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Der äußere Schein trügt. Egal mach was drauß!

Sieht alles voll sportlich aus und na ja, wo Sport ist, da ist halt auch die straffe Haut. Und nach so einer Hautstraffungs-OP, wo der Chirurge all die überglüssige und entzündete Haut entfernt hat ... da muss das ja erst recht so sein. Die straffe Haut, schon klar!

 

Ja der äußere Schein kann manchmal ganz schön trügen. Die Haut ist straff nach der OP. Bei mir war sie um den Bauch und die Hüftknochen ja sogar viel zu straff.

Ich bewege mich ganz ordentlich, was aber nicht heißt das ich jeden Tag diese willkürliche Zahl von 10.000 Schritten erreiche. Laufe hier treppauf und treppab. Fahre im Sommer mit dem eBike auf maximale Eigenleistung (ich muss durchgeschwitzt sein, wenn ich vom Bike steige), gehe im Normalfall 2mal die Woche zum Krafttraining, Hullere mir hier die Hüften wund, steige regelmässig auf mein Vibrationsboard und liebe das Trampolin aktiv - nicht passiv. Bin also durchaus im moderaten Bereich zu sportlicher Bewegung bereit.

 

Ich ernähre mich überwiegend gesund und saisonal, verzichte auf raffinierten Haushaltszucker (man sieht es an meiner Haut, die ist seitdem klarer und frischer). Gönne meinem Körper jede Nacht eine Fastenphase von mind. 16, max. 18 Stunden, damit er Pause hat.

 

Also durchaus ein netter, gesunder Lebensstil. Die Haut ist jedoch ein lebendes Organ und über 30 Jahre Spannung bis zum Bersten, das geht wohl an fast keiner Haut schadlos vorüber.

 

Anfangs hatte ich große Probleme mit meinem Körperbild. Ich habe mich nie dafür vor anderen Menschen geschämt, das war und ist mir schon immer ziemlich schnuppe. Aber mit mir selbst habe ich viel gehadert.

 

Das alles öffentlich zu machen, ehrlich und ungeschminkt darüber zu schreiben. Mich mit meinem Bildern damit eventuell sogar zum Kaspar zu machen ..... das ist Teil MEINES Heilungsprozesses. Ich bin auf dem Selbstliebetrip und ich habe vor, erfolgreich damit zu sein.

Nette, schlanke, lange Beine von der Perspektive aus. Ich mag sie gerne und betone sie gerne mit den buntesten und schrägsten, farbigen Strümpen. Ich find das lustig, wenn meine Mitmenschen mich dann komisch ansehen, so beim Einkaufen und überhaupt.

 

Aber sind wir mal ehrlich, die Realität darunter ist eine ganz andere. Der offensichtliche Schein trügt gewaltig und ich lerne gerade, das es mir egal ist. Das ich meine Beine trotzdem liebhabe. Hey, sie laufen ja mit mir ständig die Treppen rauf und runter, radeln durch die Fränkische und wandern die tollsten, blödesten Wanderwege mit mir.

 

Das ist die Realität und so können Narben aussehen, wenn eine Wundheilungsstörung dabei war. Und ja, Vorsicht, das erste Bild ist nichts für zartbesaitet - das ist ein gut gemeinter Hinweis, wer wegsehen möchte.

 

 

 

 

 

Wie schön geschrieben, auch ein Bauch bleibt nicht so straff, wie die ersten Monate nach der Straffungs-OP. Den in den ersten Monaten ist das ganze Wundareal noch angeschwollen und strafft sich daher von alleine. Wenn dann nach einigen Monaten Ruhe eingekehrt ist und die Schwellung zurück gegangen sind, sieht man der Haut dann eventuell auch an, das sie eine lange, beschwerliche Reise hatte, in den letzten Jahren oder Jahrzehnten (wie bei mir).

So kann das dann aussehen, wenn man nach der OP wieder etwas zugenommen hatte und wieder abnimmt. Den, die Haut ist ein lebendes Organ. Wenn man es über Jahre zuviel herausgefordert hat, kann sie einfach nicht mehr mit einem mithalten. Und das ist OK so.

Am Ende ist es das was ich drauß mache. Und ich will und mache das BESTE daraus. Ich habe nur diesen einen Körper und dieses eine Hautkleid. Beide haben viel für mich getan. Jetzt bin ich an der Reihe .... mein Bestes für sie zu geben.

 

Gesunde Ernährung, Bewegung, Freude, Spass, Respekt, Achtsamtkeit und Hochachtung. Mein Part und ich kümmere mich darum!

 

Ich liebe meine Haut, meinen Körper und ich lerne mich zu lieben!

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