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Essverhalten beiFrust oder richtige Sorgen?

Hier bei uns war in der letzten Woche Ausnahmezustand. Unser Muck hat mehrmals auf den Parkettboden gepinkelt. Unser Wohnzimmer ist gleichzeitig auch der Hörraum meines Mannes. Hier werden die Geräte die in den Verkauf gehen, auf Herz und Nieren getestet. Wenn da gepinkelt wird, dann kann das mal so richtig teuer werden. Im Eifer des Gefechtes (und so laut habe ich meinen Mann in den letzten 9 Jahren noch nie erlebt) viel auch das Wort: dann muss er halt weg oder eingeschläftert werden ....

.... puh, pure Panik bei mir. Heulendes Elend, tagelang keinen Schlaf und die Anspannung ..... ganz, ganz weit oben. Ich kann es gar nicht beschreiben.

 

Das ich in all dem Chaos mit Einschläfern, kurz vor der Trennung nach 9 Jahren, überhaupt noch irgendetwas geschnallt habe .... schön.

 

Den was ich bemerkt habe: ich habe in den schlimmsten zwei Tagen weder Essen noch Trinken können. Und wenn ich meine, nichts Essen, dann sah das so aus, das ich zum Abendessen das erste Mal eine Kleinigkeit gegessen habe. Und das auch nur, weil meine Vernunft sagte, dein Körper braucht Energie.

 

Trinken, ich konnte mir bisher gar nicht vorstellen, das ich mal keinen Durst habe. An diesen Tagen kam ich auf maximal 1 Liter in 24 Stunden. Das war und ist mehr als ungewöhnlich für mich.

 

Und es viel mir noch etwas auf. Es zeigt sich ein wirklich großer Unterschied bei mir, was Frust, kleine Sorgen oder auch akuter Depressionsschub und was für mich extrem belastende Sorgen mit groben Unfug im Kopf sind.

 

Bei ersterem neige ich dazu, das ich auch wahllos in mich reinstopfen kann. Da habe ich vor allem ein Verlangen nach: Süßen, Salzigen oder Fettigem.

 

Wenn meine Sorgen so groß sind, das ich sie als Bedrohung empfinde (klar, wegen einer Katze für viele schwer nachvollziehbar) dann fährt mein System komplett runter. Der Magen ist zu, also so richtig zu. Meine Gedanken können sich weder mit Nahrung, noch mit Trinken beschäftigen. Sie drehen gerade wegen etwas anderem am Rad. Selbst wenn der Magen leer ist und der Körper Flüssigkeit braucht, mir wird übel davon.

 

Keine Ahnung was mir das Erkennen dieses Musters bringt. Zumindest weiß ich jetzt: wenn nichts mehr geht bei Essen und Trinken, dann wirds echt kritisch für meine Psyche.

 

Mein Mann hätte an diesen Tagen am liebsten den Hausarzt angerufen um mich einweisen zu lassen. Ich wußte nämlich nicht, wie ich es bildlich ausdrücken soll, unter welcher Spannung ich stehe. Meine innere Anspannung war in diesen Tagen auf so einem extrem hohen Level, ich konnte das nur damit Beschreiben: am liebsten wäre ich jetzt Tod. Das sollte eben die Situation nur beschreiben, ein Suizid stand für mich in keiner Minute zur Debatte.

 

Ich muss mir für meinen höchsten Grad der Anspannung eine andere Beschreibung einfallen lassen. Das geht gar nicht.

 

Wir waren mit dem armen Kater jetzt 5mal innerhalb von 2 Wochen beim TA. Eigentlich zu Beginn wegen seiner Futtermittelunverträglichkeit. Dort habe ich zwar ein einmaliges in die Wohnung pinkeln angesprochen, aber das wurde nicht weiter beachtet. Nach dem Supergau sind wir die 30 Minuten zu seiner alten TA gefahren und die hat echt gut reagiert. Urin genommen, eine abklingende Blasenentzündung festgestellt und die Behandlung eingeleitet.

 

Schon nach dem ersten Besuch hat die Wildpinkelei in der Wohnung aufgehört. Und damit der Kater, der bis dahin dann vollkommen verängstigt war (nur noch hinter dem Sofa und vor mir weggerannt) auch wieder zur Ruhe kam, habe ich ihm probehalber einen kleinen Tropfen von meinem CBD Öl gegeben. Was soll ich sagen, es wirkt wie eine Eins. Erst ist damit komplett entspannt und kommt zur Ruhe. Seine TA meinte, das wir ihm das mit ruhigen Gewissen geben können. Den was jetzt noch im Raum steht ist eine beginnende Altersdemenz. Tja, auch die friedlichsten Kater können das bekommen.

 

Jetzt sind mein Muck und Ich halt beide auf CDB, ist nicht das Schlechteste. ;-)

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