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Schienst du noch oder "quengelst" du schon?

Das ist sie also. Seit gestern Nachmittag bin ich stolze Eignerin einer Krankenkassen gesponserten Quengelschiene.

 

Ein extra heißes Therapieteil, der Ferrari unter den Schienen .... ach was sag ich den .... jeder sollte eine Quengelschiene habe dürfen - der möchte.

 

Zweieinhalb Stunden Schienenbau und Anpassung, bei brütender Hitze, direkt unterm Flachdach. Das Material musste immer wieder im heißen Wasserbad und mit einer Heißluftpistole erwärmt werden. Der gestrige Blick auf der Zimmerthermostag zeigte stolze Ü30°C an. Ich bin fast gestorben, dabei durfte ich ja nach zweieinhalb Stunden gehen, unterdessen die Mitarbeiterinnen dort den kompletten Arbeitstag arbeiten müssen. Die haben meinen absoluten Respekt für diese körperliche Höchstleistung.

Das ist also das heiße Teilchen und sie passt perfekt. 2 - 3 mal am Tag soll ich sie jeweils eine halbe Stunde zum Beugen und dann zum Strecken tragen. Ich stecke nun also wieder für 2 - 3 Stunden am Tag in einer Schiene fest.

 

Sie ist nicht für Komfort gemacht, sondern zum Üben da. Ich habe sie mit so einem fluffigen Wischlappen ausgepolstert, weil ich es sonst keine 10 Minuten in der Schiene aushalte. Sie drückt so dermaßen, wenn ich unter Zug bin, das ich nicht nur Abdrücke habe, sondern die Gelenke auch geschwollen, rot und blau sind. Das wollen wir nicht, den das Üben damit soll ja keine einmalige Sache für alle paar Tage bleiben.

 

Also beide Seite mache ich seit gestern konsequent 3 mal am Tag. Die ersten beiden Male habe ich für Heute schon geschafft. Vor dem TV kommt am Abend die dritte und letzte Runde des Tages. Fernsehen lenkt etwas ab, den mit der Schiene kann ich wirklich nur Schiene tragen und nichts mehr anderes machen. Ich darf also wieder 2 - 3 Stunden am Tag nichts tun und sitzen. Na ja, nichts tun ist das auch nicht. Wenn meine Finger in diesen Schlaufen hängen, versuche ich sie regelmässig zu biegen, den die Schlaufen hängen an einem Zugseil unter Spannung. Je mehr ich die Finger biege, umso mehr Kraft brauche ich dafür und umso schwieriger wirds am Ende. Klappt aber richtig gut und ich halte den Zug auch immer einige Zeit durch. Dann lasse ich wieder locker und schiebe meine Finger manuell noch etwas gerade. So gerade es halt eben geht. In der Streckung ist der Zug zum Glück leichter, weil das Aufmachen der Faust ist echt unangenehm.

Mit der Quengelschiene werden die Finger gekräftigt und endlich kommt wieder Kraft rein zum zupacken. Die Beugung wird hoffentlich etwas fliessender und etwas mehr. Mit der Streckung wirds nicht werden, das kann die Quengelschiene nur bedingt beeinflussen. Da hoffe ich jetzt einfach mal auf meinen Krankenhaustermin Anfang August und warte was der Arzt dort spricht.

 

Und etwas Kunst habe ich die letzten Tage auch gemalt.

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