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Meine Erfahrung: Fertigprodukte - Frisch gekocht

In den letzten Tagen habe ich wieder vermehrt über "gesunde Ernährung" "grasen", "leichter Zunehmen" nachgedacht.

 

Natürlich weiß ich das noch aus meiner Zeit auf der Hauswirtschaftsschule, wo Ernährungslehre und Kochen das Hauptthema waren. Aber so wirklich richtig und intensiv, mit allen Facetten, das habe ich bis heute nicht wirklich durchdacht.

 

Mir ist aber in den letzten Tagen aufgefallen, was es mit meinem Körper macht, wenn zuviel Fertigprodukte auf dem Teller landen.

 

Wir waren in der letzten Woche mehrmals außer Haus eingeladen und sind entsprechend Essen gegangen. Gehobene Gastronomie, wie es so schön heißt.

 

Es war alles Lecker, ohne Frage. Gestern sag ich zu meinem Mann: "die haben den gleichen Dressinglieferanten" Spricht, das Dressing über dem Salat war beide Male ein Fertigprodukt. Vorab: ich verteufle Fertigprodukte nicht und wer sie gerne hat, warum nicht. Es geht lediglich um  meine eigene Körpererfahrung!

Mein Körper regiert auf Fertigprodukte in-zwischen mit einigen Eigenarten.

 

  • ich muss defintiv *pardon* mehr "pupsen" ;-)
  • mein Blutzuckerspiegel fährt mehr Achterbahen
  • es hält mich nicht so lange satt, wie selbstgekocht

 

Zudem schmeckt vieles schmeckt gleich oder sehr ähnlich.

 

Meine Vermutung ist: da sind einfach zuviele minderwertige Füllstoffe enthalten, die nicht lange satt halten und zu wenig Nährwerte habe. Wie ich darauf komme?

 

Im letzten Jahr war in einem regionalen Programm ein Fernsehbericht, wo es um darum ging, wieivel der Magen fasst und wie ein Satt-Gefühl entsteht.

 

Forscher sind dabei auf folgendes gestossen: das ausgeklügelte System: Magen-Hirn-Darm wiegt nicht die Menge der Nahrungsmittel ab, sondern schafft es irgendwie, das er nach Nährstoffgehalt geht. Wenn der Körper also mit hochwertigen Lebensmitteln versorgt wird, gibt er schnell ein länger anhaltendes "Satt-Gefühl" aus.

 

Schneller: weil er ja mit weniger Nahrungsmittel hochwertiger alles bereicht gestellt bekommt.

Länger: weil meist mehr Ballaststoffe dabei sind und auch hochwertige Nährstoffe einfach länger zum Verdauen brauchen.

Natürlich landen auf unseren Tellern auch mal Fertigprodukte, überhaupt keine Frage. Das ist jedoch wirklich sehr, sehr selten.

 

Hier ist viele Handgemacht, bei uns, weil ich ja auch die Zeit habe. Aber es ist ja auch garnicht notwendig, die Nudeln selbst zu machen oder das Gemüse frisch vom Bauern zu haben.

 

Ich würde nur nie mehr wirklich fertige Gericht bei uns auf dem Tisch bringen. Weder TK, noch aus der Dose oder in Pulverform. Ein komplett fertig gekochtes Essen kommt nie auf unseren Tisch.

 

Ich achte darauf, das unserer Gewürz-mischungen ohne Füllstoffe und Geschmacks-vertärker sind. Klar, die sind teuere auf den ersten Blick. Aber dann eben doch nur auf den ersten Blick. Den von den echten, unverfälschten Gewürzmischungen brauche ich viel weniger, weil sie pur sind. Von daher kosten sie mich am Ende genauso viel oder sind zu teilen sogar günstiger, weil ich viel länger etwas davon habe.

Natürlich kommt bei Soßen die Tomate aus der Dose oder Tube. Aber immer schön Tomaten pur und nicht mit Würze drin.

