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Außen: Quatschkopf ... Freude pur ... Innerlich leer

Das habe ich eben im Netz gefunden und es beschreibt den Zustand ganz gut.

 

 

"Die Seele ist ganz unten" - die Depression ist für mich wie das Gefühl in einer Luftblase auf den Grunde des Meers zu sinken, der Druck um mich herum wird immer größer, doch ich habe noch immer genug Luft zum Atmen. Ich kann nicht entweichen, wenn ich entweiche, werde ich untergehen. Das Erkennen der Depression ist das Ankommen der Luftblase auf dem Grunde des Meeres.
Andrea Kaltofen

 

Bis dahin, weiter reicht meine Vorstellungskraft von einer fröhlichen Zukunft noch nicht. Und meine Gedanken stehen im krassen Gegensatz zu dem was ich nach außen hin zeige.

 

Den äußerlich richte ich mich her. Schminke mich, ziehe mich im "Gute-Laune-Modus" an, um die Gute Laune eventuell auf das Gemüt überschwappen zu lassen.

Meine Art mit meinem aktuellen Depressionsschub umzugehen. Ich mache Bilder von mir, in jeder Gelegenheit. Ich lache, grinse und verbreite gute Laune vor der Kameralinse. In den wenigen Minuten die ich da knippse, kommt der Hauch von Fröhlichkeit durch. Aber es kommt nicht an in meinem Hirn, in meiner Seele .... die gute Laune.

 

Stattdessen bleibt die erschreckende, bleierne Leere in mir drin.

Da hilft es auch nicht, das ich, jetzt wo ich mich in meinem Körper wieder wohler fühle und mein ModeMut wieder zurückkommt, flippige Röcke kaufe. Das betäubt nur und das auch nur kurzzeitig.

 

Heute hatte ich dann endlich die zweite Probestunde bei meiner neuen Therapeutin. Himmel sei Dank!

Ab Ende Januar geht es dann endlich im 2-Wochen-Rhytmus los und Ab März jede Woche. Erst einmal die üblichen 12 Stunden, danach kann man mehr beantragen.

 

Heute hat sie mir drei Übungen gezeigt, die ich ab jetzt regelmässig anwenden soll.

 

  • Einmal so Eine mit tief einatmen, Luft anhalten und das ganze wiederholen. Am Ende dann ein Lieblingsduftöl einatmen.
  • Wenn ich mich selbst in Frage stelle, soll ich mir immer vorstellen, was ich meinem Freund in der gleich Situation sagen würde. (ich habe die Frage heute ein paar Mal mit: so ein Quatsch beantwortet)
  • Dann noch: Augen zu, tief durchatmen, mich an einen Ort beamen wo es mir gut geht. Alles wahrnehmen (Geruch, Geräusche, Wärme ....) und dann die Hände überkreuz vor das Schlüsselbein. Jetzt abwechseln mit den Händen jeweils leicht auf den Schlüsselbein-Bereich klopfen. Das sollte mein Grübeln unterbrechen.

Alle Übungen haben wir zum Ende der Stunde hin durchgeübt. Bei der letzten Übung hatte ich zuerst einen falschen Ort, da musste ich dann weinen. Einfach weil ich wieder die Leichtigkeit spüren möchte, die ich damals dort gespührt habe. Habe mir dann eine andere Situation vorgestellt, damit ging es mir nach der Übung etwas besser.

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