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Kommunikationsprobleme

Seit letztem Mittwoch steht mein Schneidplotter nun auf meinem Schreibtisch. Leider kann ich ihn noch nicht benutzen. Mein PC und mein Schneidplotter haben ein schweres Kommunikationsproblem. Sie wollen einander einfach nicht verstehen. Die simulieren gewissermaßen eine in die Jahre gekommene Partnerschaft nach. :-) Nur das bei den beiden Geräten die Probleme schon vor der Partnerschaft beginnen.

 

Mein PC erkennt seinen neuen Partner, aber er will in nicht anerkennen. Sprich, ich sehe meinen Plotter als Peripheriegerät, aber mein PC verweigert die Kommunikation mit ihm, wenn es ans Eingemachte geht.

Dabei bin ich am Mittwoch noch bis nach 2:00 Uhr Morgens am PC gesessen und habe versuch zwischen den beiden zu vermitteln. Habe meine ganzen Überredungskünste eingesetzt, die ich vor Jahren mal als Mediengestalterin gelernt habe.

 

Am Ende habe ich sogar zu meinem letzten Mittel gegriffen und meinem PC das längst hinfällige neue Betriebssystem gegönnt. Das hat er mir dann vollends übel genommen. Seitdem verweigert er auch die Kommunikation mit dem Drucker. Ich könnte schwören, mein PC ist männlich, die sind nämlich auch so schnell beleidigt.

 

Zum Glück war am Freitag ein Arbeitspartner meines Mannes her. Er hat sich dem Problem angenommen. Irgendein Treiber im Hintergrund, der seine Späße mit uns "treibt". Ich bin nun am Sichern und Aufschreiben, nächste Woche kommt der PC weg und wird "platt gemacht" und "neu aufgesetzt".

 

Ich bin heilfroh das Max angeboten hat, das für mich zu machen. Die Zeiten sind vorbei, wo PC "platt machen und neu aufsetzten" mein großes Hobby sind. Kann mir nicht mehr vorstellen, das ich das zu Beginn meiner Mediengestalter-Zeit alle 1 - 2 Jahre mit meinen PCs gemacht habe.

 

Nächste Woche werde ich mich also erst einmal von meiner alten Kiste verabschieden und er bekommt eine Erholungskur. Immerhin ist der Gute schon fast 10 Jahre alt und leistet mir hier sehr, sehr gute Dienste. Das hat er sich nun redlich verdient.

 

Aber da sieht man mal wieder, das es auch bei Maschinen locker zu Kommunikationsschwierigkeiten kommen kann. Nichts und niemand ist davor geweiht.

 

 

Und ich habe auch einen kleinen Einbruch bei meinen Fastenzeiten zu vermelden. Immer wieder komme ich nun Abends in den Ess-Modus rein. Nicht oft, aber schon immer wieder mal. Was mir nicht eingeht, auch wenn es nur ein paar Bissen sind, ich fühle mich danach körperlich voll und unwohl.  Und trotzdem kann ich mich an manchen Abenden wieder einmal nicht zurück halten.

 

Auf der anderen Seite macht es mich froh, das ich nicht vollends in ein altes Verhaltensmuster zurückkehre. Ein paar Weichen haben sich anscheinend in den paar Wochen doch tiefer eingegraben. Mein erstes Essen gibt es zum Beispiel immer noch zu Mittag und nicht schon am Vormittag. Das geht von alleine und ohne großes Nachdenken. Komischerweise kommen mir Vormittags die Essgedanken nicht in den Sinn. Abends, wenn der ganze Tagesstress langsam nachlässt, da will ich wieder mit Essen kompensieren.

 

Jetzt frage ich mich natürlich, ob ich das mit aller Gewalt durchziehen will oder ob ich hier etwas nachsichtiger mit mir selbst sein soll? Eine kleine Pause für die Abendzeit einlege, aber natürlich ohne zu übertreiben.

 

Ich frage mich das deshalb, weil ich aus meiner Vergangenheit weiß, das sobald ich etwas mit aller Macht erzwingen will, es tierisch in die Hose geht. Vielleicht sollte ich den Erfolg, das ich am Vormittag kein Essbedürfnis habe vertiefen und mich an diesen Erfolg freuen. Und später kommt dann der Abend hinzu. Ich brauche immer mehr Erfolgserlebnisse, dann kann ich nach einer Verschnaufpause mit dem etwas schwierigeren Teil weitermachen.

 

Ich überlege mir das die nächsten Tage mal gründlich. Bis dahin halte ich es so wie jetzt. Ich versuche meine Esspause auch am Abend einzuhalten, aber bin ich nicht sauer auf mich, wenn ich es an manchen Tagen nicht schaffe. Also, ich versuche zumindest mir dann keine großen Vorwürfe zu machen.

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