00 Uhr sitzen wir beide geschafft auf dem Sofa - ich kann nicht mehr.

 

Tja, das war der gestrige Tag und ich knabbere heute noch daran. Den heute Morgen ging es gleich weiter. Wir hatten einen Termin bei unserem HP (Heilpraktiker) der 150 km weiter weg wohnt. Er hat meinen Schatz gut durch die Chemo gebracht, wir würden wahrscheinlich auch einen noch weiteren Weg auf uns nehmen für ihn.

 

Dort war heute Morgen um 9:00 Uhr Nüchternblut angesagt. Um 11:30 waren wir schon wieder zu Hause. Für mich hieß es dann Fastenbrechen und anschliessend für uns und die Nachbarn einkaufen gehen. Dann noch Brötchen backen, Vorteig für unses Sauerteigbrot ansetzen und dann .....

 

dann habe ich unser neuestes Baby ausprobiert. Unser Vorwerk ist jetzt um diesen Waschsauger erweitert. Bin begeistert und bereue es schon fast, das ich ihn nicht gleich auf der Messe wollte, als er uns angeboten wurde. Das Teil ist Klasse und reinigt mit gerade mal 100 ml Wasser das gesamte Erdgeschoss blitzeblank. Ich bin begeistert.

 

Und jetzt, jetzt ist endlich Feierabend für mich. Ich bin total zerschossen und fertig. ABER auch superglücklich. Und ich weiß, für solche 15-Std-Tage bin ich einfach nicht mehr gemacht. Ich war heute aggressiv, übermüdet, hatte Verstopfung weil ich gestern nicht meine Routine einhalten konnte und eine durchwachte Nacht deswegen.

 

 

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