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Ohne AlltagsBewegung läuft nichts

Das ist immer noch mein schwerster Part, warum auch immer. Ohne Bewegung im Alltag läuft nichts und ich persönlich würde unweigerlich wieder zunehmen.

Um mich selbst zum bewegen zu motivieren, habe ich viel ausprobiert und noch viel mehr wieder verworfen. Das ist fast eine unendliche Geschichte bei mir.

Aber in all den Jahren ist eines bei mir hängen geblieben: Bewegung, das muss sein, sonst klappt es einfach nicht. Und es muss bei mir die richtige Bewegung sein, damit es dauerhaft klappt.

 

  • bitte kurz und effzient, ich habe keine Lust auf stundenlangen Sport
  • sollte ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern
  • sollte mich nicht grobmotorisch dastehen lassen
  • ich will erfolgserlebnisse, sonst wird das nix mit mir und Bewegung

 

Übrig geblieben sind bei mir:

 

Trampolin (inzwischen das tolle von meinem Mann)

Nein, ich springe nur selten auf dem Sprungtuch, ich schwinge mehr. Na ja, irgendwann verselbstständigt sich das immer, dann springe ich schon. Und es macht mir riesig viel Spass. Wenn ich springe, dann hebt sich automatisch meine Laune mit in die Lüfte. Alles fühlt sich leichter an und beschwingter. Trampolin, das fühlt sich nicht nach Sport für mich an, obwohl ich danach verschwitzt vom Sprungtuch steige. Ich mache es auch keine Stunden, ne eher Minuten. Nach 10 oder 15 Minuten steige ich wieder runter. Aber mein Kreislauf ist in Schwung gekommen und mir geht es gut danach.

 

HulaHoop

Jo, der musste sein. Mit den biligen Plastikreifen ging das überhaupt nicht. Haber mir dann einen für um die 30 oder 40 Euro zugelegt, mit etwas Gewicht auf dem Reifen. Und siehe da, nach wenigen Tagen hatte ich allen Ernstes den Schwung raus. Ich habe eine Schokoladenseite und schwinge am liebsten links herum. Manchmal probiere ich auch die andere Richtung aus. Aber dazu fehlt mir schlussendlich der Drive. Vielleicht, wenn ich mal Bock darauf habe. Erzwingen werde ich nichts. Den links herum macht es mir verdammt viel Spass. Gerne im Sommer auch am frühen Morgen, draußen auf der Terasse.

 

Vibrationsplatte

Aus der (Corona)Not heraus gebohren, weil im Lockdown meine Muskeln kein Training mehr bekommen habe. Auch meinen Schüsselsepp liebe ich ohne Ende. 10 - 15 Minuten die Übungen gemacht, bade ich danach im eigenen Schweiss und weiß ganz genau, das ich am nächsten Tag wieder Muskelkater habe.
Ich habe da lange im Netz gesucht. Kein Luxusteil aber auf kein Billigteil. Mein Körper ist mein Lebenskapital und wenn ich mir da durch eine billige Vibrationsplatte die Gelenke an die Wand fahre, kommt es mich am Ende viel teuere zu stehen.

 

eBike

Hier bei uns ohne eBike, ich hätte schon längst das Rad auf den Müll entsorgt. Ständig geht es bergauf, bergab und ich kann nun endlich fast mit meinem Mann mithalten. Klar ist er immer noch schneller, aber es macht einfach richtig viel Spass. Wichtig ist mir nur eines. Die nächsthöhere Unterstützung schalte ich erst dann dazu, wenn ich das Gefühl habe, das ich gleich vom Rad kippe. Ich will einfach spüren, das ich etwas für meinen Körper tue. Ich gebe es nie wieder her.

 

Krafttraining

Das mache ich nun seit knapp 8 Jahre ununterbrochen, ich kann es kaum glauben, wenn ich das lese. Ich habe damit schon weit vor meiner OP angefangen und es macht mir immer noch am meisten Spass. Ich bin nicht so der Ausdauertyp, daher die vielen verschiedenen Gerät oben. Da kommt bei mir sonst schnell mal Langeweile auf. Wichtig ist mir inzwischen: auch bei Mörderhitze wird trainiert. Einfach nur anders trainiert.  Früher war 28°C und mehr ein Grund für mich, meinen Körper mit Nichts-Tun zu schonen. Heute packe ich einfach 10 Pfund weniger Gewichte drauf und gehe es langsamer an. Wie mein Kreislauf das halt so möchte. Den lieber sanfte Bewegung, als gar keine Bewegung.

 

CrossTrainer (den hat mein Mann mit in die Beziehung gebracht)

Ich gebe zu, der CrossTrainer sieht mich nur sehr selten. Das ist nicht Meins. Ab und an, in der kalten Jahreszeit, da packt mich die Lust. Er steht bei uns in der Wohnküche in einer Nische. Da steig ich dann mal für 10 Minuten drauf und schwitze mich durch. Aber ich gebe zu, das passiert vielleicht 3 - 4 mal in der kalten Jahreszeit.

 

 

Was ist in den letzten 8 Jahren gelernt habe. Bewegung ist wichtig, auch an den wirklich heißen Tagen. Das war früher ein guter Grund, die Sportzeit auf dem Sofa zu verbringen. Heute trainiere ich trotzdem, einfach nur anders. Das ist alles. Ich nehme das Tempo raus, gehe mit den Gewichten etwas runter und verkürze die Wiederholungen. Mache nicht ganz so lange oder teile mich auf zweimal auf. Was auch immer. Mein Körper und mein Kreislauf haben dann das Kommando. Wichtig ist mir nur, das ich mich auch an solchen Tage bewege und etwas für mich tue.

 

Nur an Tagen wo es mir körperlich nicht gut geht, da lege ich dann Pause ein. Das mache ich aber dann auch wirklich. Nur kein falscher Ehrgeiz nicht, den bezahlt man dann sonst später.

 

Um meine Bewegung von oben zu finden, das hat mich Jahre gekostet und auch viel Mitgliederbeiträge. Den das Kieser Studio ist das 4 oder 5 Studio und das einzige das mich als aktives Mitglied kennt. Ich musste erst für mich herausfinden, wo ich mich wohl fühle. Und da hat jeder Mensch seine eigenen Bedürfnisse, die es zu beachten gilt.

 

Früher war ich eine Schwimmmaus, heute gibt mir das nicht mehr viel. Auch das muss man mit einbeziehen. Zeiten und Präferenzen ändern sich, das ist normal. Ich hatte auch schon meine schlechten Phasen im Fitness, wo ich das Kieser am liebsten geschmissen hätte. Zum Glück habe ich einen sehr beständigen Partner, der zieht mich da mit durch. Gerade ist die Motivation wieder riesig.

 

Aber um mein jetztiges Level möglichst lange zu halten, weiß ich, das ich mich 2 - 4 Stunden die Woche aktive bewegen muss.

 

Im Alltag parke ich jetzt immer ganz weit weg, vom Supermarkteingang. Gehe oft zu Fuss und laufe Gänge einzeln, damit mich die Treppen möglichst oft sehen. Ach ja, Aufzüge haben mich schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Alles was 6 Stockwerke sind, ist für mich Pflicht und Kür gleichzeitg. Pflicht, damit ich weiterhin fitt bleibe. Und Kür, weil ich das jetzt Dank meiner Beharrlichkeit locker kann und es mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

 

Also, bau ganz langsam Bewegung in deinen Alltag. Ja nicht übertreiben und nicht zuviel auf einmal wollen.

 

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