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Gespannt wie ein Flitzebogen

Die gute Nachricht schon mal zu Beginn. Die mittelfeste Therapieknete macht sich bezahlt. Ich übe jeden Tag 30 Minuten damit und es ist auch wirklich anstrengend. Ich musste über 50 Jahre alt werden, bis ich den offiziellen Auftrag bekommen habe, jeden Tag damit zu spielen.

 

Die Finger bekommen Therapiestunde für Therapiestunde nun ein klein wenig mehr Kraft und das fühlt sich verdammt gut an.

 

Heute habe ich dann noch die zusätzliche Aufgabe bekommen, mit der rechten Hand bestimmte Übungen mit einer kleinen Hantel zu üben. Den, wir haben festgestellt, eine 0,5 L Flasche ist schon viel zu leicht für meine Hand. Wie geil ist das den!!!!!

 

Und so knete ich jetzt jeden Tag munter vor mich hin. Mein Handtherapie-Programm zu Hause hat professionelle Zeiten angenommen.  Zum Warm werden wird die Hand erst einmal für mind. 10 Minuten mit dem Massagegerät auf Temperatur massiert. Anschliessend mache ich meine Sehnengleitübung - 5 mal, wie gewünscht.

 

Dann geht es an die Knete, das dauert dann noch einmal 30 Minuten. Danach wird die Hand noch einmal für 10 - 15 Minuten von dem Massagegerät bearbeitet und zum Schluss gibt es noch mal die Sehnengleitübung. Am Abend lege ich dann die Quengelschiene an. Ich versuche jeweils für eine Stunde in der Streck- und Beugestellung zu bleiben. Danach braucht die Hand auf alle Fälle noch einmal eine ausgiebige Massage und als Gutzi den Laser, weil er gut tut. Zwischendrin, bis ich ins Bett gehe, kommen diverse Fingerübungen und die Sehnengleitübung nochmals dran.

 

Am Ende des Tages verbringe ich inzwischen sicherlich 3 Stunden rein Handtherapiezeit zusammen. Aber es macht sich bezahlt, die Finger und der Unterarm werden wieder kräftiger.

 

Ja, es sieht nach Fun aus. Schön .... schön anstrengend, aber ich habe wertvolle Erfolgserlebnisse.

 

Und morgen ist ja dann endlich der ersehnte Termin in dem Klinikum, wo sie meine Hand Notoperiert haben. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.

 

  • Kann man da operativ was machen, das die Finger sich wieder mehr Strecken und vor allem Beugen können?
  • Was für Möglichkeiten gibt es überhaupt?
  • Habe ich ein Zeitfenster zur Verfügung, bis wann ich dann spätestens aktiv werden sollte?
  • Oder ist das noch alles viel zu Früh und ich sollte weiterhin noch Konservative Therapie machen?

Fragen über Fragen und ich bin ehrlich gesagt froh, das ich meine Ruhepol - meinen Mann - morgen dabei habe.

 

Alles was ich mir wünsche ist: das überhaupt etwas machbar ist. Ob das dann wieder heftig weh tut wegen den neuen Narben und der Heilung ..... egal, scheiss drauf. Es geht um das große Ziel und den Weg dahin nehme ich gerne in Kauf.

 

 

Mein Essrhytmus und die Art zu Essen hat sich, ich würde sagen, zu 90 % wieder normalisiert und eingespielt. Ich nasche schon noch mehr als die letzten Jahre, aber deutlichst weniger, als noch vor 2 Wochen. Der Cut ist mir gut gelungen. Ebenso werden die Esspause zwischen der letzten und der ersten Mahlzeit wieder länger. In meiner emotional stressigsten Zeit war die Esspause immer zwischen 12 - 13 Stunden. Jetzt komme ich wieder auf meine 15 bis 17 Stunden, zwar mit Überwindung und Disziplin, aber immer öfter und immer leichter.

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