 

Hier im Haushalt gibt es keine verbotenen Lebensmittel oder schlechte Lebensmitte. Ich selbst mag den Zuckergeschmack nicht mehr. Aber wenn ich für die Kleine backe, nehme ich zu einem drittel Rohrohrzucker in Bioqualität und der Rest ist Erythrit oder Birkenzucker. Was immer gerade im Haushalt ist.

 

Wenn ich backe, nehme ich 1 Drittel Weizenmehl und 2 Drittel Dinkelmehl. Dinkelmehl hat mehr Nährstoffe, macht aber das Gebäck trockener. Daher die Mischung, dann wirds nicht so trocken.

 

In den letzten 2 Wochen waren wir 4mal Essen. Zweimal davon eingeladen und wir sind dahin, wo  man uns hinbestellt hat. Ich war schneller hungrig danach, hatte mit tagelangem Heißhunger zu kämpfen und mein Mann und Ich, wir sind danach immer komatös auf Sofa gefallen. ;-) und haben ein Nachmittagsschläfchen gehalten.

Mit dem Wissen im Hinterkopf, macht es mir Spass die Bohnen mit Tomatensoße selbst griechisch abzuschmecken. Echten, frischen Knoblauch zu pressen, im Netz nach den passennden Kräutern zu suchen und selbst zu würzen. Eben keine Packung zu nehmen und reinzurühren. Eine Fertigmischung, wo die Hälfte aus unnützen, nährstofffreien Füllstoffen und Geschmacksverstärkern besteht.

 

Ich brauchs handfest und echt. Und ich merke immer mehr, wenn ich das nicht bekomme, gerät meine Hirn-Magen-Darmachse aus dem Konzept und fährt Achterbahn und Schleifen. Das mag ich nicht, das will ich nicht. Das ist mir die Bequemlichkeit nicht wert.

 

Genau das hat mich dick und ständig müde werden lassen. Das ist ein Gefühl, das ich nicht braucht. Ich will mich auch nach dem Essen fitt und wach fühlen und nicht in Essens-Koma fallen.

Diese Denkweise hat sich nach der OP bei mir etabliert und da hatte ich noch eine 50-Stunde-Woche und viel weniger Zeit zum kochen.

 

Aber von Anbeginn an war es mir wichtig, das ich das bisschen, was ich damals essen konnte, möglichst frisch war.

 

Wegen ständigem Zeitmangel habe ich viele Dinge ungewürzt vorgebraten (Hackfleisch) portionsweise eingefroren und musste es dann nur noch mit frischen Gemüse kurz warm machen und nach Gusto würzen.

 

Ich habe habe mein Lieblingsessen (Szegedinger Gulasch) gekocht und Portionsweise in die Minigefriere (die war damals so große wie diese Minibars in Hotels) gegeben. Ich habe immer Lösungen gesucht und meist welche gefunden.

 

Eines meiner Lieblingsessen war: kl. Kartoffel in ganz dünne Scheiben und in die Auflaufform. Ab in die Microwelle und erst mal garen. Dann Blattspinat drauf verteilen und wieder in die Micro. Am Ende noch ein rohes Ei reingeben und in der Microwelle ganz garen. Am Schluss habe ich das ganze mit etwas Salz und Muskat gewürzt. Das Essen war frisch und stand binnen 20 Minuten auf dem Tisch. Kaum Aufwand, wenig zum spülen und es war lecker. Spülen war nämlich immer ein Thema bei mir, weil ich keine Spülmaschine hatte.

 

Unter nur mal ein ganz kleiner Ausschnitt, was bei uns im gelebten Alltag auf den Tisch kommt. Hier wird keine Nahrungmittelgruppe ausgespart, alles vorhanden und immer schön bunt.

 

Ich habe einfach herausgefunden, das dieser Weg für meinen Körper, mein Wohlbefinden und mein gesundes Gewicht am einfachsten, effektivsten und nachhaltigsten is(s)t!

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